Seit 2008 in der Cloud

Profitieren Sie von unserer Erfahrung mit wöchentlich neuen Fachbeiträgen, Tipps & Anleitungen, E-Books, Whitepapers und Webinaren zu Business Software-Themen, die Schweizer KMU beschäftigen.

Flexible ERP-Systeme – Lösungen, die mit den Anforderungen mitwachsen

13.05.15 15:53 / von David Lauchenauer

David Lauchenauer

Flexible ERP-Systeme Schweizer Taschenmesser auf Tablet

Softwaresysteme für das Enterprise Ressource Planning (ERP) sind ein zentrales Steuerungselement der Unternehmen. Der Bedeutung der Anwendung entsprechend, stellen die Gesamtkosten für die nötige Hardware-Infrastruktur, Software-Lizenzen und Softwarewartung in vielen Betrieben ein wesentlicher Faktor der betrieblichen Gemeinkosten dar, der darüber hinaus einen hohen Fixkostenanteil aufweist. Die rasant steigende Verbreitung des Cloud Computing bringt jedoch zunehmend moderne und skalierbare ERP-Software hervor, die sich mit einer flexiblen Kostenstruktur an die Bedürfnisse des Unternehmens anpassen. In diesem Beitrag erfahren Sie daher, wie flexible ERP-Lösungen aufgebaut sind und welchen Nutzen insbesondere KMU daraus ziehen können.

Software as a Service – SaaS im Aufwind

Cloud Computing ist einer der wichtigsten IT-Trends unserer Zeit. Gemeint ist damit die zentrale Bereitstellung von IT-Ressourcen, die einfach und schnell erweitert oder reduziert werden können und fast ausschliesslich variable Kosten verursachen. Die Bereitstellung erfolgt dabei durch den Anbieter, der die Applikation nicht mehr inhouse installiert, sondern in einem zentralen Rechenzentrum, zu dem der Kunde sich über das Internet einloggt. Alle Daten bleiben also ständig innerhalb der Cloud im professionellen Datacenter.

Wesentliche Cloudmodelle sind dabei Infrastructure-as-a-Service (IaaS), Software-as-a-Service (SaaS) und Platform-as-a-Service (PaaS). Flexible Infrastrukturen im IaaS-Sinne sind die Basis für darauf erbrachte Software-Dienste. PaaS-Dienste bieten darüber hinaus Entwicklungsumgebungen zur eigenen Gestaltung von Business-Prozessen. SaaS-Lösungen sind mittlerweile in vielen Bereichen etabliert und bieten ihren Nutzern den flexiblen und mobilen Zugriff auf die jeweils benötigten Dienste im Rahmen einer gewohnten Softwareumgebung. Cloud ERP-Lösungen sind aufgrund ihrer zentralen unternehmerischen Bedeutung als eine der ersten Anwendungen auf die neue Bereitstellungsart transformiert worden.

Infrastructure as a Service

Die Basis eines SaaS-ERP-Systems bildet die Infrastruktur in einem Rechenzentrum. Der Nutzer muss sich um die komplexen Abläufe im Hintergrund nicht mehr kümmern. Bei einem klassischen ERP-System im eigenen Unternehmen (on premise) sind hingegen besonders die Anfangsinvestitionen sehr hoch: es müssen neue Server und Lizenzen beschafft und installiert werden. Darüber hinaus sind Netzwerkkomponenten, Datensicherung und Datenbanken aufwändig einzurichtende Bestandteile. Die meisten dieser Kosten sind fix oder sprungfix: Ab einem gewissen Nutzungsgrad wird erneut eine hohe Investition nötig, um die steigenden Anforderungen an Rechenleistung und Speicherkapazität zu erfüllen. Nicht zu vergessen sind die Kostenfaktoren für die Wartung der Technik, Updates, Strom und Kühlung sowie der generelle Personaleinsatz.

Bei einem Cloud ERP hingegen werden die zugrunde liegenden IT-Ressourcen automatisch je nach Auslastung vom ERP-Anbieter hinzu- oder abgebucht und ausschliesslich im Rechenzentrum verwaltet. Überlegungen zur Datensicherheit, Wartung oder Updates entfallen für den Anwender gänzlich. Die Investitionen werden auf monatliche Entgelte für einen hochverfügbaren und sicheren Dienst umgelegt. Das Risiko eines Systemausfalls wird dadurch deutlich gesenkt und zudem an den Anbieter ausgelagert.

Modulare ERP-Systeme

Im Kern besteht eine mitwachsende ERP-Software aus einem Datenbanksystem, das auf einem Server installiert und konfiguriert ist. Dieser Server wird im Rechenzentrum betrieben, um die Vorteile des Cloud Computing voll auszuschöpfen. Die Software für den Datenzugriff bietet im einfachsten Fall eine Kundenverwaltung, Fakturierung, Auswertungsfunktionen und Kommunikationswerkzeuge wie Kalender, Aufgaben und Mail-Dienste. Entscheidend für die Datensicherheit ist dabei insbesondere die Auswahl des Anbieters sowohl der Software als auch des Rechenzentrums. Schweizer KMU sollten auf zertifizierte Schweizer Anbieter achten wie beispielsweise Swisscom.

Aufbauend auf diesem Fundament können in einem flexiblen ERP-System Module unkompliziert hinzugebucht oder abbestellt werden. Häufig sind das Handelsfunktionen wie Einkauf, Verkauf, Lagerverwaltung, Finanzbuchhaltung und Projektmanagement. Darüber hinaus stehen häufig eCommerce-Module zur Verfügung und schliesslich bieten vollständige ERP-Systeme für produzierende Unternehmen auch ein Modul zur umfassenden Produktionsplanung und –steuerung (PPS) an. Die Preise für die Kernfunktionen und Zusatzmodule sind dabei nach der Anzahl der Nutzer und den gewählten Funktionen gestaffelt und ebenfalls kurzfristig beeinflussbar. Weitere Elemente lassen sich über Schnittstellen (APIs) anbinden oder sind bereits ebenfalls als integriertes Modul enthalten. Die Lohnbuchhaltung, Kassenanbindung am Point of Sales (POS), ein Online-Shop, Vertragsverwaltung oder Koordination der Fremdfertigung sind hierfür häufige Beispiele.  

Flexible ERP-Systeme wachsen mit ihren Aufgaben

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass flexible und modulare ERP-Lösungen aus der Cloud genau den Nutzen bieten, den KMU aktuell benötigen. Die Investitionen sind im Vergleich zum eigenen Betrieb und der Anschaffung einer nicht-modularen Software deutlich geringer. Zusätzliche Anforderungen an Hardware und Software lassen sich flexibel abbilden.  Daher eignen sich SaaS-Lösungen auch für skalierende Unternehmen gut, da die Software nahtlos mit den Anforderungen mitwächst.

Whitepaper ERP-Einfuehrung

Kategorien: SaaS, Allgemein, Administration, Cloud, ERP

Über den Autor

David Lauchenauer

David Lauchenauer

David Lauchenauer (*1963) ist seit 1988 als Unternehmer im Bereich Business Software für KMU tätig. Seit 2008 ist er in der Schweiz Geschäftsführer und VR der myfactory Software Schweiz AG und startete 2009 mit myfactory das professionelle Cloud ERP für den Schweizer KMU-Markt, weshalb er über sehr umfassende Praxiserfahrungen mit Cloud-Computing verfügt. Seit 2016 ist David Lauchenauer auch Co-Geschäftsführer und Gesellschafter der myfactory International GmbH.

Das könnte Sie auch interessieren