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Digitalisierung – kleine Schritte, grosse Wirkung

19.06.19, 08:00 / von David Lauchenauer

David Lauchenauer

digitalisierung-kleine-schritte-grosse-wirkungKaum ein Tag vergeht, ohne dass das Thema Digitalisierung nicht irgendwo in den Medien auftaucht. Zwar bezweifelt niemand ernsthaft deren Bedeutung. Trotzdem tun sich viele KMU schwer mit der Umsetzung. Als Gründe werden fehlende Ressourcen, mangelndes Know-how und das Fehlen einer klaren Strategie genannt. Schade, denn bereits mit kleinen Schritten lässt sich viel bewirken. Erfahren Sie hier, wo es mögliche Ansatzpunkte in Unternehmen gibt. 


Laufendes Redesign von Geschäftsmodellen 

Scheuklappen auf, heisst es beim Geschäftsmodell. Was sich über Jahrzehnte bewährt hat, muss sich nicht zwingend auf die Zukunft übertragen lassen. Viele Geschäftsideen sind inzwischen obsolet. Dafür tauchen laufend neue, innovative Ansätze auf. Lassen Sie sich inspirieren und versuchen Sie erstmal im Kleinen, mögliche Impulse auf Ihre jetzige Strategie zu übertragen. Beim Redesign von Business-Modellen ist der Austausch mit Kunden, Lieferanten, Partnern und – warum nicht – auch Mitbewerbern durchaus gewinnbringend. Setzen Sie sich zum Beispiel eine neue Marktnische oder eine Intensivierung bestehender Kundenkontakte zum Ziel. Oder prüfen Sie, ob Sie mittels zusätzlicher Services das bestehende Business ausbauen können.  

 

Prozessoptimierung und -automatisierung  

In vielen KMU ist das Thema Kostenreduktion ein Dauerbrenner. Die Digitalisierung kann hier einen wesentlichen Beitrag leisten. Vereinfachte Prozesse dank zentraler Datennutzung, effizientere Arbeitsabläufe durch Nutzung von Workflows oder die Automatisierung ganzer Prozessketten tragen wesentlich dazu bei. Moderne ERP-Systeme übernehmen dabei immer stärker die Rolle als Datenmotor für alle Unternehmensbereiche. Dabei treiben sie nicht nur die Prozesse an, sondern auch die umliegenden Drittsysteme. Verbindungen wie Microservices, Webservices oder API-Schnittstellen bieten die Möglichkeit für unternehmensübergreifende Systeme. 

 

Agile und mobile Organisationsstrukturen 

Cloud-Technologien bzw. Cloud-Services schaffen für KMU ideale Voraussetzungen für den digitalen Wandel. IT-Anwendungen können professionalisiert und ausgelagert werden. Dadurch wird eine Konzentration auf das Kerngeschäft möglich. Gleichzeitig entfallen der Investitionsdruck in moderne IT-Systeme inklusive Kosten für deren Unterhalt. Die Flexibilität von Service- und Abonnements-basierten IT-Modellen ermöglichen agile Organisationsstrukturen. Der Nutzungsbedarf kann jederzeit an die realen Gegebenheiten angepasst werden. Zusätzlich bietet die Cloud die Möglichkeit, Ressourcen mobil einzusetzen. Das wiederum führt zu zeitgemässen Arbeitsformen, mehr Kundennähe und einer effizienteren Nutzung von Arbeitszeit.  

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Vernetzte Kunden- und Partnerkonzepte 

Die Integration von Kunden, Lieferanten, Partnern usw. scheiterte in der Vergangenheit häufig an den limitierten Möglichkeiten des Datenaustausches. An den Mauern des Unternehmens war meistens Schluss. Noch heute ist dieses «Grenzdenken» in vielen Geschäftsmodellen und Arbeitsprozessen erkennbar. Aus technischer Sicht ist dies Unsinn und erzeugt unnötigen Aufwand. Prüfen Sie Ihre aktuelle Situation, ob sich mit einer digitalen Vernetzung mit Kunden oder Lieferanten nicht Synergien erzielen lassen. Im Bereich E-Commerce schafft z.B. eine direkte Integrationskette «Kunde – Lieferant – Anbieter – Servicedienstleister  Logistikunternehmen» entscheidende Wettbewerbsvorteile.  

 

Nährboden für digitalen Kulturwandel schaffen 

Die wichtigsten Impulsgeber für den digitalen Wandel sind… Ihre Mitarbeitenden. Diese kennen nicht nur die Schwachstellen der Ist-Prozesse am besten, sondern auch deren Stärken. Vermutlich denken sie mehr über Verbesserungsmöglichkeiten nach, als Sie sich vorstellen. Jetzt müssen Sie Ihr Team nur noch zu digitalen Freaks machen. Geben Sie Ihnen die Möglichkeit, Tools auszuprobieren und neue Ideen zu testen. Bei digitalen Change-Projekten ist es wichtig, die Mitarbeitenden und die Geschäftsleitung an Bord zu holen, indem Vorteile und Nutzen für das Gesamtunternehmen erklärt werden. Effizienz bedeutet nicht Stellenabbau, sondern langfristige Sicherung von Arbeitsplätzen und eine Bereicherung von Tätigkeiten. Eine erfolgreiche Digitalisierung beginnt im Kopf. 

 

Schrittweises Vorgehen in verkraftbaren Etappen 

Wenn Sie sich jetzt fragen, wie schaffe ich diesen Wandel mit beschränkten Ressourcen und fehlender Zeit, dann gibt es eine klare Antwort: in verkraftbaren Etappen. Steigen Sie beispielsweise um auf ein Cloud-ERP, welches den Systemaufwand massiv reduziert und gleichzeitig neue Möglichkeiten erschliessen. Rüsten Sie anschliessend den Aussendienst im Verkauf und Service mit mobilen Geräten für die Kundenbetreuung und Leistungserbringung aus. Vereinfachen Sie Arbeitsprozesse durch System-Workflows, z.B. in der Marketingautomation. Bieten Sie neu Homeoffice-Arbeit an und reduzieren Sie die Büroflächen. Das Potenzial ist fast grenzenlos. Mit einem strategischen, schrittweisen Vorgehen schaffen Sie den digitalen Sprung in die Zukunft.  

Kategorien: Cloud, Digitalisierung, digitale Transformation, Geschäftsprozesse

Über den Autor

David Lauchenauer

David Lauchenauer

David Lauchenauer (*1963) ist seit 1988 als Unternehmer im Bereich Business Software für KMU tätig. Seit 2008 ist er in der Schweiz Geschäftsführer und VR der myfactory Software Schweiz AG und startete 2009 mit myfactory das professionelle Cloud ERP für den Schweizer KMU-Markt, weshalb er über sehr umfassende Praxiserfahrungen mit Cloud-Computing verfügt. Seit 2016 ist David Lauchenauer auch Co-Geschäftsführer und Gesellschafter der myfactory International GmbH.

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