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Sichere Daten in der Cloud – warum eigentlich?

18.09.19 08:00 / von David Lauchenauer

David Lauchenauer

sichere-daten-in-der-cloud-warum-eigentlichWebbasierte Services so weit das Auge reicht. Immer mehr Unternehmen nutzen die Cloud in der einen oder anderen Form. Gründe dafür gibt es viele. Ganz oben auf der Liste steht die Sicherheit der Daten. Eigentlich erstaunlich, denn über viele Jahre wurde genau dieser Aspekt kritisiert. Doch das Blatt hat sich gewendet. Viele Anwender trauen inzwischen den Sicherheitsstandards in der Wolke mehr als ihren eigenen Vorkehrungen. Warum dies so ist, erfahren Sie in diesem Beitrag. 

Rechenzentren als zertifizierte Schutzbunker der Digitalisierung 

Rund um die Uhr Daten verfügbar machen und schützen, so lautet der Auftrag moderner Rechenzentren. Um diese Aufgaben zu erfüllen, braucht es eine leistungsfähige Infrastruktur und hohe Sicherheitsmassnahmen. Nur so kann die Sicherheit von Cloud-Anwendungen gewährleistet werden. Mittels baulichen Vorkehrungen wie Zutrittskontrollen, Alarmanlagen, Schleusen, Sicherheitspersonal, Überwachungskameras usw. wird dafür gesorgt, dass keine unberechtigten Personen eindringen können. Gegen Naturgewalten wie Erdbeben oder Überschwemmungen, aber auch gegen technische Störungen aufgrund von Stromausfällen, Bränden, Wassereinbruch usw. sind nicht nur bautechnische Massnahmen vorgesehen, sondern auch geografisch getrennte Standorte mit identischen Datenständen. Wortwörtlich umgeben dicke Mauern die Cloud und machen Rechenzentren zu zertifizierten Schutzbunkern der Digitalisierung. Regelmässige Audits von unabhängigen Stellen sorgen dafür, dass Sicherheitsanforderungen nachweislich erfüllt werden. Welcher Serverraum in einem KMU kann das von sich behaupten, geschweige denn auf diesem Sicherheitslevel mithalten? 

 

Wirksame Sicherheitsmassnahmen gegen Cyber-Angriffe 

Die Welt ist schlecht. Zu dieser Meinung könnte man gelangen, wenn man mitverfolgt, welche kriminelle Energie die Digitalisierung freisetzt. Rund um die Uhr versuchen Viren, Würmer und Trojaner in unsere digitalen Geräte einzudringen. Die Folgen sind verheerend und können ganze Betriebe von einer Sekunde auf die andere lahmlegen. Auch dort, wo die Cloud zu Hause ist, im Rechenzentrum, besteht diese Gefahr. Im Unterschied zu lokalen On-Premise-Installationen sind hier jedoch Tag und Nacht leistungsfähige Abwehrsysteme und qualifizierte Security-Experten im Einsatz. Der Aufwand ist nötig, um Cyber-Angriffe rasch und wirksam zu unterbinden. Gerade beim Schutz geschäftskritischer Daten reichen heute eine Firewall und ein Antivirenprogramm längst nicht mehr aus. Raffinierte Angriffe, wie z.B. Advanced Persistent Threats, bestehen aus mehreren Phasen und können unbemerkt grossen Schaden anrichten. Wenn Sie entdeckt werden, ist es meist schon zu spät. Inzwischen gibt es professionelle Software, welche solche Bedrohungen frühzeitig aufspüren können. Für eine gezielte Anwendung braucht es jedoch auch das entsprechende Fachwissen, wie es in Rechenzentren zur Verfügung steht. 

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Bessere Einhaltung gesetzlicher Datenschutzanforderungen 

Die Datenschutzrichtlinien und -verordnungen in der EU, aber auch in der Schweiz haben eine verbindliche GesetzesgrundlageVerstösse sind keine Kavaliersdelikte, sondern können schwerwiegende Folgen haben. Die Verschärfung der Rahmenbedingungen hat nicht zuletzt auch dazu geführt, dass sich immer mehr Unternehmen dazu übergehendie Datenspeicherung in professionelle Hände zu geben. Das Risiko und der Aufwand für den Betrieb einer eigenen, sicheren Infrastruktur sind vielfach zu hoch. Unternehmen sind nämlich verpflichtet, Daten und Systeme durch organisatorische und technische Mechanismen zu schützen. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die verlangte Transparenz hinsichtlich Datenspeicherung und -verarbeitung. Cloud-Anwendungen bieten in dieser Hinsicht zweierlei Vorteile: Einerseits vereinfachen Sie die IT-Infrastruktur, d.h. Anwender behalten eher die Übersicht, welche Cloud-Dienste sie abonniert haben. Zweitens sind die meisten webbasierten Anwendungen auf die Einhaltung von Datenschutzgesetzen ausgerichtet und bieten entsprechende Funktionen. 

 

Kontrollierbare Nutzung auch im mobilen Betrieb 

Die Cloud ist per se mobil, kann also Daten jederzeit und überall zur Verfügung stellen. Eine separate Datenübertragung bzw. -synchronisation ist nicht nötig. Das ist ein wichtiger, ja sogar entscheidendes Kriterium, wenn es um die Realisierung von neuen, flexiblen Arbeitsformen geht. Aber auch die Umsetzung von agilen Unternehmensstrukturen oder mobilen Verkaufspunkten, bei der Eröffnung von Zweigstellen oder interoperablen Prozessen mit Lieferanten und Kunden spielt die dezentrale Nutzung von zentralen Daten eine wichtige Rolle. Die Verwendung entsprechender Cloud-Dienste lässt sich jederzeit kontrollieren. Geht beispielsweise ein mobiles Geräte verloren, kann der Administrator sofort den Zugang sperren. Da keine lokalen Daten gespeichert wurden, verringert sich das Sicherheitsrisiko deutlich. 

Kategorien: Cloud, Digitalisierung, digitale Transformation, Geschäftsprozesse

Über den Autor

David Lauchenauer

David Lauchenauer

David Lauchenauer (*1963) ist seit 1988 als Unternehmer im Bereich Business Software für KMU tätig. Seit 2008 ist er in der Schweiz Geschäftsführer und VR der myfactory Software Schweiz AG und startete 2009 mit myfactory das professionelle Cloud ERP für den Schweizer KMU-Markt, weshalb er über sehr umfassende Praxiserfahrungen mit Cloud-Computing verfügt. Seit 2016 ist David Lauchenauer auch Co-Geschäftsführer und Gesellschafter der myfactory International GmbH.

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