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ERP total – erst recht in der Cloud

08.01.20 08:00 / von David Lauchenauer

David Lauchenauer

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Viele der heutigen ERP-Systeme sind über Jahrzehnte zu beeindruckenden Software-Kolossen mit unzähligen Funktionen und Applikationen herangewachsen. Demgegenüber nimmt sich die Entwicklungsgeschichte von cloudbasierten Unternehmensanwendungen auf der Zeitachse eher bescheiden aus. Dies führt leider oft zur Annahme, dass es der «jungen» Cloud-Generation an Reife und Tiefe fehlt, um komplexe Anforderungen zu erfüllen. Ein Trugschluss, wie der folgende Beitrag zeigt. 

Funktional keine Einschränkungen 

Nicht selten wird das unkomplizierte Nutzungsmodell der Cloud damit erklärt, dass dies nur mit einem abgespeckten Funktionsumfang möglich sein kann. Die Anwendungsrealität beweist das Gegenteil. Funktional gibt es keinerlei Einschränkungen, welche die Einsatzmöglichkeiten limitieren würden. Erfolgreiche und beeindruckende Beispiele gibt es inzwischen genügend. Ein Cloud-ERP kann sich auf Applikationsebene durchaus mit herkömmlichen On-Premise-Systemen vergleichen lassen. Sichere Rechenzentren und performante Datenverbindungen sind weitere Stützen, welche Cloudlösungen zur ebenbürtigen Alternative zu «klassischen» Anwendungen machen.  

 

Auch für komplexe Projekte geeignet 

Vom Namen her gaukelt die Cloud eine gewisse nebulöse Leichtigkeit vor. Das hat zur Folge, dass man solche Lösungen nur für luftige, einfache und «leichte» Projekte als geeignet betrachtet. Fakt ist jedoch, dass sich in der Cloud durchaus auch «schwere Brocken» finden lassen. Sprich, Kundenanwendungen mit einer hohen Komplexität hinsichtlich funktionaler Anforderungen und durchgängiger Prozesse. Beispiele finden sich etwa im mobilen Servicemanagement, bei vernetzten Geschäftsprozessen, im Zusammenspiel zwischen ERP und E-Commerce oder in der industriellen FertigungDie Tendenz, dass sich das ERP zunehmend zur Drehscheibe für Daten und Applikationen entwickelt, passt dabei ausgezeichnet zur vernetzten Internetwelt.  

 

Integrationen und Individualität 

Sollten die Standardfunktionen trotzdem einmal nicht ausreichen, um alle Kundenwünsche zu erfüllen, lassen sich webbasierte Gesamtlösungen problemlos auch an individuelle Bedürfnisse anpassen. Dazu steht ein ganzes Repertoire an Möglichkeiten zur Verfügung. Von der Programmierung spezieller Funktionen über die Anbindung von Drittlösungen bis hin zur Verwendung von Webservices und API-Schnittstellen ist (fast) nichts unmöglich. Aufgrund der modernen Softwarearchitektur von Cloudlösungen bieten sich hier spannende Optionen für die digitale Zukunft. Mobile, vernetzte Anwendungen, Geräte und Produkte basieren auf der Cloud-Technologie. 

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Import und Export von Daten 

Immer wieder tauchen Zweifel auf, ob man denn auch Daten aus anderen Systemen, z.B. einer On-Premise-Anwendung, in ein Cloud-ERP importieren kann. Ja, kann man! Einige dieser Lösungen stellen sogar spezielle Migrations-Tools zur Verfügung, so dass der Datentransfer schnell und einfach über die Bühne geht. Übrigens, das Ganze funktioniert natürlich auch in die andere Richtung. Das heisst, Sie können Daten aus dem Cloud-ERP z.B. in ein Tabellenkalkulations-Programm oder eine Datenbank exportieren und dort nutzen bzw. anderen Systemen zur Weiterverarbeitung übergeben.  

 

Erweiterung des Anwendungsspektrums 

Das Angebot von webbasierten ERP-Systemen hat vielen Unternehmen den Zugang zu moderner, professioneller Business Software geöffnet. Die Nutzung ist denkbar einfach. Es braucht weder eine teure Infrastruktur noch laufende Unterhaltsarbeiten. Trotzdem bieten Cloud-ERP eine Vielzahl an Möglichkeiten. Ein besonderer Vorteil ist dabei die mobile Anwendung. So lassen sich schnell und einfach innovative Arbeits- und Geschäftsmodelle aufbauen. Dank der Flexibilität der Software kann rasch auf Marktveränderungen reagiert werden. Und die Anzahl der Benutzer und der benötigte Funktionsumfang kann jederzeit auf die aktuellen Gegebenheiten angepasst werden.  

 

Potenzial noch lange nicht ausgereizt 

Mit einem Augenzwinkern könnte man sagen: Zu den Hauptproblemen von leistungsfähigen ERP-Systemen gehören in erster Linie die Benutzer. Spass beiseite, die Krux ist, dass die Lösungen zwar eine Fülle an Funktionen und Möglichkeiten zur Verfügung stellen, jedoch häufig unterfordert werden. Viele Unternehmen verpassen es, ihr ERP in die laufende Entwicklung einzubeziehen. Die Cloud bietet sich hier als junge, aber bewährte Technologie an, die Freude am Ausschöpfen des digitalen Potenzials zu erhalten und sogar zu fördern. Dadurch steigt nicht nur der Nutzwert einer solchen Lösung. KMU können sich damit auch wichtige Wettbewerbsvorteile verschaffen. ERP total – das bedeutet vor allem, sich kreativ mit der Digitalisierung auseinanderzusetzen. 

Kategorien: Cloud, ERP, industrie4.0, Cloud Computing, IoT

Über den Autor

David Lauchenauer

David Lauchenauer

David Lauchenauer (*1963) ist seit 1988 als Unternehmer im Bereich Business Software für KMU tätig. Seit 2008 ist er in der Schweiz Geschäftsführer und VR der myfactory Software Schweiz AG und startete 2009 mit myfactory das professionelle Cloud ERP für den Schweizer KMU-Markt, weshalb er über sehr umfassende Praxiserfahrungen mit Cloud-Computing verfügt. Seit 2016 ist David Lauchenauer auch Co-Geschäftsführer und Gesellschafter der myfactory International GmbH.

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