Seit 2008 in der Cloud

Profitieren Sie von unserer Erfahrung mit wöchentlich neuen Fachbeiträgen, Tipps & Anleitungen, E-Books, Whitepapers und Webinaren zu Business Software-Themen, die Schweizer KMU beschäftigen.

Verwandeln Sie Ihren Fabrikladen in einen modernen E-Shop

[fa icon="calendar"] 05.06.19 08:00 / von David Lauchenauer

David Lauchenauer

verwandeln-sie-ihren-fabrikladen-in-einen-modernen-e-shopDas Angebot der weit über hundert Schweizer Fabrikläden reicht von Guetzlis über Feuerwerk bis zu Windeln und Zigarren. Viele Betriebe machen das nur so nebenbei für Privatkunden im lokalen Umfeld, dabei hätte das Geschäft durchaus noch Luft nach oben. Mit einem E-Shop kann der Fabrikladen ohne grossen Aufwand erweitert und neuen Abnehmern zugänglich gemacht werden. Was es dazu braucht, zeigt das folgende fiktive Beispiel. 


Mehr Geheimtipp als Goldgrube 

Jeden Freitagmittag, pünktlich um 13:30 Uhr, öffnet Rita Rüggli vom Kundendienst die Tür zum Fabrikladen. In dem kleinen Raum, der unter der Woche als Zwischenlager genutzt wird, werden eigene Produkte des Unternehmens zu günstigen Preisen an Private verkauft. Unter den Menschen in der Umgebung gilt der Laden als Geheimtipp, gibt es hier doch immer wieder auch richtige Schnäppchen. Die Ware wird gleich mitgenommen, bezahlt wird in bar. So richtig rentieren tut sich der Fabrikladen für das Unternehmen zwar nicht, aber der Geschäftsleitung reicht es, damit ein Zeichen der lokalen Verbundenheit zu setzen.  

 

«Da liegt deutlich mehr drin.» 

Die kürzlich neu ins Unternehmen eingetretene Marketingleiterin findet den kleinen Fabrikladen so sympathisch, dass sie diesen unbedingt vermehrt in die Kommunikation einbauen will. Gerade für Social Media bieten solche Locations immer wieder tolle Inhalte. Sie bespricht sich mit dem Vertriebsleiter und beide kommen zum Schluss: «Da liegt deutlich mehr drin.» Als sie vom CEO grünes Licht bekommen, den Fabrikladen zu einem modernen E-Shop auszubauen, machen sie sich begeistert an die Umsetzung. Eine Auflage gilt es dabei zu berücksichtigen: Der Aufwand muss sich in Grenzen halten. 

 

Integration ins ERP-System 

Als erstes stellt sich die Frage, wie man das Angebot ins Web bringt. Die Idee mit einer zusätzlichen Shop-Software findet der Finanzchef und nebenamtlicher IT-Leiter nicht so gut. Er habe schon genug um die Ohren, so sein Argument. Ausserdem wäre es sinnvoller, wenn Sortiment, Bestellungen und Zahlungen direkt ins bestehende Cloud-ERP-System integriert wären. Da fällt ihm ein, dass die ERP-Software über ein eigenes E-Commerce-Modul verfügt. Eine gute Idee, finden alle, denn damit entfallen redundante Daten oder Schnittstellen. Auch die Fragen zum Hosting ist damit beantwortet und alle relevanten Geschäftsprozesse in Marketing, Vertrieb, Finanzen und Logistik sowie alle dazugehörenden Belege sind aus einem Guss. 

 myfactory ERP aus der Cloud kostenlose Demo anfordern

Die Kunden begeistern 

Nachdem die technischen Grundlagen geklärt sind, geht es den beiden Shop-Initianten nun vor allem um die Kunden. Wenn schon, dann aber auch richtig, sind sich Marketingverantwortliche und Vertriebsleiter einig. Die Customer Experience ist ein wichtiges Element für den Erfolg. Das wissen beide aus eigener Erfahrung. Das Erscheinungsbild des Shops ist dabei nur die eine Seite der Medaille. Ebenso wichtig sind Funktionen wie Filter- und Auswahlmöglichkeiten, Gestaltung des Warenkorbs und des Bezahlvorgangs, smarte Produktdaten usw. Dank des integrierten ERP-Systems kann man aus dem Vollen schöpfen. Die Kundendaten lassen sich mit den bereits getätigten Bestellungen genauso anzeigen wie die Lagerbestände der jeweiligen Produkte. Und wenn ein Kunde etwas retourniert, hat man gleich alle Daten zur Verfügung.  

 

Erweiterbares Online-Angebot 

Während der Diskussion über die Darstellung der Produktangaben hat der Vertriebsleiter eine zündende Idee. Was wäre, fragt er seine Kollegin, wenn wir nicht nur unsere eigenen Produkte anbieten, sondern auch noch dazu passende Handelswaren? Diese Idee findet auch die Geschäftsleitung spannend. Mehrere Lieferanten haben ergänzende Artikel in ihren Sortimenten. Auf Anfrage werden die entsprechenden Produktdaten elektronisch zur Verfügung gestellt, so dass diese direkt ins ERP-/E-Shop-System eingelesen werden können. Künftige Bestellungen dieser Drittprodukte werden als Dropshipping direkt an den Lieferanten übermittelt, welcher diese dann in neutraler Verpackung an die Kunden verschickt.   

 

Der Fabrikladen hebt ab 

Ein halbes Jahr nach dem Go-live des E-Shops öffnet Rita Rüggli wie gewohnt freitags um 13:30 Uhr die Tür des Fabrikladens. Inzwischen ist sie zur Leiterin E-Commerce avanciert. Hier im Laden besteht ihr Sortiment aus knapp 80 Artikeln, aber draussen im Internet herrscht sie über ein Angebot von mehr als 8000 Produkten. Beliefert werden Kunden in der ganzen Schweiz. Aus finanzieller Sicht sei man auf Kurs, stellt der Geschäftsführer kürzlich zufrieden fest. Dank der Integration von ERP und E-Shop ist der Zusatzaufwand minimal; automatisierte Arbeitsabläufe machen es möglich. Der Fabrikladen ist am Abheben. Dabei ist nicht nur der Umsatz gestiegen, sondern auch der Bekanntheitsgrad des Unternehmens. 

Kategorien: ERP, Digitalisierung, eCommerce, Geschäftsprozesse

Über den Autor

David Lauchenauer

David Lauchenauer

David Lauchenauer (*1963) ist seit 1988 als Unternehmer im Bereich Business Software für KMU tätig. Seit 2008 ist er in der Schweiz Geschäftsführer und VR der myfactory Software Schweiz AG und startete 2009 mit myfactory das professionelle Cloud ERP für den Schweizer KMU-Markt, weshalb er über sehr umfassende Praxiserfahrungen mit Cloud-Computing verfügt. Seit 2016 ist David Lauchenauer auch Co-Geschäftsführer und Gesellschafter der myfactory International GmbH.

Das könnte Sie auch interessieren