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Lieferengpässe ade – Cloud-ERP macht’s möglich

06.03.19 08:00 / von David Lauchenauer

David Lauchenauer

Logistikprozesse

Kunde droht mit Auftrag. Und im Betrieb läuten die Alarmglocken. Die vom Vertrieb vereinbarten Termine sind schlicht unrealistisch. Kommt Ihnen das bekannt vor? Lieferengpässe sind die Hauptgründe für abspringende und unzufriedene Kunden. Das Problem sind häufig mangelnde oder veraltete Informationen. Zum Glück lässt sich das ändern.


Veraltete Daten als Auftragskiller 

Max Gernverkäufer hat es endlich geschafft, einen Termin beim langumworbenen Neukunden zu ergattern. Das Gespräch läuft gut, der erste Abschluss ist nah. Als es um die Verfügbarkeit der gewünschten Produkte geht, wirft Max einen Blick auf seine Bestandsliste, welche er vorgestern extra ausgedruckt hat. Etwas knapp, denkt er, aber alles im Lager. Der Kunde platziert daraufhin seine erste Bestellung. Als Max Gernverkäufer den Auftrag an die Zentrale übermittelt, gibt es ein böses Erwachen. Fast die Hälfte aller Artikel sind inzwischen nicht mehr verfügbar. Zähneknirschend muss er den Neukunden informieren, welcher – wen wundert’s – gleich die ganze Bestellung storniert. Was Max nicht wissen konnte: Nur kurz vor ihm hat ein Kunde im Online-Shop eine grössere Bestellung gemacht. Wirklich umgehauen hat es Max aber, als er erfahren hat, dass die benötigten Artikel in den Niederlassungen und den Servicefahrzeugen noch vorhanden gewesen wären.  
 

Distributionskanäle zentralisieren 

Wenn mehrere Vertriebs- und Distributionskanäle auf die gleichen Warenbestände oder Ressourcen zugreifen, ist eine zentrale Informationsgrundlage unverzichtbar. Um Abweichungen und Missverständnisse zu vermeiden, braucht es eine gemeinsame Datenbasis. ERP-Software wurde speziell zu diesem Zweck geschaffen. Sie ermöglicht die Erfassung und Verarbeitung von Daten in einem einheitlichen System. Das allein genügt heute jedoch nicht mehr, denn die Logistikherausforderungen für Schweizer KMU haben sich geändert. Unternehmen sind immer stärker auf eine orts- und zeitunabhängige Verfügbarkeit von Informationen angewiesen. Mitarbeitende im mobilen Einsatz, Filialen, Servicestellen, Pick-up-Stationen, E-Shops, stationäre Ladengeschäfte, Handels- und Logistikpartner sind Teile einer heterogen Lieferkette. Ein Cloud-ERP schafft dank seiner mobilen, leicht skalierbaren Eigenschaften die Verbindung aller Kanäle und ermöglicht dadurch eine zentrale Datenbasis mit Echtzeitdaten.

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Automatisierte Logistikprozesse 

Aktuelle Informationen sind das A und O für eine zuverlässige Lieferkette. Hätte Max Gernverkäufer eine Gesamtsicht auf die Bestände in Echtzeit gehabt, wäre ihm und seinem Unternehmen die peinliche Situation erspart geblieben. Doch die Abfrage von aktuellen Daten ist nur die eine Seite. Alle an der Lieferkette Beteiligten müssen Daten jederzeit und überall auch einspeisen können. Nur so lässt sich ein durchgängiges Bestandsmanagement realisieren. Sinkt der Artikelbestand unter eine Mindestmenge, muss automatisch Nachschub ausgelöst werden. Mit einem ERP-System aus der Cloud können nicht nur alle Verkaufsstellen in die Logistikketten eingebunden werden, sondern auch Lieferanten und Logistikpartner informiert werden. Gleichzeitig erhalten alle Distributionskanäle umgehend identischen Informationen über die aktuelle und geplante Verfügbarkeit von Artikeln. Das Cloud-ERP sorgt für eine durchgehende Kommunikation innerhalb der gesamten Lieferkette bis hin zum Endverbraucher, welche sich z.B. über die gegenwärtige und künftige Liefersituation im E-Shop informieren kann.

 

Flexible Kooperationsnetzwerke 

Können Ressourcen über mehrere Standorte genutzt werden, verringert sich die Gefahr eines Lieferengpasses deutlich. Bedingung dafür ist jedoch die Nutzung einer gemeinsamen Informationsgrundlage. Ist diese vorhanden, wie z.B. in Form eines Cloud-ERP, lassen sich solche Kooperationsnetzwerke praktisch beliebig erweitern. Gerade Logistikdienstleister spielen dabei eine immer wichtigere Rolle. Sie transportieren nicht nur, sondern lagern, verpacken, koordinieren und sorgen auch für Nachschub. Streckengeschäfte oder Dropshipping werden immer beliebter. Sie entbinden die eigentlichen Händler von vielen Logistikaufgaben und bieten die Möglichkeit, Sortimente und Geschäftsmodelle flexibel auszubauen. Sind solche Logistikpartner direkt in ein unternehmensübergreifendes ERP-System eingebunden, können teure Schnittstellen oder mühsame Daten abgleiche vermieden werden. Das gilt besonders für den E-Shop eines Unternehmens. Sind diese Daten (Preise, Bestände, Kundenbestellungen usw.) nicht kongruent mit dem zentralen ERP-System bzw. den vor- und nachgelagerten Prozessen, wird eine effiziente und zuverlässige Lagerbewirtschaftung deutlich erschwert. Diese wiederum ist die Grundlage für eine hohe Verfügbarkeit und – im Endeffekt – für zufriedene Kunden.   

Kategorien: Cloud, ERP, Digitalisierung, Servicemanagement, eCommerce, MIS

Über den Autor

David Lauchenauer

David Lauchenauer

David Lauchenauer (*1963) ist seit 1988 als Unternehmer im Bereich Business Software für KMU tätig. Seit 2008 ist er in der Schweiz Geschäftsführer und VR der myfactory Software Schweiz AG und startete 2009 mit myfactory das professionelle Cloud ERP für den Schweizer KMU-Markt, weshalb er über sehr umfassende Praxiserfahrungen mit Cloud-Computing verfügt. Seit 2016 ist David Lauchenauer auch Co-Geschäftsführer und Gesellschafter der myfactory International GmbH.

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