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Wie Social Media Marketing Ihre Umsätze ankurbeln kann

von Sandra Bültermann, Autorin am 04.03.2016, 2 min Lesezeit

Soziale Netzwerke gewinnen für KMU immer mehr an Bedeutung. In einem hart umkämpften Marktumfeld hilft gezieltes Social Media Marketing dabei, sich vom Wettbewerb abzuheben, die Kundenzufriedenheit zu steigern sowie Neukunden zu gewinnen und damit letztlich den Umsatz zu steigern. Zudem verbessert jedes „Share“ oder „Like“ das Ranking der Unternehmensseite bei Google. In diesem Beitrag lesen Sie, welchen Einfluss eine gute Fananhängerschaft hat, wie man sie pflegt und wie eine ERP-Lösung Social Media Marketing unterstützen kann.

Der Fan als Multiplikator

Im Gegensatz zu einer Werbeanzeige können Social Media Aktivitäten eine engagierte Community entwickeln. In den sozialen Netzwerken kommen Fans, Kunden, Geschäftsfreunde und andere Interessenten an einem Ort zusammen, teilen Erfolge sowie Produktneuheiten eines Unternehmens und tauschen sich über Branchennews aus. Jedes Mal, wenn ein Post eines Produktes/einer Marke geteilt oder der Name in einem neuen Beitrag erwähnt wird, ist das kostenloses Empfehlungsmarketing für das Unternehmen, was sich wiederum positiv auf die Verkaufszahlen auswirken kann. Das Teilen von Produkten und Markenbotschaften erzeugt bei denjenigen, die sie sehen, das Verlangen und Interesse, den geteilten Inhalt selbst zu erleben oder zu besitzen.

Fans investieren mehr Geld

Kunden, denen eine Marke, eine Firma gefällt, markieren die jeweilige Facebook-Seite häufig mit einem „Like“ und folgen ihr. Je intensiver ein Unternehmen mit diesen Menschen über die sozialen Netzwerke in Kontakt kommt, desto mehr Kommunikationsmöglichkeiten eröffnen sich. So können KMU beispielsweise ihre Follower zu einem persönlichen Treffen auf der Fachmesse einladen oder sie auf andere Kommunikationswege umlenken. Damit beginnt ein Prozess, der aus einem Fan einen potenziellen Lead und am Ende hoffentlich einen neuen Kunden macht. Forschern an der Aalto Universität (Finnland), der Universität in Buffalo und der Texas A&M Universität gelang es 2012, in einer Studie nachzuweisen, dass Kunden, die über ein soziales Netzwerk mit dem Unternehmen in Kontakt treten, 5,6 % mehr Geld ausgeben und das Geschäft etwa 5 % häufiger besuchen als andere Kunden.

Kundenzufriedenheit steigert Kundentreue

Soziale Netzwerke bieten eine ideale Plattform für KMU, sich mit dem Feedback ihrer Kunden auseinanderzusetzen. Fragen der Community lassen sich direkt beantworten oder als Themen für Blogartikel aufgreifen. Zudem kann der professionelle Umgang mit öffentlichen Beschwerden das Firmenansehen stärken. Ein erstklassiger Support ist ein wichtiger Erfolgsfaktor für die Kundenzufriedenheit. Zufriedene Kunden bleiben einem Produkt, einer Marke länger treu. Und sie setzen sich für das Unternehmen ein. Nicht selten reagieren Fans eines Unternehmensprofils auf schlechte Bewertungen eines Produktes oder einen negativen Post mit Verteidigung. Im besten Fall löst ein Nutzer ein Problem.

Mit Gutscheinen und Rabattcodes den Umsatz ankurbeln

Gutscheine, Rabattcodes oder exklusive Angebote sind gute Möglichkeiten, die Fans zu begeistern, zu halten und den Umsatz über Social Media Marketing anzukurbeln. Wichtig hierbei ist, dass die Aktionen in Zusammenhang mit dem Unternehmen stehen. Verlost eine Schokoladenmanufaktur ein iPad, werden damit zwar zahlreiche Teilnehmer angelockt, eine langfristige Bindung kommt nicht zustande. Ein Rabattcode für eine Pralinenauswahl hingegen erreicht genau die Zielgruppe, die auch künftig mit der Fan-Seite interagieren wird.

CRM- und ERP-Systeme für Social Media Marketing nutzen

Die Pflege mehrerer Social Media Kanäle ist aufwendig und zeitintensiv. Zu vielfältig sind die Möglichkeiten und Reaktionen. Tools, wie ifttt und Buffer, helfen dabei, Inhalte gleichzeitig auf mehreren Plattformen auszuspielen (s. auch „Apps für Entscheider“).

Um die besondere Art von Feedback, die KMU über Social Media erhalten, sammeln und auswerten zu können, braucht es komplexere Systeme. Je nach Unternehmensgrösse fallen immense Datenmengen an, die sinnvoll strukturiert werden sollten. Interessenten, Bestandskunden und ehemalige Kunden interagieren unterschiedlich und brauchen verschiedene Angebote. Die Lösung bieten intelligente CRM-Systeme, die sich über APIs um eine Social Media Komponente erweitern lassen. Sie bringen Kommentare und Nutzer aus den sozialen Netzwerken in den richtigen unternehmensspezifischen Kontext, verknüpfen sie mit Daten und ordnen sie zur Bearbeitung der entsprechenden Fachabteilung zu. So verläuft die Social Media Aktivität nicht im Sande und unterstützt nachhaltiges Marketing.

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Sandra Bültermann (*1975) ist seit 1999 als Technische Redakteurin tätig. Als langjährige Mitarbeiterin bei Fachzeitschriften, Agenturen und Softwareunternehmen verfügt sie über umfassende Kenntnisse in den Bereichen IT, Kommunikation und Contentmanagement. Ihre Kernkompetenz liegt darin, komplexe, technische Themen verständlich und zielgruppenorientiert aufzubereiten.