Diese 8 Bereiche transformieren KMU zur digitalen Reife

von David Lauchenauer am 23.03.2022, 2 min Lesezeit

Digitalisierung ist ein dynamischer Prozess, welcher sich laufend selbst in Frage stellt. Das ist auch gut so, denn aus der technologischen Entwicklung einerseits und aus den Markt- und Konsumveränderungen andererseits ergeben sich laufend neue Rahmenbedingungen. Zugegeben, die Komplexität ist gross. Wer auf dem Weg zur digitalen Reife eine strukturierte Transformation anstrebt, sollte die folgenden 8 Bereiche beherrschen. 

Strategie – die Blaupause für die Zukunft 

Eines steht fest: Digitalisierung kann man sich nicht kaufen. Man muss sich diese Transformation erarbeiten und noch wichtiger – man muss sie leben. Eine digitale Strategie ist dabei eine wertvolle Leitplanke. Diese ist angesichts der Dynamik und Vielfalt des technologischen Wandels auch dringend nötig. Halten Sie die Strategie Ihres KMU schriftlich fest und überprüfen Sie regelmässig, ob Sie auf Kurs sind oder eine Kursänderung angepasst ist. 

Führung – mit gutem Beispiel voran 

Steht die Geschäftsführung Ihres KMU felsenfest hinter Ihrer Digitalisierungsstrategie? Werden die Ziele und Gründe gegenüber den Mitarbeitenden auch dann vertreten, wenn die Transformation mal länger dauert? Führungskräfte müssen bei der Umsetzung und Nutzung digitaler «Werkzeuge» mit gutem Beispiel vorangehen. Dazu gehört auch, sich mit internen Widerständen auseinanderzusetzen, Mitarbeitende zu motivieren und aktiv an der Digitalisierung mitzuarbeiten. 

Angebot – alle Register ziehen 

Egal, ob Ihr KMU ein Fertigungsbetrieb, ein Handelsunternehmen oder eine Dienstleistungsfirma ist, Ihr Angebot sollte ein Höchstmass an Digitalisierung aufweisen. Ziehen Sie bei der Transformation alle Register, auch wenn ein Produkt wie zum Beispiel ein Haarföhn sich nicht per se digitalisieren lässt. Aber vielleicht sind es digitale Dienstleistungen rund um das Produkt, ein Webshop mit Kundenportal oder digitale Kontaktmöglichkeiten mit Ihrem Unternehmen.  

Prozesse – kurz und bündig (aber mobil) 

Stellen Sie bei der digitalen Transformation alle Geschäftsprozesse auf den Prüfstand. Immer wieder. Die Digitalisierung erlaubt es einem KMU, seine Arbeitsabläufe neu zu gestalten. Mit einem Cloud ERP wie myfactory können beispielsweise  auch Mitarbeitende im Aussendienst problemlos und in Echtzeit in die laufenden Prozesse integriert werden. Ein integriertes ERP-System sorgt für einen durchgängigen Datenfluss und vermeidet Medienbrüche. Es ist das ideale Werkzeug für die Gestaltung effizienter, schlanker Prozesse.  

Firmenkultur – offen für Neues 

Die «Gring abe u seckle»-Mentalität funktioniert in Zeiten der Digitalisierung nur noch bedingt. Klar, das Arbeiten wird nicht abgeschafft. Aber Dienst nach Vorschrift greift definitiv zu kurz. Und wer nur den Kopf unten hat und rennt, verpasst es, den Ressourceneinsatz, das Vorgehen und die Ziele zu optimieren. Dazu braucht es eine Firmenkultur, die offen für die Transformation ist und auch Fehler (Learnings) akzeptieren kann. Eine solche Kultur muss wachsen und gedeihen können. 

Mitarbeitende – immer in Tuchfühlung bleiben 

Nicht jeder ist ein Digital Native. Der digitale Wandel geht einher mit Veränderungen, welche von den Mitarbeitenden durchaus auch als Bedrohung wahrgenommen werden. Digitalisierung funktioniert auf Dauer nur, wenn diese auch aus der Perspektive der Mitarbeitenden betrachtet wird. Das gilt für die gesamte Phase der Transformation. Anwender wollen ernstgenommen werden, sei es bei Unklarheiten oder bei Anregungen. Wer mit den Mitarbeitenden nicht auf Tuchfühlung ist, verliert die wichtigste Basis für die Digitalisierung.

Unternehmensumfeld – niemand ist eine Insel 

Ihr KMU ist eingebettet in ein Umfeld aus Kunden, Lieferanten, Partner, Freunden, Mitbewerber. Die Digitalisierung von Unternehmensprozessen bietet die Möglichkeit, diese Verbindungen zu vereinfachen und zu verbessern. Informationen können zum Beispiel über vernetzte ERP-Services direkt Daten austauschen, Routinearbeiten wie Bestandsabfragen lassen sich automatisieren… der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Wer nach digitaler Reife strebt, sollte sich regelmässig mit seinem Umfeld über gemeinsame Möglichkeiten austauschen.

Technologie – daran führt kein Weg vorbei 

Vielleicht haben Sie bereits den ersten (und wichtigsten) Schritt für die digitale Transformation Ihres KMU getan und nutzen ein Cloud ERP. Natürlich ist das nur ein Puzzleteil der Digitalisierung hin zur digitalen Reife. Nicht nur das Beherrschen zeitgemässer Technologien ist wichtig, sondern auch deren virtuose Nutzung als kreatives Werkzeug auf dem Weg zum digital reifen KMU. Technologie ist keine Blackbox, sondern Ihre Chance für die Zukunft

 

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David Lauchenauer
Über den Autor:
David Lauchenauer
David Lauchenauer (*1963) ist seit 1988 als Unternehmer im Bereich Business Software für KMU tätig. Seit 2008 ist er in der Schweiz Geschäftsführer und VR der myfactory Software Schweiz AG und startete 2009 mit myfactory das professionelle Cloud ERP für den Schweizer KMU-Markt, weshalb er über sehr umfassende Praxiserfahrungen mit Cloud-Computing verfügt. Seit 2016 ist David Lauchenauer auch Geschäftsführer und Gesellschafter der myfactory Gruppe. 2021 leitete er erfolgreich den Verkauf von myfactory an Forterro.