Diese 10 Hacks machen KMU digitaler

von David Lauchenauer am 17.11.2021, 2 min Lesezeit

Der digitale Reifegrad von Unternehmen ist unterschiedlich und hängt von verschiedenen Faktoren ab. Häufige Stolpersteine bei der Umsetzung sind interne Widerstände, mangelndes Wissen oder fehlende Zeit. Um diese Probleme zu beseitigen, haben sich verschiedene Methoden als praktische Türöffner zur Digitalisierung von KMU bewährt. Lernen Sie die kleinen Helfer mit grosser Wirkung kennen.

#1 Nachvollziehbare Argumente liefern 

Früher oder später taucht in jedem Betrieb die Sinnfrage von digitalen Massnahmen auf. Kann diese nicht plausibel beantwortet werden, regt sich schon bald Widerstand. Dieser kann die geplante Umsetzung blockieren oder zumindest hemmen. Wichtig ist es daher, von Anfang nachvollziehbare Argumente auf den Tisch zu legen, warum und mit welchem Ziel digitalisiert werden soll.  

#2 Beteiligung und Mitbestimmung fördern 

Wir alle kennen das «not invented here»-Problem. Wer vor Tatsachen gestellt wird, tut sich schwerer, etwas gutzuheissen, als wenn er oder sie von Anfang an in die Lösungsfindung involviert war. Holen Sie alle Mitarbeitenden an Bord und machen Sie sie zu Mitbeteiligten an Ihren Digitalisierungsprojekten. Es lohnt sich, das Potenzial der Schwarmintelligenz zu nutzen, vor allem bei ERP-Systemen.  

#3 Systematische Evaluation von Lösungen 

Der IT-Markt ist für Laien ebenso vielfältig wie verwirrend. Eine systematische Evaluation von geeigneten Lösungen und passenden Anbietern ist unverzichtbar, wenn man sich nicht im digitalen Dschungel verlaufen will. Eine neutrale Beratung durch einen externen Fachmann kann die Lernkurve verkürzen und teure Fehlinvestitionen vermeiden. Lassen Sie sich Zeit und treffen Sie keine Bauchentscheide, vor allem dann nicht, wenn es um zentrale Systeme wie ein ERP geht.

#4 Langfristig und strategisch planen  

Egal, wie gross oder klein ein KMU ist, im Zuge der Digitalisierung werden mehr Bereiche tangiert als man anfangs denkt. Auftragsverwaltung, Dokumentenmanagement, Groupware, Zeiterfassung, Webshop und vieles mehr stehen in engem Kontext. Vorteilhaft ist eine integrierte ERP-Software, welche alle Anwendungen verbindet und skalierbar ist. Damit schafft man eine ideale Ausgangslage für eine langfristige, strategische Planung. 

#5 Offene Kommunikation des Projekts 

Wer nicht kommuniziert, verliert. Diese Binsenweisheit aus dem Marketing gilt auch für IT- und Veränderungsprojekte. Gerade die Digitalisierung schürt Ängste, Befürchtungen, Vorurteile und Abneigungen, wenn man daraus ein Geheimprojekt macht. Eine offene Kommunikation hingegen schafft Vertrauen – besonders auch dann, wenn man nicht nur über Erfolge, sondern auch über Verzögerungen oder Schwierigkeiten berichtet.  

#6 Anwender unkompliziert unterstützen 

Wo finde ich schon wieder die Adressmerkmale für den Newsletter-Versand? Wie trage ich ein ungeplante Lagerumbuchung im ERP ein? Warum kann ich die Rechnung nicht mehr korrigieren? Solche Fragen zeigen, dass mit digitalen Lösungen wirklich gearbeitet werden. Auch wenn etwas zum dritten Mal erklärt werden muss, machen Sie es den Anwendern einfach zu fragen.  

#7 Nutzen und Vorteile aufzeigen 

Nichts treibt die Digitalisierung so motivierend voran als der damit verbundene Nutzen. Dazu ist es nötig, Ziele und Messwerte zu definieren und diese mit dem Vorher zu vergleichen. Aussagen zur Verbesserung von Qualität, Menge, Schnelligkeit oder Häufigkeit sind nicht nur der Gradmesser für erfolgreiche Projekte, sondern Messlatten für weiteres Optimierungspotenzial 

#8 Anwendungen laufend optimieren 

Es gibt keine digitalen Lorbeeren, daher können Sie sich auch nie darauf ausruhen. Fast jede Software bietet einen Funktionsumfang, der in der Regel nur zu einem geringen Teil ausgenutzt wird. Daraus resultiert ein Potenzial, welches Sie sich nicht entgehen lassen sollten. Gerade ein ERP-System ist ein Füllhorn an Möglichkeiten, welche Sie sich sukzessive erschliessen sollten. 

#9 Vorschläge prüfen (und anerkennen) 

Die meisten Ihrer Mitarbeitenden sind ausgewiesene, erfahrene Fachleute. Deren Wissen und Erfahrungen sind für die Digitalisierung Ihres Unternehmens äusserst wertvoll. Bieten Sie die Möglichkeit, Vorschläge einzureichen und am Fortschritt zu partizipieren. Anerkennung und Wertschätzung sind auch in Zukunft wichtig. 

#10 Gemeinsam die Erfolge feiern 

Last but not least, steht jeder Digitalisierungsschritt für einen Teilerfolg auf dem Weg in die Zukunft – und das sollte auch gebührend gefeiert werden. Digitalisierung als Abenteuer, als Herausforderung und als Chance – so geht das digitale Denken allmählich ins Blut über. 

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David Lauchenauer
Über den Autor:
David Lauchenauer
David Lauchenauer (*1963) ist seit 1988 als Unternehmer im Bereich Business Software für KMU tätig. Seit 2008 ist er in der Schweiz Geschäftsführer und VR der myfactory Software Schweiz AG und startete 2009 mit myfactory das professionelle Cloud ERP für den Schweizer KMU-Markt, weshalb er über sehr umfassende Praxiserfahrungen mit Cloud-Computing verfügt. Seit 2016 ist David Lauchenauer auch Geschäftsführer und Gesellschafter der myfactory Gruppe.