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Die Cloud als wichtigster IT-Trend in der Schweiz

29.04.20 08:00 / von David Lauchenauer

David Lauchenauer

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Die Cloud ist keineswegs eine neue Technologie, erste Überlegungen reichen bis in die 1960er Jahre zurück. Seit den 2000er Jahren gibt es die ersten webbasierten Business Anwendungen, doch seit 2010 entwickelt sich die Cloud-Technologie rasant. Im Jahre 2020 steht fest: Die Cloud ist nicht nur in KMUs angekommen, sie gehört inzwischen zum festen Bestandteil von Unternehmen weltweit. Wie die Lage rund um die Cloud in der Schweiz aussieht, beschreibt dieser Blog-Artikel.

Studien rücken die Cloud in den Fokus

Die IT-Trends-Studie von Capgemini zeigt, dass die fortschreitende Digitalisierung nach wie vor die höchste Priorität in den Unternehmen geniesst. Als eine der wichtigsten Massnahmen für den Erfolg von Digitalisierungsprojekten gilt der Ausbau der Cloud-Kapazitäten. Diese gewinnen im Vergleich zum Vorjahr weiter an Bedeutung, laut Capgemini kommen inzwischen über 70 % aller IT-Services aus der Cloud. Dabei nimmt vor allem die Nutzung von Cloud-Diensten im Bezugsmodell Software-as-a-Service zu, zum Beispiel für Business Software wie ERP oder CRM, Datenanalyse & BI oder Datenspeicherung. Die Cloud soll dabei helfen das Mobile Business voranzutreiben, Kosten einzusparen, die Effizienz zu steigern und sich auf das Kerngeschäft zu fokussieren. Die IT-Trends-Studie beleuchtet darüber hinaus ebenfalls Herausforderungen von Unternehmen bei der Digitalisierung, allen voran durch eine stetig steigende IT-Komplexität. Durch eine steigende Anzahl an IT-Systemen und Prozesse stagnieren beispielsweise Bemühungen zur Automatisierung von digitalen Fertigungsprozessen. Eine Rolle spielen hier fehlende Integrationsmöglichkeiten und APIs sowie mangelndes Know-how. Ganzheitliche cloudbasierte IT-Systeme reduzieren Dateninseln und bieten von Haus aus eine hohe Integrationstiefe. 

Die IT-Entwicklung in der Schweiz verläuft nicht äquivalent zum Ausbau in anderen Ländern. Obwohl in einigen Bereichen synchrone Ansätze zu erkennen sind, lässt sich dieser Umstand nicht pauschal auf den gesamten Digitalisierungsbereich übertragen. Verglichen mit anderen Ländern, zu dem Schluss kommt die Swico House View 2020 Studie, hängt die Schweiz hinsichtlich einiger Technologietrends noch ein ganzes Stück hinterher. Insbesondere wird der Prozess der Digitalisierung im Bereich der Landwirtschaft kritisiert.

 

Cloud als Enabler-Technologie in der Schweiz

Besonders in der Schweiz, so die Swico House View Studie 2020, kommt der Verwendung der Cloud eine überdurchschnittliche Bedeutung zu. Ganze 26 % aller Investitionen in der Schweiz fliessen in Cloud-Technologien, die Autoren der Studie bezeichnen diese sogar als „Gamechanger“. Hinsichtlich eines nachhaltigen Digitalisierungsprozesses und der Investitionen, die damit einhergehen, sieht die Studie die Informations- und Kommunikationsbranche vorne. Mit 9 % aller laufenden Projekte führen sie die Liste der Unternehmen an, die in Cloud-Technologien investieren. Auf denselben Wert kommen ebenfalls die Finanzdienstleister und Versicherungen. Mit 8 % liegen die Investitionen in Cloud-Projekte seitens des Verkehrs und der Logistik sowie für die öffentliche Verwaltung nur knapp dahinter.

Daten ausserhalb der eigenen Unternehmens-IT zu speichern, wird für Unternehmen immer attraktiver. In vielen Fällen liegt der Grund für diese Attraktivität in der Kostenersparnis, welche durch ein entsprechendes Outsourcing erreicht werden kann, da keine eigene IT-Infrastruktur benötigt wird. Auf die Verwendung der Cloud zurückzugreifen, ist auch aus dem Grund sinnvoll, dass sie sowohl die Performance als auch die Sicherheit erhöht. Doch die Cloud ist längst viel mehr als Datenspeicherung. Die Technologie per se ermöglicht es Unternehmen skalierbare Rechenpower zur Verfügung zu stellen – und zwar genau dann, wenn diese benötigt wird. Durch das Bezugsmodell Software-as-a-Service (SaaS) werden aber nicht nur Ressourcen abgerufen, sondern ebenso zentrale Anwendungen als Managed Service bezogen. Unternehmen reichen im Prinzip ihre Anforderungen für ERP, CRM, BI & Co. an die Anbieter weiter, welche für die Entwicklung, Konfiguration, Betrieb, Verfügbarkeit und Rechtssicherheit der Anwendung sorgen.

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Die Vorteile der Cloud für KMU

Die Cloud bietet ihren Nutzern unterschiedliche Vorteile. Im Zuge der Ergebnisse der eingangs erwähnten Capgemini Studie sind hier vor allem Steigerungen von Effizienz in den Unternehmen und eine Kosteneinsparung zu nennen. Statt eigene IT-Infrastrukturen aufzubauen, zu warten und zu betreiben, können die entsprechenden Ressourcen umsatzsteigernd eingesetzt werden. Durch den Wegfall der hausinternen IT-Infrastruktur wird kein Kapital gebunden, die Total Cost of Ownership (TCO) können budgetiert werden. Aufgrund der professionellen Cloud-Infrastruktur der spezialisierten Rechenzentren steigt die Verfügbarkeit von IT-Systemen und Daten, Ausfälle werden auf ein absolutes Minimum reduziert. Der State of Cybersecurity Report 2020 vom Beratungshaus Accenture zeigt, dass knapp 11 % des gesamten IT-Budgets auf den Bereich Cybersecurity entfällt, die Kosten steigen laut 69 % der Befragten nicht nachhaltig an. Durch Nutzung der Cloud können KMU für die jeweiligen Cloud-Systeme die Verantwortung auf die Anbieter übertragen und das Budget für die Digitalisierung wertschöpfend einsetzen. Die Endanwender profitieren darüber hinaus über eine orts- und zeitunabhängige Verfügbarkeit im mobilen Business.

 

Nicht unbegründet erhält die Verwendung der Cloud in diversen Unternehmensbereichen also immer mehr Einzug. Aufgrund der Vielzahl an Cloud-Vorteilen werden enorme Summen in den Bereich der Cloud-Infrastruktur investiert, die durch die Nutzung vorangetrieben und weiter optimiert werden soll. Auch wenn die Swico House View 2020 Studie zu dem Schluss kommt, die Schweiz läge im Rahmen der Digitalisierung in einigen Bereich hinter anderen Ländern zurück, so ist doch festzuhalten, dass sie wie kaum ein anderes Land auf die Nutzung der Cloud zurückgreift, um den weitreichenden Prozess der Digitalisierung insbesondere in KMUs durchzusetzen, sodass die Wettbewerbsfähigkeit dank der Cloud nachhaltig sichergestellt werden kann.

  

Kategorien: Cloud, ERP, myfactory, Business Intelligence, digitale Transformation

Über den Autor

David Lauchenauer

David Lauchenauer

David Lauchenauer (*1963) ist seit 1988 als Unternehmer im Bereich Business Software für KMU tätig. Seit 2008 ist er in der Schweiz Geschäftsführer und VR der myfactory Software Schweiz AG und startete 2009 mit myfactory das professionelle Cloud ERP für den Schweizer KMU-Markt, weshalb er über sehr umfassende Praxiserfahrungen mit Cloud-Computing verfügt. Seit 2016 ist David Lauchenauer auch Co-Geschäftsführer und Gesellschafter der myfactory International GmbH.

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