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Digitalisierung beginnt beim ERP

06.05.20 08:00 / von David Lauchenauer

David Lauchenauer

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Wie lassen sich die Daten von immer mehr Systemen und Geräten sinnvoll für die Digitalisierung im Unternehmen nutzen? Es zeigt sich, dass dabei weniger die einzelnen Anwendungen im Vordergrund stehen, sondern ein durchgängiges, auf Wirtschaftlichkeit getrimmtes Nutzungskonzept. Warum gerade ERP-Systeme dabei eine zentrale Rolle spielen, erfahren Sie in diesem Beitrag. 

Zentrale Daten, dezentrale Nutzung 

Mobilität prägt nicht nur unsere Gesellschaft, sondern auch die WirtschaftDezentrales Arbeiten – sei es ausserhalb des Unternehmens oder intern an unterschiedlichen Arbeitsplätzen  beschleunigt und vereinfacht Geschäftsprozesse. Eine orts- und zeitunabhängige Nutzung von Daten stellt eine wichtige Voraussetzung dar. Um trotzdem eine Einheitlichkeit und Verbindlichkeit der Datenbasis zu gewährleisten, ist ein zentrales IT-System unverzichtbar. Genau diese Rolle übernimmt die ERP-Software. Hier laufen alle Datenstränge zusammen. Dank moderner Cloud-Services stehen die Daten des ERP-Systems jederzeit auch dezentral zur Verfügung. Damit sind die Grundlagen für die Digitalisierung von Unternehmensprozessen gegeben.  

 

Prozessautomatisierung und Workflows 

Aufbauend auf diesen Grundlagen können die Daten bzw. Systemfunktionen für die Automatisierung verschiedener Arbeitsabläufe genutzt werden. Die Prozessautomatisierung bietet nebst der Vereinfachung und Wirtschaftlichkeit von Vorgängen einen weiteren, wesentlichen Vorteil: Die automatisierten Teilprozesse finden stets in der gleichen Qualität statt. Auf diese Weise werden Fehlerquellen und eine individuelle Interpretation von Prozessen vermiedenNeue oder weniger qualifizierte Mitarbeitende benötigen für gewisse Arbeiten kein Fach- bzw. Detailwissen mehr, sondern können sich auf die im System hinterlegten Workflows verlassen.  

 

Integriertes Datenmanagement 

Dank Sensoren und integrierten Rechnern werden Maschinen, Anlagen, Haushaltsgeräte usw. immer „intelligenter“. Sie sammeln, verarbeiten und übermitteln DatenHäufig landen diese jedoch im digitalen Nirwana, weil ein integriertes Datenmanagement fehlt. Damit wird viel Business-Potenzial verschenkt, denn die von den smarten Geräten produzierten Daten lassen sich als Input für Geschäftsprozesse nutzen, für das frühzeitige Erkennen von Störungen oder die Steuerung von Prozessen in EchtzeitVoraussetzung dafür ist einVerarbeitungs- und Steuerzentrale wie sie ein modernes ERP-System zur Verfügung stellt. Die übermittelten Maschinen- und Sensordaten können zum Beispiel ein E-Mail an einen Sachbearbeiter im Service-Center auslösen (z.B. kritischer Wert an einer Anlage) oder eine Nachbestellung auslösen (z.B. unterschrittener Sicherheitsbestand in einer Abfüllanlage).  

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Zusammenspiel mit Drittsystemen 

Niemand ist eine Insel, auch nicht in der Digitalisierung. Vernetzte Wertschöpfungsketten – Anbieter, Lieferanten, Kunden, Behörden, Partner – sind längst Realität. Je einfacher und effizienter solche Symbiosen aufgebaut sind, desto mehr Nutzen bieten sie. Aus der Sicht eines einzelnen Unternehmens bedeutet dies, dass eine zentrale Gesamtlösung auch in der Lage sein muss, die Daten von Drittsystemen zu empfangen, zu verarbeiten und zu übermittelnModerne ERP-Systeme bieten für diese Interoperabilität verschiedene Lösungsansätze. Nebst klassischen Schnittstellen werden Webservices immer beliebter, zumal sich damit auch Webanwendungen oder Maschinen bzw. Geräte in das ERP-System einbinden lassen.   

 

Unterstützung agiler Organisationen 

Zuerst das Business, dann die Digitalisierung – so das Credo vieler mittelständischen UnternehmenDiese Haltung ist durchaus angebrachtist doch der Grundgedanke der Digitalisierung die Förderung der Wirtschaftlichkeit eines Betriebs und die Steigerung seiner Wettbewerbsfähigkeit. Zu den am häufigsten  Massnahmen in diesem Zusammenhang gehören die Verbesserung der Prozesseffizienz, die Optimierung von Unternehmensstrukturen, die Nutzung neuer Vertriebs- und Logistikkonzepte sowie die Einführung flexibler Arbeitsformen. Als Datenzentrale für das gesamte Unternehmen stellt das ERP-System die digitalen Grundlagen zur Verfügung. Insbesondere cloudbasierte Unternehmenslösungen haben den Vorteil, auch dezentrale und agile Formen und Organisationen zu unterstützen.  

 

Durchgängig digitaler Informationsfluss 

Nicht zuletzt bedeutet Digitalisierung auch Verzicht auf papiergebundene Informationen. Das schont nicht nur die Umwelt, sondern bietet viele weitere VorteileEin digitalisierter Informationsfluss ist  entscheidend für die Effizienz von GeschäftsprozessenDie Vermeidung von Medienbrüchen ist ein weiterer wesentlicher Aspekt, um Fehlerquellen und Missverständnisse aufgrund redundanter Daten zu vermeiden. Informationen können zeitgleich an beliebigen Orten zur Verfügung gestellt und bearbeitet werden. Wer ein Cloud-ERP nutzt, weiss den Vorteil zu schätzen, jederzeit und überall auf alle relevanten Unternehmensdaten zugreifen zu können. Gepriesen wird der digitale Informationsfluss aus einer Quelle – dem ERP-System. 

 

Kategorien: Cloud, ERP, myfactory, Business Intelligence, digitale Transformation

Über den Autor

David Lauchenauer

David Lauchenauer

David Lauchenauer (*1963) ist seit 1988 als Unternehmer im Bereich Business Software für KMU tätig. Seit 2008 ist er in der Schweiz Geschäftsführer und VR der myfactory Software Schweiz AG und startete 2009 mit myfactory das professionelle Cloud ERP für den Schweizer KMU-Markt, weshalb er über sehr umfassende Praxiserfahrungen mit Cloud-Computing verfügt. Seit 2016 ist David Lauchenauer auch Co-Geschäftsführer und Gesellschafter der myfactory International GmbH.

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