Wie Sie mit dem ERP die Nachhaltigkeit im Unternehmen unterstützen

von myfactory Software Schweiz AG am 30.12.2020, 3 min Lesezeit

 

Die Nachhaltigkeit vom unternehmerischen Handeln wird immer relevanter. Vor allem der CO2-Fussabdruck soll deutlich reduziert werden. Hierzu veröffentlichen immer mehr Unternehmen wie die Schweizer Grossbank UBS oder Nestlé ambitionierte Klimastrategien und -ziele, um in den nächsten Jahrzehnten klimaneutral zu werden. Klimaneutralität ist nicht nur als ein Marketing-Gag zu verstehen, denn Unternehmen werden immer mehr unter Druck gesetzt, eine Klimastrategie zu verfassen und diese aktiv in das unternehmerische Arbeiten einfliessen zu lassen. Während grosse Konzerne ausgefeilte Klimastrategien präsentieren, müssen KMU pragmatischer denken und handeln. Hier führen oftmals kleine Schritte bereits zu signifikanten Einsparungen beim CO2-Fussabdruck. Wie das ERP-System beispielsweise dabei unterstützen kann, nachhaltiger zu wirtschaften, zeigt der folgende Beitrag auf. 

Nachhaltigkeit nimmt an Bedeutung zu 

Der Trend hin zur Nachhaltigkeit ist als eigener Wandel in Unternehmen beobachtbar. Die Wirtschaftsberater von Deloitte haben beispielsweise in ihrer aktuellen Studie „The Fourth Industrial Revolution. At the intersection of readiness and responsibility" aus dem Jahre 2020 festgestellt, dass ein weltweites Umdenken einsetzt bei Fragen zur Nachhaltigkeit. Die Studienergebnisse zeigen, dass die Themen Klimawandel und ökologische Nachhaltigkeit von 54% der Befragten als die zweit-drängendsten gesellschaftlichen Herausforderungen angesehen werden. Nur der „war of talents“ bzw. der Fachkräftemangel wurde noch pressierender eingestuft mit 61% der Nennung durch die Befragten. Es bleibt aber festzuhalten, dass eine deutliche Verschiebung der Relevanz festzustellen ist – und das weltweit. Daher gilt es für Entscheider nun festzustellen, wie Sie die gesellschaftlichen Herausforderungen in ihren Unternehmen angehen können.  

Prozessautomatisierung spart Ressourcen ein 

Mit Einführung der QR-Rechnung wurde bereits ein erster Schritt dahingehend unternommen, dass Prozesse wie der Rechnungsversand möglichst digital ablaufen sollen. Die QR-Rechnung sorgt dafür, dass eingehende Rechnungen automatisiert abgeholt, verarbeitet und beglichen werden können. Das spart das vorherige Ausdrucken und analoge Archivieren der Dokumente und damit konkrete Ressourcen ein. Da der Rechnungsversand ebenfalls mit der QR-Rechnung primär digital ablaufen wird, werden erneut Ressourcen für den Druck, die Verpackung und den Transport der Dokumente eingespart. Aber auch innerhalb des Unternehmens können Ressourcen durch Prozessautomatisierung eingespart werden. Haben alle Mitarbeiter Zugriff auf eine gemeinsame Datenbasis, z.B. in Form eines ganzheitlichen ERP-Systems, müssen keine Rüstlisten bzw. Picklisten mehr als Laufzettel erstellt und ausgedruckt werden, mit denen Lagermitarbeiter Sendungen zusammenstellen. Barcode-Scanner sorgen im Lager ebenfalls dafür, dass ein- und ausgehende Waren direkt erfasst und verwaltet werden können. Somit lassen sich vor allem innerhalb der internen Buchhaltung und Lagerhaltung zahlreiche Dokumente und damit Ressourcen einsparen, die der Nachhaltigkeit im Betrieb zugutekommen. Das „papierlose Unternehmen“ bietet somit eine optimale Ausgangslage dafür, dass Prozesse darüber hinaus weiter automatisiert werden können. Entsprechende Automatisierungen betreffen darüber hinaus nicht nur interne Stakeholder. Auch Lieferanten und Kunden können in diesen Prozess mit eingebunden werden.  

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Die Cloud fördert die Nachhaltigkeit 

Cloud-Computing ist eine weitere Technologie, die positive Effekte für die Nachhaltigkeit im Unternehmen verspricht. Der Grundgedanke ist in diesem Falle der, dass Unternehmen darauf verzichten, eine eigene IT-Infrastruktur zu betreiben und diese stattdessen an spezialisierte Rechenzentren auslagern. Während diese Rechenzentren von Zentralisierungseffekten profitieren und weniger Ressourcen gebündelt einsetzen können, sparen Unternehmen konkret den Betrieb des eigenen Serverraumes ein. So werden nicht nur Ressourcen für nicht-benötigte Hardware wie Server, Switches und Kabel eingespart, sondern vor allem Energie wird weniger verbraucht. Und dieser Verbrauch kann für einen Serverraum inklusive Brandschutz-, Klima- und Sicherheitstechnik schon mal erheblich ausfallen. Rechenzentren können hingegen möglichst energieeffizient arbeiten, darauf baut schliesslich das Geschäftsmodell auf. Hinzu kommt der Fakt, dass immer mehr Data Centers an Orten wie Island errichtet werden, wo weniger Energie für Klimatechnik benötigt wird und die Abluft noch zusätzlich das Wärmenetz speist, wodurch eine Win-Win-Situation entsteht. Die Energie selbst stammt immer häufiger aus erneuerbaren Energiequellen, was den CO2-Fussabdruck der Rechenzentren ebenfalls verkleinert. Im Ergebnis kann daher festgestellt werden, dass die Cloud die Nachhaltigkeit von Unternehmen fördert. Dies setzt entsprechend voraus, dass Unternehmen z.B. ihre on-premise-Anwendungen in die Cloud migrieren. 

 

Kleine Schritte sorgen für nachhaltige Effekte 

Bereits bei der Einleitung wurde darauf hingewiesen, dass KMU nicht immer dieselben Möglichkeiten zur Erreichung von Nachhaltigkeitszielen wie grosse Konzerne besitzen. Darüber hinaus bieten kleinere und mittelständige Unternehmen aber den grossen Vorteil, dass Initiativen zur Verbesserung des CO2-Fussabdruckes schnell Resultate erzielen können. Zusammen mit den Mitarbeitern kann gemeinsam überlegt werden, wo Ressourcen eingespart werden können. Darüber hinaus können interne Mitarbeiter-Initiativen, z.B. für das Thema Recycling, benötigten Anstoss dafür geben, um eingefahrene Prozesse zu überdenken und diese zu verändern. Ein Beispiel für solch eine Aktion ist beispielsweise das Verschenken von wiederbefüllbaren Flaschen und Thermobechern an die Belegschaft mit der Bitte, dass zukünftig diese statt Plastikflaschen und Einmalbecher zur Arbeit mitgebracht werden sollten. Sind diese auch noch mit dem Branding des Unternehmens versehen, entsteht darüber hinaus ein Marketing-Effekt. Werden die Mitarbeiter aktiv in den Prozess eingebunden, entstehen darüber hinaus positive Effekte für die Mitarbeiterbindung, die auch beim Employee Branding bzw. Recruiting eingesetzt werden können. Am Schluss ist zu sagen, dass es überall in Schweizer Unternehmen Anknüpfpunkte gibt, um die Nachhaltigkeit zu verbessern. Wichtig ist vor allem, dass ein Bewusstsein für diese gesellschaftlichen Herausforderungen entsteht. 

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