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Peppige Pop-up Stores mit dem Cloud-ERP

[fa icon="calendar"] 22.05.19 08:00 / von David Lauchenauer

David Lauchenauer

 pop-up-stores

Wer angelt, geht dorthin, wo sich die meisten Fische tummeln. Wer Kunden angeln will, macht dies mit Vorteil dort, wo das grösste Potenzial ist. Zum Beispiel mit Pop-up Stores, Verkaufsflächen von kurzer Dauer, aber mit hoher Kundenfrequenz wie z.B. Bahnhofshallen, Einkaufspassagen oder Sportanlässe. Hier gilt es, die Passanten zu begeistern und Improvisationsgeschick zu beweisen. Wie das Cloud-ERP dazu beiträgt, dass die digitale Prozessunterstützung trotzdem zuverlässig funktioniert, erfahren Sie in diesem Beitrag. 

Auffallen, überraschen und begeistern 

Mitten im Bahnhof teilt eine kleine Insel die morgendlichen Pendlermassen. Über Nacht hat sich hier ein Reisebüro eingenistet und lockert das hastige Treiben mit Sonnenschirmen und Liegestühlen auf. An einer renommierten Einkaufsstrasse steht ein Geschäft für kurze Zeit leer. Spontan nutzt ein Modeanbieter die Ladenlokalität als temporärer Showroom bis der neue Mieter eingezogen ist. Solche Beispiele gibt es immer mehr. Der Pop-up-Store etabliert sich, schrieb die NZZ schon 2016. Auch wenn das Angebot oft überschaubar und die «Niederlassung» nach wenigen Wochen wieder verschwunden ist, erfreuen sich Pop-up-Stores zunehmender Beliebtheit. Das Wichtigste dabei: auffallen, überraschen und begeistern. Denn nebst dem mobilen Zusatzgeschäft geht es den Store-Betreibern vor allem auch um Wahrnehmung und Image. 

 

Strategische Einbettung – auch digital 

Nebst dem stationären Verkaufskanal mit Ladengeschäften, werden E-Commerce und Mobile Commerce zu immer wichtigeren Vertriebswegen. Neu ergänzen temporäre Verkaufspunkte die bestehenden Omni-Channel-Strategien. Ein Konzept, welches in dreierlei Hinsicht interessant ist. Einerseits kann hier direkt oder indirekt Umsatz generiert werden. Andererseits lassen sich aus den Kundenkontakten Erkenntnisse und Feedback gewinnen. Und drittens stellt diese Form die wohl interaktivste Werbemöglichkeit dar. Die Bedeutung und Wirkung von Pop-up-Stores sollte man trotz des improvisiert anmutenden Charakters nicht unterschätzen. Die Integration in die Marketing-, Vertriebs-, Logistik- und Digitalstrategien ist ein absolutes Muss. Ansonsten riskiert man, dass sich die innovativen Konzepte zum Rohrkrepierer entwickeln.  
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Kundenkontakt im Live-Modus 

Pop-up-Stores haben ihre eigenen Gesetzmässigkeiten. In der Regel sind Kundenkontakte eher spontaner Natur. Das heisst, dass viele Abläufe – von der Erstansprache über die Präsentation des Sortiments bis hin zum Verkaufsabschluss – in kurzer Zeit und unter erschwerten Bedingungen (Lärm, Hektik etc.) erfolgen muss. Der kurze Kontakt mit den (potenziellen) Kunden muss einen möglichst positiven Eindruck hinterlassen. Nebst einem sympathischen Auftreten und attraktiven Angeboten gehört dazu eine kompetente Ausstrahlung der Mitarbeitenden im Pop-up-Store. Kompetenz beruht dabei in hohem Mass auf der Fähigkeit, jederzeit – auch spontan – zuverlässig Auskunft über Produkteigenschaften, Dienstleistungen, Preise, Verfügbarkeit usw. geben zu können. Kundenkontakt im Live-Modus bedeutet daher auch, dass alle relevanten Unternehmensdaten für das Business-to-go zur Verfügung stehen. 

Kernprozesse von Pop-up-Stores 

Nicht nur Daten sind im Pop-up-Store gefragt, sondern auch die digitale Unterstützung aller dort anfallenden Prozesse. Diese sind abhängig von der Konzeption des Verkaufspunktes, d. h. ob der Schwerpunkt auf Imagewerbung, Leadgewinnung oder effektivem Verkaufen liegt. Je nachdem gestalten sich die Prozessanforderungen unterschiedlich. Je komplexer die Ziele des Stores ist, desto umfangreicher die funktionalen Bedürfnisse. Auf der einen Seite werden Produktinformationen (Artikelbeschreibungen und -bilder, Dokumentationen, Preise, Konditionen, Bestände, Konfigurationsmöglichkeiten usw.) und allenfalls auch Kundeninformationen benötigt. Können Kunden vor Ort auch Käufe und Bestellungen tätigen, braucht es Zugriff auf Verkaufsfunktionen wie etwa eine Ladenkasse, Webshop, Auftragserfassung usw. Ein dritter Bereich stellen die internen Logistik- und Administrationsprozesse des Pop-up-Store dar, um das Warenangebot jederzeit zu gewährleisten und rechtzeitig für Nachschub zu sorgen. 

 

Cloud-ERP sorgt für digitalen Anschluss 

Auch wenn diese Art temporärer Verkaufsflächen nur einen Teil der Unternehmensprozesse abdecken, lässt sich nicht auf einen digitalen Anschluss verzichten. Die zeitlich limitierten und örtlich eingeschränkten Verhältnisse verhindern den Aufbau einer stationären IT-Infrastruktur. Dank der Cloud ist es jedoch möglich, trotzdem den Zugriff auf ein vollumfängliches ERP-System mit aktuellen Daten einzurichten. Selbst die integrierte POS-Kasse ist Teil dieser digitalen Pop-up-Struktur. Das Cloud-ERP schafft damit ideale Voraussetzungen, um Geschäfte dort zu machen, wo die Gelegenheit am günstigsten ist. 

Kategorien: Cloud, ERP, Webshop, Geschäftsprozesse

Über den Autor

David Lauchenauer

David Lauchenauer

David Lauchenauer (*1963) ist seit 1988 als Unternehmer im Bereich Business Software für KMU tätig. Seit 2008 ist er in der Schweiz Geschäftsführer und VR der myfactory Software Schweiz AG und startete 2009 mit myfactory das professionelle Cloud ERP für den Schweizer KMU-Markt, weshalb er über sehr umfassende Praxiserfahrungen mit Cloud-Computing verfügt. Seit 2016 ist David Lauchenauer auch Co-Geschäftsführer und Gesellschafter der myfactory International GmbH.

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