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Smartphone als Unternehmens-Cockpit

[fa icon="calendar"] 17.06.16 11:17 / von David Lauchenauer

David Lauchenauer

Privat Flugzeug mit Cockpit als Symbol für ein Unternehmens-Cockpit

Kennzahlen lassen auf einen Blick erkennen, wie sich das Unternehmen entwickelt und im Branchenvergleich dasteht. Sie sind die zuverlässige Basis zur Steuerung eines Unternehmens. Werden zum Beispiel die vorgegebenen Soll-Zahlen erfüllt? Das setzt allerdings voraus, dass die Indikatoren kontinuierlich berechnet werden – im Idealfall in einem automatisierten und standardisierten Prozess, wie beispielsweise mit einem Unternehmens-Cockpit.

Was ist ein Kennzahlen-Cockpit?

Piloten und Entscheider haben mehrere Dinge gemeinsam: Sie halten das Steuer in der Hand, tragen grosse Verantwortung und verfügen über ein Cockpit mit allen relevanten Kontrollelementen. Das Unternehmens-Cockpit zeigt übersichtlich die wichtigsten Kennzahlen eines Unternehmens auf einen Blick an. Mithilfe dieser Informationen kann eine Führungskraft eine Bruchlandung verhindern, wenn wirtschaftliche Turbulenzen entstehen.

Sind Zahlen visuell dargestellt, sind sie auch noch viel leichter verständlich. Ein perfektes Dashboard erfüllt daher folgende Aufgaben:

  • es zeigt alle relevanten Zahlen und Informationen auf einen Blick an
  • spart unwichtige Details aus
  • macht mit Diagrammen und Grafiken die jeweilige Entwicklung über einen längeren Zeitraum sichtbar
  • werden kritische Schwellwerte überschritten oder unterschritten, schlägt eine Meldung Alarm
  • die Angabe der Zahlen erfolgt in Echtzeit, sodass eine effektive und schnelle Entscheidung möglich ist
  • dank Cloud-ERP ist auch von unterwegs ein orts- und zeitunabhängiger Zugriff möglich

Welche Kennzahlen sollte ein Unternehmens Cockpit anzeigen?

Eigenkapitalquote – Wie viel Kapital wird nicht durch Fremdkapital finanziert?

Die Eigenkapitalquote ist ein Indikator, der prozentual angibt, wieviel des Gesamtkapitals nicht durch fremdes Kapital finanziert ist. Sie ist ein wichtiger Faktor für die Berechnung der Bonität durch Banken.

Working Capital – Angabe der Liquidität des Unternehmens

Das Working Capital ist die Differenz aus Umlaufvermögen und kurzfristigen Verbindlichkeiten. Eine Faustregel sagt, dass mindestens 55 Prozent der Bilanzsumme aus liquiden Mitteln bestehen sollte. Durch Reduzierung der Aussenstände, Senkung der Vorräte oder dem Aushandeln langfristiger Zahlungsziele bei Lieferanten kann diese Zahl optimiert werden.

Auftragsquote – Verhältnis zwischen erstellten Angeboten und erhaltenen Aufträgen

Werden viele Angebote abgegeben, aber nur selten ein Zuschlag erteilt, stimmt etwas nicht. Entweder ist das Angebot zu teuer oder die Auftragsausschreibungen werden missverstanden.

Kapazitätsauslastung – Auftragslage des Unternehmens

Je höher der Wert der Kapazitätsauslastung liegt, desto besser ist die Auftragslage des Unternehmens. Liegt hier der Wert unter der Zahl 1, sollte abgeschätzt werden, ob und in welchem Umfang noch neue Aufträge angenommen werden können.

Rohertrag – bestimmt die Handelsspanne

Anhand des Rohertrags wird deutlich, welchen starken Einfluss schwankende Einkaufspreise unter anderem auf den Unternehmensgewinn haben. Der Wert wird auch beeinflusst vom Skonto Abzug der Kunden und des Unternehmens.

Wertschöpfung je Mitarbeiter – Wie produktiv sind die Arbeitnehmer?

Dieser Wert gibt die durchschnittliche Produktivität der Mitarbeiter an. Mögliche Einflussfaktoren sind Preiserhöhungen, Rationalisierungsmassnahmen und die Qualifikation der Angestellten.

Cashflow – Wie steht das Unternehmen da?

Der Cashflow gibt die Höhe des Überschusses an, wenn sämtliche Ausgaben von den jeweiligen Einnahmen abgezogen werden. Ist diese Kennzahl positiv, belegt es, dass das Unternehmen den Verbindlichkeiten nachkommen kann.

Umsatzrentabilität – Ertragsstärke des Unternehmens

Zehn Prozent bedeuten, dass jeder Franken Umsatz einen Gewinn von zehn Rappen einbringt. Steigt dieser Wert bei konstanten Verkaufspreisen, so ist dies ein Beleg für eine zunehmende Produktivität.

Gesamtkapitalrendite – Verzinsung der Geldbestände

Die Gesamtkapitalrendite gibt die Verzinsung der Geldbestände im Unternehmen an, inklusive dem Fremdkapital. Sinkt dieser Wert, sind oftmals zu hohe Lagerbestände oder Forderungen die Ursache.

Wofür sind ein Unternehmenscockpit sowie die Kennzahlen nützlich?

Manager und Entscheider benötigen Kennzahlen, um das Geschehen in einem Unternehmen abzubilden. Tag für Tag ereignen sich selbst in kleinen KMU viele Tausend unterschiedliche Geschäftsvorfälle:

  • ein Angestellter meldet sich krank
  • im Arbeitsplan wird die Vorgabenzeit korrigiert
  • ein Kunde bezahlt seine Rechnung
  • neue Ware trifft ein
  • die Lohnabrechnungen werden erstellt
  • und noch vieles mehr

Diese nur willkürlich vorgenommene Auswahl zeigt, wie breit das Spektrum von Geschäftsvorfällen sein kann. Die meisten sind selbstverständlich und werden kaum noch wahrgenommen. Andere Vorfälle hingegen haben eine grosse strategische Bedeutung und sind somit entscheidend für den Erfolg sowie die Zukunft des Unternehmens. Um einen Überblick über diese Geschäftsvorfälle zu erhalten, wurde ein mehr oder weniger komplexes System von Kennzahlen entwickelt, die die vorgenannten Geschäftsvorfälle abbilden und für den Entscheider sichtbar machen. Hierbei werden viele einzelne Vorgänge zu einer einzigen Zahl zusammengefasst, wodurch Führungskräfte ein komprimiertes Bild vermittelt bekommen, was im Unternehmen passiert. Durch Kennzahlen können Manager immer dann eingreifen und entgegensteuern, wenn sie der Meinung sind, dass sich das Unternehmen zu stark vom Ziel abwendet.

Kennzahlen berichten über einen Sachverhalt, der zahlenmässig erfassbar ist. Die enthaltenen Werte sind hoch verdichtete Grössen, die als absolute Zahlen oder als Verhältniszahlen in konzentrierter Form vorliegen. Dabei handelt es sich um Informationen in numerischer Form, die die wirtschaftlichen Prozesse sowie Entwicklungen eines Unternehmens beschreiben und bestimmen. Zudem dienen sie als Grundlage für Entscheidungen und sind Teil eines Regelkreises, der die Aktivitäten des Unternehmens steuert.

Das Problem: auch heute noch werden viele Kennzahlen aufwendig manuell erfasst und erhoben, obwohl vielen Entscheidern weder ihr Zweck noch ihre Bedeutung bekannt ist – eigentlich werden sie gar nicht benötigt. Daher ist es erforderlich, dass diese Kennzahlen im Dashboard an dem individuellen Bedarf und an den Zielen des Unternehmens angepasst werden. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass die Erhebung und Aufbereitung fortlaufend aufeinander abgestimmt wird – das sogenannte Kennzahlen Management.

Wie unterstützt ein Smartphone diese Funktionen?

In Zeiten der Digitalisierung und der Cloud übernimmt eine entsprechende ERP Cloud Software diese Aufgaben für das Unternehmen. Ein ERP System errechnet die wichtigsten Kennzahlen eines Unternehmens, erstellt Prognosen und Budgets sowie individuelle Auswertungen. Die Software kann nicht nur vom Desktop-PC, sondern dank Cloud auch mit dem Tablet, dem Smartphone oder anderen browserbasierten Endgeräten genutzt werden. Der grosse Vorteil: die Dashboards oder Unternehmens-Cockpits lassen sich auch mit mehreren Mitarbeitern teilen und bearbeiten.

 

Unternehmens-Dashboards bereiten alle erfolgskritischen Daten in Echtzeit auf und stellen sie visuell ansprechend dar. Auf einem Smartphone können Entscheider so auch von unterwegs jederzeit auf einen Blick erkennen, ob ihre Strategie zum richtigen Ziel führt. Der Key-Performance-Indicator (KPI) ist ein Messindikator, der den Erfüllungsgrad der Ziele angibt. Egal ob es sich dabei um ein Nutzerwachstum bei Firmenneugründungen, um eine Social Media Interaktion in einem Marketingunternehmen oder um Umsätze bei einem Onlineshop handelt: kein Unternehmen kommt heutzutage ohne kontinuierliches Monitoring der Kennzahlen aus. Anstatt sich auf eine zeitintensive Kontrolle durch Angestellte, Reportings in Papierform, die die Umwelt belasten, oder auf zeitintensiv erstellte Excel Tabellen zu verlassen, wird dieser Prozess deutlich effizienter und anschaulicher mit einem virtuellen Dashboard auf dem Smartphone umgesetzt – zu jeder Zeit und von jedem Ort der Welt. Werden auch Sie ein echter Unternehmens-Pilot.

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Kategorien: Allgemein, Smartphone, Administration, Cloud, ERP, CRM, KMU

Über den Autor

David Lauchenauer

David Lauchenauer

David Lauchenauer (*1963) ist seit 1988 als Unternehmer im Bereich Business Software für KMU tätig. Seit 2008 ist er in der Schweiz Geschäftsführer und VR der myfactory Software Schweiz AG und startete 2009 mit myfactory das professionelle Cloud ERP für den Schweizer KMU-Markt, weshalb er über sehr umfassende Praxiserfahrungen mit Cloud-Computing verfügt. Seit 2016 ist David Lauchenauer auch Co-Geschäftsführer und Gesellschafter der myfactory International GmbH.

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