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Supply Chain Management: Diesen Beitrag leistet das ERP

03.03.21 08:00 / von Sandra Bültermann, Autor

Sandra Bültermann, Autor

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Kaum ein Unternehmen produziert Waren vom Rohstoff bis zum fertigen Endprodukt selbst und übernimmt den Transport zum Abnehmer. Zu vielfältig sind heute die Anforderungen an Maschinen, Personal und Prozesse, und zu ineffizient wäre es, sich mit der gesamten Wertschöpfungskette selbst zu beschäftigen. Stattdessen fabrizieren Unternehmen im Verbund, was die Produktion schneller und kostengünstiger machtHier kommt das Supply Chain Management (SCM) ins Spiel. Ihm kommt die Aufgabe zu, alle Materialien, Finanzen und Informationen entlang der gesamten Lieferkette vom Lieferanten über den Hersteller bis zum Händler und Konsumenten zu überwachen, zu planen, zu steuern und zu optimierenJe komplexer die Abläufe werden und je mehr externe Geschäftspartner involviert sind, desto grösser das Risiko, dass es zu Unterbrechungen der Lieferkette kommt. Um lieferfähig zu bleiben, ist es für Fertigungsbetriebe essenziell, die gesamte Lieferkette vollständig im Blick zu haben. Warum moderne ERP-Systeme die ideale Grundlage für erfolgreiches SCM bilden, erfahren Sie in diesem Beitrag.  

Hohe Anforderungen an Unternehmens-IT 

Produzierende Unternehmen beziehen Materialien, Rohstoffe und Teilkomponenten von anderen Produzenten, greifen auf die Unterstützung von Dienstleistern zurück, arbeiten im Vertrieb eng mit Gross- und Einzelhändlern zusammen, beauftragen externe Logistikpartner mit der Auslieferung. Damit Ware möglichst schnell nach der Bestellung beim Händler oder Kunden ankommt, sind die Anforderungen an die IT des Unternehmens hoch. Beschaffungszeiten müssen berücksichtigt werden, während die Lieferfähigkeit hoch und zugleich die Lagermenge möglichst bedarfsgerecht ausgelegt sein soll. Um einen reibungslosen Ablauf von Produktion und Logistik zu gewährleisten, erfordern die Beziehungen zwischen den einzelnen Partnern eine enge Zusammenarbeit und einen intensiven Informationsaustausch. Dabei liegt es auf der Hand, dass bei jedem einzelnen Schritt gewaltige Mengen an Informationen anfallen und vielfältige Prozesse entstehen, die detailliert geplant werden müssen. Nur wenn alle Prozesse wie die Zähne eines Zahnrades ineinander greifen, können Fertigung und Auslieferung effizient und ohne Zeitverzögerung erfolgen. Moderneganzheitliche ERP-Systeme aus der Cloud unterstützen Unternehmen dabei, Prozesse zu verschlanken und zu automatisieren. Sie bilden die physische Seite des Warenflusses ab und speichern alle Informationen – von der Materialbeschaffung bis zur Warenauslieferung – in Echtzeit an zentralem Ort. 

Aufgaben des ERP-Systems im SCM 

Transparenz 

Die Basis für alle Aufgaben im ERP-System bilden ganzheitliche Echtzeitdaten. Diese sind u.a. zwingend notwendig, um Schwachstellen in der Lieferkette frühzeitig zu erkennenNur mit der transparenten Sicht auf Bestellungen, Verträge, Rechnungen und weitere Lieferantendaten können Betriebe Risiken identifizieren und potenzielle Probleme rechtzeitig abwenden. Um zu erkennen, wo genau die Probleme liegen, ist es entscheidend, dass sämtliche Informationen vom Finanzwesen über die Warenwirtschaft bis zur Logistik vorliegen.    

Planung und Nachfrage 

ERP-Systeme automatisieren verschiedene Prozesse entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Geht beispielsweise eine Bestellung ein, so generiert das System automatisch daraus einen Auftrag. Mit den Funktionen des ERPs lässt sich sicherstellen, dass die Produktionsrichtlinien der Nachfrage entsprechen, eine Just-in-time-Versorgung gesichert ist und Bestände entlang der Wertschöpfungskette abgebaut werden. Die verantwortlichen Mitarbeiter in der Planung sind in Echtzeit über verbrauchte Ressourcen und benötigte Kapazitäten im Bilde. Mit diesem Wissen können sie alle Schritte bis zur Lieferung exakt planen – und im besten Fall Prozesslaufzeiten sowie Lieferprozesse verkürzen. 

Beschaffung  

Mit Hilfe des ERP-Systems gelingt es, den Warenbestand sowie den Warenfluss vom Hersteller über das Lager bis zur Lieferung zu kontrollierenSämtliche Stationen der Lieferkette lassen sich durch die transparente Verwaltung von Beschaffung und Lieferung von Waren, Dienstleistungen und anderen Ressourcen effektiv managen. Um sicherzustellen, dass Rohstoffe und Materialien in ausreichender Menge für die Produktion zur Verfügung stehen, müssen Transportdauer, Auslastung der Lieferanten, Urlaubszeiten bei den Lieferanten, die vermutlichen Verkaufszahlen, die noch vorhandenen Lagermengen und saisonale Schwankungen berücksichtigt werden. Das ERP unterstützt Unternehmen, eine geringe Kapitalbindung sowie die Vermeidung von Rohstoffengpässe zu erreichen. Mit anderen Worten: Es sorgt dafür, dass Unternehmen immer den richtigen Bestand am richtigen Ort zum richtigen Zeitpunkt und zu den richtigen Kosten haben.  

Produktion 

Das integrierte PPS-Modul des ERP-Systems ist dafür konzipiert, Produktionsprozesse zu effizient wie möglich zu koordinierenModerne Lösungen können Durchlaufzeiten, Materialbedarf und Kapazitäten berechnen und diese mit den vorhandenen Kapazitäten abgleichen. Nach dem Start der Produktion werden sämtliche Datensätze für Maschinen- und Personalressourcen in Echtzeit erstellt und aktualisiert. Mit Hilfe des ERPs lassen sich sämtliche Ressourcen optimiert einsetzen sowie die Übereinstimmung von Produktionsplan und verfügbarer Ressourcen gewährleisten. Die bedarfssynchrone Produktion verhindert einerseits die Ansammlung von Ladenhütern, andererseits verkürzt sie die Cash-to-Cash-Zyklen. 

Versand 

Das ERP-System kann den Prozess der Disposition weitestgehend automatisieren. Damit lässt sich der rechtzeitige Versand sicherstellensodass Waren spätestens zum Fälligkeitsdatum ankommen. Alle erforderlichen Transportunterlagen werden vom ERP bereitgestelltAuch Rechnungen lassen sich im Anschluss automatisch erstellen und an den Kunden versenden.

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Kategorien: myfactory Software Schweiz AG, ERP, KMU, myfactory, digitale Transformation, Geschäftsprozesse, Vertrieb, Produktion, Supply Chain Management, Cloud ERP

Über den Autor

Sandra Bültermann, Autor

Sandra Bültermann, Autor

Sandra Bültermann (*1975) ist seit 1999 als Technische Redakteurin tätig. Als langjährige Mitarbeiterin bei Fachzeitschriften, Agenturen und Softwareunternehmen verfügt sie über umfassende Kenntnisse in den Bereichen IT, Kommunikation und Contentmanagement. Ihre Kernkompetenz liegt darin, komplexe, technische Themen verständlich und zielgruppenorientiert aufzubereiten.

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