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Digitalisieren mit Köpfchen – darauf kommt es an

[fa icon="calendar"] 15.05.19 08:00 / von David Lauchenauer

David Lauchenauer

Digitalisieren-mit-Koepfchen-1Viele Wege führen zum digitalen Unternehmen. Und mindestens doppelt so viele Umwege. Ziele zu definieren, ist das eine. Diese auch zu erreichen, das andere. Wer einfach so drauflos rennt, läuft Gefahr, sich zu vergaloppieren. Deshalb heisst die Devise: Digitalisieren ja, aber bitte mit Köpfchen. Denkanstösse dazu finden Sie in diesem Beitrag.

 

Wertschöpfung mit Daten 

Daten sind der Rohstoff, den uns die Digitalisierung zur Verfügung stellt. Diesen digitalen Rohstoff effizient und möglichst nachhaltig zu nutzen, ist das übergeordnete Ziel aller Bemühungen. Konkret heisst das, dass Daten nur einmal erfasst werden und in einem zentralen Datenspeicher gehalten werden. Und zwar ohne Redundanz, Medienbruch, Datenabgleich oder -synchronisation. Wem es gelingt, Daten als Werkstoff zu betrachten, mit dem sich neue Geschäftsmodelle formen lässt, hat den digitalen Nutzen verstanden. Digitalisierung ist Wertschöpfung mit Daten. Beschäftigen Sie sich daher intensiv mit den Fragen: Sind alle verfügbaren Datenquellen meines Unternehmens bekannt? Lassen sich diese Daten aufbereiten, kombinieren und raffinieren? Wie beeinflussen Daten mein Geschäftsmodell? Wo schlummert noch Potenzial und wie lässt sich dieses nutzen?  

 

Kunde bestimmt Strategie 

Ein strategischer Ansatz für die Digitalisierung zu finden, ist einfach: Investieren Sie nicht in Technologie, sondern in Ihre Kunden – diese halten Ihr Unternehmen am Laufen. Mit welchem ERP-System Sie Ihre Produkte fertigen, ist den Kunden ziemlich egal. Anders, wenn damit für die Kunden ein Mehrwert entsteht. Beispielsweise, wenn Ihr Aussendienst dank eines Cloud-ERP alle Daten für einen perfekten Service stets mobil zur Verfügung hat. Oder, wenn Kunden mittels integriertem E-Commerce/ERP-System auf Ihre Profildaten inkl. Bestellhistorie im Webportal zugreifen können. Wählen Sie digitale Werkzeuge nicht (nur) nach Aussehen oder Marke, sondern stellen Sie den Kundennutzen in den Mittelpunkt. Hier lauten die Fragen: Welches Tool und welche Technologie machen uns für die Kunden attraktiver? Was erwarten die Kunden von einem Lieferanten hinsichtlich Digitalisierung? Wie gewinnen wir Wettbewerbsvorteile mit digitalen USPs (Unique Selling Point)? 

 

Raum für Innovationen bieten 

Digitalisierung ist in erster Linie eine Kreativdisziplin. Um dieses Potenzial zu nutzen, braucht es einen gewissen Freiraum für Innovationen. Das ist nur möglich, wenn entsprechende Initiativen von Mitarbeitenden gefördert werden. Gleichzeitig braucht es Toleranz gegenüber Fehlern und Fehlschlägen. KMU sollten und dürfen sich mehr getrauen, einen eigenen digitalen «Sandkasten» zum Spielen und Tüfteln zu schaffen. Ein dokumentiertes Ausprobieren, Auswertung von Erkenntnissen, Investitions- und Geschäftsplanung gehören ebenso dazu wie eine transparente Kommunikation. Um innovatives Denken und Handeln im Unternehmen zu fördern, braucht es Antworten auf Fragen wie: Womit können Anreize geschaffen werden? Wie motiviert man Mitarbeitende? Welche Rahmenbedingungen braucht es? 

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Kulturellen Wandel bewusst machen 

Wir erleben eine spannende Epoche mit vielen Veränderungen. Arbeit, Freizeit, Familie, Alltägliches und Persönliches – kaum ein Bereich in unserem Leben, welcher nicht durch den digitalen Wandel beeinflusst wird. Gleiches gilt auch für KMU, welche sich auf neue Anforderungen in Ihrem Geschäftsumfeld einstellen müssen. Sich für die Zukunft optimal aufzustellen und den idealen Weg dorthin zu finden, sind die zentralen Fragen. Um die erforderlichen Massnahmen und die entsprechenden Auswirkungen – kurz, den gesamten Change-Prozess – zu stemmen, braucht es ein mental starkes, positiv eingestelltes Team. Das entsteht nicht einfach so, sondern erfordert einen bewussten Aufbau einer neuen digitalen, kundengesteuerten Firmenkultur. Sind sie in der Lage, mit eigenen Kräften diesen Prozess zu bewältigen? Wie gehen Sie mit Widerstand, Ängsten und (hohen) Erwartungen um? Welche Werte legen Sie dem Kulturwandel zugrunde? 

 

Verantwortung und Führung übernehmen 

In stürmischen Zeiten braucht es jemanden, der Verantwortung und Führung übernimmt. Die Herausforderungen der digitalen Transformation in den Bereichen Technologien, Tools, Marktveränderungen, Strategien, Kooperationen, Organisation, Arbeitsmodelle, Motivation usw. sind anspruchsvoll. Eine erfolgreiche Digitalisierung braucht Köpfchen, denn die Reise in die Zukunft ist lang und endlos. Ins Handgepäck gehören kreatives Denken, ein gemeinsames Vorgehen, Mut zu Innovationen sowie die Bereitschaft, alte Pfade zu verlassen und neue einzuschlagen. Vor allem aber auch das Bewusstsein, sich auf ein spannendes, aufregendes und faszinierendes Abenteuer einzulassen.  

Kategorien: Cloud, ERP, Digitalisierung, digitale Transformation

Über den Autor

David Lauchenauer

David Lauchenauer

David Lauchenauer (*1963) ist seit 1988 als Unternehmer im Bereich Business Software für KMU tätig. Seit 2008 ist er in der Schweiz Geschäftsführer und VR der myfactory Software Schweiz AG und startete 2009 mit myfactory das professionelle Cloud ERP für den Schweizer KMU-Markt, weshalb er über sehr umfassende Praxiserfahrungen mit Cloud-Computing verfügt. Seit 2016 ist David Lauchenauer auch Co-Geschäftsführer und Gesellschafter der myfactory International GmbH.

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