Kennen Sie den Nutzen Ihrer IT?

von myfactory Software Schweiz AG am 17.08.2016, 2 min Lesezeit

 

Welche Bedeutung die IT für ein Unternehmen hat, lässt sich nur schwer abschätzen. Klar, auf der einen Seite gibt es konkrete Investitionen in Hardware und Software. So lassen sich beispielsweise Preis und Abschreibung eines Notebooks ganz genau beziffern. Doch ist es wirklich das, was den Wert ausmacht? Wohl kaum, denn nebst finanziellen Überlegungen spielt der Nutzen eine viel wichtigere Rolle. Diesen in Zahlen umzumünzen, ist allerdings eine Herausforderung. Es geht nicht nur um quantitativ messbare Vorteile, sondern auch um Soft-Faktoren wie Image, Kreativität, Komfort und Freude.

IT-Kosten: ein Fass ohne Boden?

Was das kostet, mag so mancher geplagte Finanzchef stöhnen, wenn der IT-Verantwortliche wieder einmal die Rechnung für Wartung, Software-Updates, Lizenzen, Support und Reparaturen vorlegt. Hinzu kommen Ausbildungskosten für die Anwender, Programmierungsarbeiten, Neu- und Ersatzgeräte, ganz zu schweigen von Backups, Antiviren-Lösungen und so weiter. Das Fatale: Die Kosten wiederholen sich… Der Software-Hersteller hat schon die nächste Version (natürlich zwingend) parat, die erst vor kurzem angeschafften Laptops sind zu schwach für die neue Lösung, und dann gibt es ja auch noch die monatlichen Personalkosten der IT-Mitarbeitenden. Angesichts der schwierigen Wirtschaftslage in vielen Unternehmen ist es nicht erstaunlich, dass die IT für Einsparungen prädestiniert ist. Auch wenn sich der geschätzte Aufwand im Schnitt «nur» zwischen 2 und 8 Prozent des Jahresumsatzes bewegt, muss die IT oft als Sparschwein herhalten.

IT verkauft sich oft unter ihrem Wert

Der Grund, warum das so ist, findet sich oft in den IT-Fachabteilungen selber. Informatiker sind in der Regel schlechte Verkäufer, sogar dann, wenn es um ihre eigenen und durchaus lobenswerten Leistungen geht. Nicht selten ist es auch ihr fehlendes Verständnis von Geschäftsprozessen oder die mangelnde Fähigkeit, den betriebswirtschaftlichen Nutzen der Informatik zu verdeutlichen. Dabei ist unbestritten, dass Informatik viele Geschäftsmodelle überhaupt erst ermöglichen. Um diese zentrale Bedeutung ins richtige Licht zu rücken, muss insbesondere der CIO sein Rollenverständnis revidieren, wie es Prof. Dr. Konrad Walser in einem Blogbeitrag treffend beschreibt. Dabei gefällt mir besonders seine Aussage: «Informationsmanagement ist eine Führungsaufgabe. Der CIO ist weder „Hero“ noch „Big Boss“, sondern ordnet sich dem Geschäft und dessen Zielen unter.».

Digitale Energieversorgung für alle Bereiche

Es erstaunt mich immer wieder, wie unterschiedlich IT in Unternehmen wahrgenommen wird. Vom notwendigen Übel bis zur hellen Begeisterung gibt es alle Schattierungen. Am liebsten sind mir die Gespräche mit einem CIO oder Geschäftsführer, welcher IT kreativ und nutzenstiftend einzusetzen weiss. Da werden Arbeitsschritte vereinfacht, dem Kunden Zusatznutzen geboten oder das Management mit Auswertungen fit gemacht. Solche Menschen muss man nicht lange nach dem Wert ihrer IT fragen. Für sie ist es schlicht die digitale Energieversorgung des Unternehmens, welche alle Bereiche, alle Mitarbeitenden, alle Maschinen und sogar Kunden und Lieferanten mit einem permanenten Informationsstrom versorgt. Bei ihnen ist IT nicht Selbstzweck, sondern eine interdisziplinäre Kreativdisziplin für das ganze Unternehmen.

Der Nutzen liegt in den Händen der Anwender

Was eine Anwendung leistet, liegt oft in den Händen der Benutzer. So habe ich selber schon Firmen erlebt, welche ein tolles CRM im Einsatz haben, dieses aber nur als Adressdatenbank verwenden. Dabei könnten sie den ganzen Customer Journey damit abdecken: Von der Leadgenerierung über die Überwachung der Sales Pipeline bis hin zum Up-/Cross-Selling der Bestandeskunden inklusive E-Mail-Kampagnen, Auswertungen usw. Auf der anderen Seite traf ich kürzlich einen IT-Verantwortlichen bei einem KMU mit 200 Mitarbeitenden, der sein ERP-System einsetzt, um alle Geschäftsprozesse weitgehend vom Papier zu befreien – mit Erfolg. Der Hauptnutzen dabei: Die Firma hat mehr Zeit fürs Business, holt mehr Aufträge und hat zufriedenere Kunden. Über IT-Kosten spricht man nur am Rande, denn der Gewinn ist klar erkennbar.                               

In diesem Sinn: Definieren Sie IT nicht über die Kosten, sondern den Nutzen für Ihr Unternehmen. Und machen Sie alle Anwender zu digitalen Kreativitätsfanatikern!

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