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So positionieren Sie Ihren Onlineshop richtig

28.10.20 08:00 / von David Lauchenauer

David Lauchenauer

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Der E-Commerce boomt in der Schweiz nachhaltig. Führende Plattformen wie Zalando, Digitec und Amazon sind die Platzhirsche, an denen sich alle anderen Onlineshops messen lassen müssen. Dabei wachsen aber nicht nur die grossen Plattformen, der Gesamtmarkt ist kontinuierlich im Aufwind. Für das Jahr 2020 wird laut dem Statistikdienst Statista ein Gesamtumsatz von 16 Milliarden CHF prognostiziert, der durch die besonderen sozio-ökonomischen Umstände massgeblich angetrieben wird. Trotz des starken Wachstums ist aber festzustellen, dass digital getätigte Umsätze erst neun Prozent des Gesamtmarktes ausmachen. Es ist also noch Wachstumspotenzial vorhanden, weswegen jedes Unternehmen sich mit dem E-Commerce aktiv auseinandersetzen sollte. Eine der einfachsten Möglichkeiten dafür ist der Betrieb eines Onlineshops. Doch dieser muss im Marketing korrekt beworben werden, damit die Bemühungen Früchte tragen. Der folgende Beitrag gibt Ihnen daher Impulse, wie Sie Ihren Onlineshop richtig positionieren können, um aus der Masse des Angebotes herausstechen zu können. 

Spezialisierung oder Generalist: Bestimmen Sie die Grundausrichtung 

Um mit Ihrem Onlineshop die richtige Käuferschaft anzusprechen, muss diese klar verstehen, welche Produkte Sie in Ihrem Onlineshop verkaufen. Je genereller Ihr Produkt-Angebot dabei aufgestellt ist, umso herausfordernder ist es, Ihre Alleinstellungsmerkmale herauszustellen. Je spezialisierter bzw. spitzer Ihr E-Shop hinsichtlich der Produkte aufgestellt ist, umso eher können Sie einen Expertenstatus rund um dieses Produktsegment vermarkten. Beispielsweise ist ein Onlineshop rund um das Thema Wandern deutlich breiter aufgestellt als ein spezialisierter Nischen-Shop, der sich nur hochwertigen Wanderstöcken für das alpine Gelände widmet. Je spitzer das Produkt-Portfolio ausfällt, umso eher lässt sich eine Marke aufbauen. Besteht jedoch bereits eine starke Marke aus dem analogen Geschäftsleben, welche mit einer generellen Branche verbunden wird, ist es sinnvoll, dass diese auch auf einem generellen Onlineshop übertragen wird.  

Das vorhandene Produkt-Sortiment sollte bei der Überlegung, ob ein Onlineshop mit breiter Themenabdeckung oder Nischen-Shops eingesetzt werden, keine Überlegung spielen. Denn mit der richtigen ERP-Software, die über eine vollständige E-Shop-Integration verfügt, lassen sich beliebig viele Onlineshops aus einer Warenwirtschaft heraus bedienen. Es können mehrere Marken aus einem Produktportfolio heraus aufgebaut und gepflegt werden. Die Marke sollte dabei aber nicht das einzige Mittel zur Positionierung darstellen, sie ist aber von zentraler Bedeutung für den Erfolg des E-Shops. 

 

Vertikale Skalierung in der Produkttiefe 

Um sich von grossen Plattformen, die generell eine solide Marktabdeckung besitzen, absetzen zu können, ist es empfehlenswert eine vertikale Skalierung in der Produkttiefe und -vielfalt anzustreben. Dazu gehören vor allem besondere Grössen bzw. Masse, zusätzliche Farben, viele Hersteller und Individualisierungsmöglichkeiten. Ein umfangreiches Produkt-Portfolio unterstützt den Markenaufbau um den Expertenstatus, sodass Mundpropaganda als zusätzliches Marketingwerkzeug fungiert. Zwar ist das Produktsortiment in Zügen auch bei den Marktbegleitern vorhanden, wer aber auf das Produkt-Sourcing bzw. -Scouting sein Augenmerk legt, positioniert sich schnell als Spezialist rund um den Themenbereich. Die Herausforderung liegt hier aber vor allem im Aufbau und der Pflege der Supply Chain sowie in der Aktualität des Produktsortimentes. Eine doppelte Pflege von Preisinformationen in der Warenwirtschaft und im Onlineshop ist praktisch nicht möglich. Schnittstellen sind wartungsintensiv und fehleranfällig, sodass sichergestellt sein muss, dass der Austausch von Warenwirtschaft und E-Shop wirklich belastbar funktioniert. Daher greifen viele Onlineshops auf ein voll integriertes IT-System wie ein Cloud ERP zurück, um den Shop abzubilden.

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Besonderes Augenmerk auf den Service bei der Positionierung 

Eine Marke lebt nicht nur vom Produktsortiment; im Internet werden zusätzliche Service-Elemente immer relevanter. Grosse Plattformen bieten beispielsweise eine grosse Produktauswahl, die jeweiligen Produkttexte und zusätzlichen Informationen sind jedoch oftmals nicht ausreichend. Hier bietet sich für einen spezialisierten Onlineshop zahlreiche Möglichkeiten, um mit besseren Inhalten die Käufer von den Produkten zu überzeugen. Detaillierte Produktbeschreibungen und Tests bieten beispielsweise die Möglichkeit, durch die organische Suche gefunden zu werden. Videos können zusätzlich zeigen, wie Produkte optimal eingesetzt und dazu über die sozialen Medien verbreitet werden. Ergänzen Sie die Produkt-Darstellung um smarte ProduktdatenBieten Sie mit zusätzlichen Filtern und Konfiguratoren die Möglichkeit, dass sich Käufer schnell zurechtfinden. Digitale Einkaufsberater lassen sich zu jedem beliebigen Themengebiet entwickeln, die die Interessenten schneller zu Käufern konvertieren. Darüber hinaus sollte sichergestellt sein, dass alle Informationen zum Lieferstatus korrekt im Onlineshop dargestellt werden. Eine vollständige Integration ins ERP-System sorgt dafür, dass die Lagerverfügbarkeiten direkt in Echtzeit angezeigt werden können. So tritt kein Frust beim Käufer auf, wenn eine Ware vergriffen sein sollte. Zuletzt sollten Sie sicherstellen, dass Ihr Kundenservice professionell, kulant und proaktiv arbeitet, um ein optimales Einkaufserlebnis zu bieten. Das alles sind zusätzliche Angebote, die viele grosse Plattformen nicht oder nur eingeschränkt bieten. 

 

Beziehen Sie Ihre Buyer Personas ein 

Ihr Onlineshop wird nur dann erfolgreich, wenn er Ihre potenziellen Kunden optimal anspricht und deren Erwartungen erfüllt. Stilisierte Wunschkunden, sogenannte Buyer Personas, helfen dabei, die Zielgruppe besser kennenzulernen und sie genau dort abzuholen, wo diese anzutreffen sind. Ist Ihre Käuferschaft zum Beispiel internetaffin und verbringt viel Zeit auf YouTube, so sollten Sie dort mit Inhalten präsent sein. Kommuniziert Ihre Zielgruppe vornehmlich auf Facebook, gilt es dort mit dem Kundenservice und einer Fanpage ebenfalls aktiv zu sein. Beziehen Sie darüber hinaus Ihre Kunden durch Fragen zum Produktsortiment, zur Marke oder dem Service aktiv ein. Von Ihren Kunden werden Sie Ihr wertvollstes Feedback erhalten, um Ihren Onlineshop weiter zu stärken. Gleichzeitig sind entsprechende Feedback-Fragen eine gute Möglichkeit zur Kundenbindung, indem eine Teilnahme beispielsweise durch Rabatt-Codes oder Gutscheine unterstützt wird. Zuletzt wird ein Käufer, dessen Feedback aufgegriffen wurde, ein treuer Kunde in Ihrem Shop bleiben und dies weitererzählen. So positionieren Sie Ihren Onlineshop genau dort, wo Sie dies möchten: im Zentrum der Kundeninteressen.

Kategorien: Cloud, ERP, KMU, Datenschnittstelle, myfactory, Cloud Computing, Daten

Über den Autor

David Lauchenauer

David Lauchenauer

David Lauchenauer (*1963) ist seit 1988 als Unternehmer im Bereich Business Software für KMU tätig. Seit 2008 ist er in der Schweiz Geschäftsführer und VR der myfactory Software Schweiz AG und startete 2009 mit myfactory das professionelle Cloud ERP für den Schweizer KMU-Markt, weshalb er über sehr umfassende Praxiserfahrungen mit Cloud-Computing verfügt. Seit 2016 ist David Lauchenauer auch Co-Geschäftsführer und Gesellschafter der myfactory International GmbH.

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