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So verbinden Sie erfolgreich Logistik und E-Commerce

22.08.18 08:00 / von David Lauchenauer

David Lauchenauer

 Blog_Logistik_ECommerce

Der Erfolg der grossen Online-Anbieter beruht wesentlich auf effizienten Logistikprozessen. Die Behauptung, dass der Erfolg eines Online-Shops weitgehend von einer durchdachten Supply-Chain abhängt, ist durchaus berechtigt. Dabei geht es einerseits um ein grosses Sortiment an verfügbaren Produkten und andererseits um eine möglichst geringe Kapitalbindung durch Ware an Lager. Die Balance zu finden, ist und bleibt eine Herausforderung. Warum es dabei nicht ohne ERP geht, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Demand Management als Kernaufgabe

Wir alle kennen das: Endlich hat man im Webshop den passenden Artikel gefunden, kommt die Meldung «Artikel nicht verfügbar» oder «Lieferfrist 3 - 4 Wochen». Vielfach führt das zum Abbruch der Bestellung. Aus Sicht des Kunden sollte von jedem Artikel (und dessen Varianten) mindestens 1 Stück am Lager sein. Für einen Anbieter ein Ding der Unmöglichkeit, da bereits mittlere Online-Shops locker mal einige Tausend Produkte umfassen. Alle an Lager zu haben, würde nicht nur enormes Kapital binden, sondern auch grosse Lagerkapazitäten beanspruchen. Und wer kann schon voraussagen, ob ein Artikel überhaupt jemals verkauft wird? Hier kann ein ERP-System Abhilfe schaffen. Mittels Demand Management lässt sich beispielsweise der künftige Bedarf ermitteln. Die Basis bilden aktuelle Verbrauchswerte und die laufende Disposition aufgrund von Beständen und Abverkäufen. Mindestbestand, Sicherheits- und Höchstbestand sind dabei wichtige Parameter. Voraussetzung für die Bewältigung der Logistikherausforderungen ist eine professionelle Warendisposition, wie sie in modernen ERP-Systemen zu finden ist.
 

Logistikmethode als Erfolgsfaktor

Grundsätzlich ist es für den Betreiber eines Webshops wichtig, jederzeit über die aktuellen Bestände sowie über geplante Zu- und Abgänge Bescheid zu wissen. Dabei hilft eine klare Organisation des Lagers, Artikel schnell zu finden und zu kommissionieren. Wareneingang und Warenausgang müssen so strukturiert sein, dass die Lagertransaktionen effizient durchgeführt werden können. Ab einer gewissen Bestandsgrösse wird die Wahl einer geeigneten Logistikmethode zum wesentlichen Erfolgsfaktor. Gebräuchlich sind in der Praxis das Festplatzsystem und die chaotische Lagerhaltung. Wie es der Name sagt, wird beim Festplatzsystem der Lagerplatz jeweils einem Artikel zugeordnet, so dass jedes Produkt seinen fixen Platz hat. Das erleichtert zwar manuelle Einlagerungen und Entnahmen, hat aber auch den Nachteil, dass bei grösseren Mengen oder Artikelvarianten die Lagerkapazität nicht mehr optimal genutzt werden kann und sich die Kommissionierwege verlängern. Hier setzt die alternative Systematik der chaotischen Lagerhaltung an. Um das Chaos beliebiger Lagerplätze dennoch unter Kontrolle zu halten, wird das Lager in einem Warenwirtschaftssystem abgebildet. Dieses registriert, welche Artikel wo und in welcher Menge eingelagert sind bzw. schlägt geeignete Lagerplätze vor. Damit ergeben sich spannende Möglichkeiten zur Automatisierung.

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Gesamtlösungen sind klar im Vorteil

Das Zusammenspiel von Logistik und E-Commerce muss reibungslos klappen. Nur so lassen sich Online-Bestellungen effizient und kundenorientiert bewältigen. Je besser sich die beteiligten Systeme «verstehen», desto reibungsloser harmonieren die vor- und nachgelagerten Prozesse. Die Integration, welche eine ERP-Gesamtlösung bietet, ist ein enormer Wettbewerbsvorteil. Sie übertreffen die Möglichkeiten von einfachen Shop-Anwendungen bei weitem. Die Logistikfunktionen dort mögen einfachen Anforderungen genügen, komplexere Prozesse lassen sich damit kaum abbilden. Anders bei den integrierten ERP/E-Commerce-Systemen: Diese unterstützen die Lagerhaltung mit Funktionen wie Lagerplatzverwaltung, (teil)automatisierter Disposition, rechtssicheren Inventurverfahren oder umfassendem Reporting. Kundenbestellungen im Webshop können ohne Medienbruch oder Schnittstelle in der Auftragsbearbeitung und der Finanzbuchhaltung weiterverarbeitet werden. Die Bestände sind jederzeit aktuell, dank der direkten Verbindung von Einkauf, Lieferantenbestellungen, Wareneingang und Einlagerung bzw. Versand oder direktem Dropshipping. Die Vorteile einer solchen Gesamtlösung liegen auf der Hand. Sämtliche Daten stehen in beiden «Welten» jederzeit aktuell zur Verfügung. Lagerbestände lassen sich in Echtzeit abbilden und sind auch für die Online-Kunden ersichtlich, Bestellungen im Webshop haben ohne Zeitverzögerung direkten Einfluss auf den Warenbestand. Hinzu kommt, dass auch komplexe Funktionen online zur Verfügung stehen, wie z.B. die Berechnung von kundenspezifischen Staffelpreisen, unterschiedliche Währungen oder ein Produkt-Konfigurator. Fazit: Wer auf smarte Logistikprozesse im E-Commerce setzt, sollte unbedingt die Möglichkeiten einer ERP-Systems mit integriertem Webshop prüfen.

 

Kategorien: Cloud, ERP, Digitalisierung, eCommerce, Webshop

Über den Autor

David Lauchenauer

David Lauchenauer

David Lauchenauer (*1963) ist seit 1988 als Unternehmer im Bereich Business Software für KMU tätig. Seit 2008 ist er in der Schweiz Geschäftsführer und VR der myfactory Software Schweiz AG und startete 2009 mit myfactory das professionelle Cloud ERP für den Schweizer KMU-Markt, weshalb er über sehr umfassende Praxiserfahrungen mit Cloud-Computing verfügt. Seit 2016 ist David Lauchenauer auch Co-Geschäftsführer und Gesellschafter der myfactory International GmbH.

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