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Mobiles Arbeiten in der KMU-Realität

25.12.19 08:00 / von David Lauchenauer

David Lauchenauer

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Über mobiles Arbeiten wird viel gesprochen. Nichts scheint unmöglich zu sein. Doch wie sieht es in konkret in der KMU-Realität aus? Welche Bereiche profitieren davon? Wie verändert es die Prozesse im Unternehmen? Und ganz wichtig: Können  kleine und mittlere Unternehmen (KMU) davon überhaupt profitieren? Der folgende Beitrag geht auf diese Frage ein. Dabei zeigt es sich, dass ein Aspekt bisher stark unterschätzt wird.  

Einfluss auf die Geschäftsprozesse 

Bis vor wenigen Jahren lag der Fokus von Geschäftsprozessen auf innerbetrieblichen Arbeitsabläufen. War man ausser Haus unterwegs, wurden entweder handschriftliche Notizen gemacht oder allenfalls ein Teil der Unternehmensdaten auf ein Notebook kopiert. Das war nötig, um auch ausserhalb der Firma, z.B. bei Kunden oder Lieferanten, in der Lage zu sein, auf Informationen zuzugreifen. Vor allem die Cloud hat diesbezüglich für Veränderungen gesorgt. So können heute alle relevanten Daten jederzeit und überall abgerufen und bearbeitet werden. Das ist insofern nichts Neues. Trotzdem lohnt es sich, den damit verbundenen Einfluss auf die Geschäftsprozesse näher zu betrachten. Was als Erstes auffällt, ist der erweiterte digitale Aktionsradius. Für Mitarbeitende spielt es keine Rolle mehr, ob sie innerhalb oder ausserhalb des Unternehmens arbeiten. Zweitens eröffnet die digitale Mobilität neue Geschäftsmodelle und Vertriebs-/Distributionskanäle. Als dritter Punkt seien agile Organisationsstrukturen erwähnt, welche innovative Kooperationsformen ermöglichen. Doch schauen wir uns die einzelnen Punkte im Detail an.  

 

Unabhängigkeit von Ort und Zeit 

Was bedeutet das, wenn man plötzlich jederzeit und überall am Geschehen des Unternehmens teilhaben kann? Aus unternehmerischer Sicht gesehen, verschwinden damit zwei wesentliche Bremsklötze, welche Geschäftsprozesse verlangsamen: Zeit und Ort. Alle Transaktionen können dadurch unabhängig von Ort und Zeit durchgeführt werden. Egal, ob man mit einem Lieferanten vor Ort in Verhandlungen steht, oder bei einem Kunden das Auftragsvolumen für das kommende Jahr diskutiert, die digitalen Grundlagen sind vorhanden. Auch auf operativer Ebene, wie zum Beispiel im Service oder technischen Aussendienst, können Prozesse dank jederzeit verfügbarer Informationen und Funktionen so abgewickelt werden, als sässe man im eigenen Büro. Diese Unabhängigkeit führt zu höhere Kundenorientierung und grösserer Agilität. 

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Als KMU ist man immer bemüht, sein bestehendes Geschäftsmodelle zu optimieren und sich neue Wettbewerbsvorteile zu verschaffen. Mit begrenzten Ressourcen ist das nicht immer einfach. Digitale Mobilität bietet KMU Möglichkeiten, innovatives Business-Potenzial zu erschliessen. Das können beispielsweise zusätzliche Vertriebskanäle sein, z.B. temporäre Verkaufsstellen wie Messestände oder Popup-Stores. Aber auch innerbetrieblich lassen sich Veränderungen erzielen. Dank mobiler Arbeitsgeräte wie Handhelds oder industrietaugliche Smartphones lassen sich Prozesse in Produktion, Kommissionierung, Qualitätssicherung oder Logistik vereinfachen und optimieren. Wohlgemerkt, das ist weder Hexerei noch Sciencefiction. Wer etwa ein Cloud-ERP einsetzt, kann diese Funktionen ohne weiteres nutzen.  

 

Flexible Organisations- und Arbeitsformen 

Der Fachkräftemangel macht sich in vielen KMU bemerkbar. Wie gewinnt man neue, kompetente Mitarbeiter? Ganz einfach, man bietet ihnen ein attraktives Umfeld mit spannenden Aufgaben und interessanten Perspektiven. Mobiles Arbeiten gehört heute einfach dazu. Angefangen von der Möglichkeit, zu Hause zu arbeiten und damit die Work-Life-Balance zu optimieren, bis hin zu agilen Organisationsformen mit einem hohen Mass an Eigenverantwortung und Unternehmertum. Mobilität bedeutet aber auch, ausserhalb der Norm zu arbeiten. Die 9-to-5-Jobs sind längst nicht mehr zeitgemäss. Gerade auf Führungsebene oder in kreativen Bereichen sind flexible Arbeitsbedingungen gewinnbringend, und zwar für Arbeitgeber und Arbeitnehmer. 

 

Externe Einflüsse werden häufig unterschätzt 

Auf einen wichtigen Punkt, der leider oft unterschätzt wird, soll abschliessend noch eingegangen werden. Häufig betrachten KMU den digitalen Wandel aus der Nabelschau. Die eigenen Wünsche, Anforderungen und Möglichkeiten definieren das Weltbild. Die Aussensicht und das Umfeld gehen dabei oft vergessen. Das kann fatale Folgen haben, so zum Beispiel, wenn sich das Kundenverhalten ändert, oder sich Mitbewerber mit zukunftsorientierten Angeboten präsentieren. Mobiles Arbeiten, ermöglicht durch moderne Cloud-Services, spielen dabei eine zentrale Rolle. Externe Faktoren wie Marktentwicklung, Kundenerwartungen oder Unternehmensimage stehen in direktem Zusammenhang mit dem digitalen Wandel und sollten keinesfalls unterschätzt werden. 

Kategorien: Cloud, ERP, mobile, Agile Geschäftsmodelle

Über den Autor

David Lauchenauer

David Lauchenauer

David Lauchenauer (*1963) ist seit 1988 als Unternehmer im Bereich Business Software für KMU tätig. Seit 2008 ist er in der Schweiz Geschäftsführer und VR der myfactory Software Schweiz AG und startete 2009 mit myfactory das professionelle Cloud ERP für den Schweizer KMU-Markt, weshalb er über sehr umfassende Praxiserfahrungen mit Cloud-Computing verfügt. Seit 2016 ist David Lauchenauer auch Co-Geschäftsführer und Gesellschafter der myfactory International GmbH.

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