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So unterstützt das ERP Ihr Qualitätsmanagement

14.02.18 09:30 / von David Lauchenauer

David Lauchenauer

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Es sind nicht nur die verschärfte Gesetzgebung, auch Konsumenten werden immer kritischer in Bezug auf Herkunft und Inhalte von Produkten. Unternehmen der Fertigungs- und Prozessindustrie sind auf ein Rückverfolgbarkeit, Lot- und Chargenverwaltung sowie ein professionelles Qualitätsmanagement angewiesen. Ein ERP-System bildet alle betrieblichen Prozesse eines Unternehmens ab und stellt damit eine integrierte Datenbasis zur Verfügung. Ideale Voraussetzungen also für ein durchgängiges Qualitätsmanagement.

Durchgängige Daten vom Wareneingang bis in die Produktion

Der Wettbewerbsdruck aufgrund des globalen Wettbewerbs ist für Industrieunternehmen enorm. Sie sind gefordert, Produktions- und Betriebskosten zu reduzieren und gleichzeitig die Qualität zu steigern. Die Folge davon ist die Notwendigkeit einer permanenten Prozessoptimierung und – in den letzten Jahren zunehmend – die Nutzung digitaler Tools. Dabei bieten ERP-Systems massgebliche Unterstützung. Sie stellen sicher, dass Informationen jederzeit und überall abgerufen werden können. Bereits beim Wareneingang können entsprechende Chargendaten erfasst werden. Auch bei der Bereitstellung von Rohstoffen oder Halbfabrikaten werden diese Informationen dokumentiert und ergeben zusammen mit den bei der Herstellung anfallenden Daten ein genaues Bild des fertigen Produktes.
 

Optimierung und Unterstützung des Logistikmanagements

Extrem kurze Lieferfristen machen Unternehmen zunehmend zu schaffen. Die Kunden wollen die von ihnen bestellten Produkte am liebsten noch am gleichen Tag geliefert bekommen. Nebst Qualität und Wirtschaftlichkeit bestimmt auch die Schnelligkeit der Logistikprozesse zu einem grossen Teil den Erfolg eines Unternehmens. Dabei kann das ERP helfen:

  • Informationen über die Lagerbestände
  • Lückenlose Rückverfolgung der Chargen
  • Verwaltung effizienter Lagerstrukturen
  • Unterstützung optimaler Ein- und Auslagerungsstrategien
  • Optimierung der Reihenfolge durch frei festlegbare Kommissionierung
  • Optimierung der Entnahmefolge
  • Steuerung von Nachschub sowie von Puffern für die Produktionsmaterialien
  • Anbindung an Systemen von Transporteuren

Qualität und Sicherheit mittels Chargen- und Serienverwaltung

Ohne Zweifel, die Verwaltung von Chargen ist ein komplexes Thema. Dennoch lohnt sich der Aufwand, denn nur mit einer umfangreichen Chargenverwaltung ist jederzeit eine Rückverfolgung gewährleistet. Dazu ist eine durchgängige Erfassung entsprechender Daten in allen Prozessabschnitten, welche den Zustand des Produkts verändern, unabdingbar. Wann wurde welcher Artikel verwendet, verändert, geliefert? Die Antworten kennt das ERP-System. Es ist in der Lage, in sämtlichen Prozessen Daten zu erfassen und an den nächsten Prozessschritt weiterzugeben. Doch nicht nur das: Es kann im Bedarfsfall – Stichwort Rückverfolgbarkeit – sofort die involvierten Produkte identifizieren.

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Automatische Dokumentation von Qualitätszeugnissen

Moderne ERP-Systems sind in der Lage, Daten aus der Produktion automatisch der jeweiligen Charge zu hinterlegen. Die Qualitätsprüfzeugnisse beziehen sich dabei auf die jeweiligen Chargenklassifizierungen. Sobald beim Wareneingang zum Beispiel ein Produkt als zeugnispflichtig gekennzeichnet wurde, muss der Wareneingang bestätigen, dass das Qualitätszeugnis für den Wareneingang oder für die Bestellung tatsächlich eingegangen ist. Beim späteren Versand werden dann die Qualitätszeugnisse automatisch zu den Lieferpositionen ausgestellt. Zeugnisse können aber auch chargen- oder lieferabhängig selbst abgerufen werden.

 

Vielfältige Unterstützung durch das ERP-System

Serien- und Chargennummern, Produktversionen und Herstell- sowie Verfalldaten müssen auf verschiedenen Eben erfasst und hinterlegt werden können. Doch das ist nicht das einzige Merkmal, das ein ERP-System unterstützen muss. Eine gute Rückverfolgbarkeit, eine optimale Reklamationsabwicklung und die Einhaltung aller übrigen marktrelevanten Compliance-Anforderungen spielen eine ebenso grosse Rolle. Um den Ansprüchen eines professionellen Qualitätsmanagements zu genügen, muss das ERP-System aber auch diverse regulatorische Bestimmungen erfüllen können. Sollte es einmal erforderlich sein, muss eine Rückrufaktion schnell und ohne eine manuelle Recherche in Lieferpapieren abgewickelt werden können. Es versteht sich fast von selbst, dass dabei alle Auswertungen inklusive der Reportgestaltung so flexibel sein müssen, dass sie den Bedürfnissen aller beteiligten Parteien entsprechen müssen.

 

System auf die Qualitätsanforderungen abstimmen

Produktspezifikationen können mithilfe eines ERP-Systems erstellt, verwaltet, gedruckt und archiviert werden. Hierfür verwaltet das ERP-System bereits im Artikelstamm alle erforderlichen Daten, die dann später in die Produktspezifikation übernommen werden können bzw. bei der Herstellung zum Tragen kommen. Das ERP ermöglicht eine flexible Zuordnung und Gliederung der jeweiligen Spezifikationen zu den Produkten. Beim Einrichten des Systems ist es sinnvoll, die Parametrierung auf die Kundenbedürfnisse abzustimmen. Nur dann bietet das ERP eine umfassende Unterstützung des Qualitätsmanagements und kann den Verwaltungsaufwand signifikant reduzieren.

 

Kategorien: Allgemein, Cloud, ERP, qualitätsmanagement

Über den Autor

David Lauchenauer

David Lauchenauer

David Lauchenauer (*1963) ist seit 1988 als Unternehmer im Bereich Business Software für KMU tätig. Seit 2008 ist er in der Schweiz Geschäftsführer und VR der myfactory Software Schweiz AG und startete 2009 mit myfactory das professionelle Cloud ERP für den Schweizer KMU-Markt, weshalb er über sehr umfassende Praxiserfahrungen mit Cloud-Computing verfügt. Seit 2016 ist David Lauchenauer auch Co-Geschäftsführer und Gesellschafter der myfactory International GmbH.

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