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Der ERP-Boost für das Mobile Business

25.11.20 08:00 / von David Lauchenauer

David Lauchenauer

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Was lange Zeit als Schlagwort durch Fachmedien und Kongresse geisterte, ist inzwischen bei den meisten Unternehmen in der Schweiz zum Alltag geworden: das Mobile Business. Die Begrifflichkeit beinhaltet, dass Informationendie Kommunikation mit allen Stakeholderndie Interaktion bzw. Kollaboration und Transaktionen bzw. Datenübertragungen von mobilen Endgeräten über Netze übermittelt werden. Primär wird dazu das Internet genutzt, wodurch das Mobile Business vollständig ortsunabhängig stattfinden kann. In der Praxis vereint dies beispielsweise mobile Vertriebler, den technischen Kundendienst, unterschiedliche Unternehmensstandorte bzw. Unternehmensbereiche wie das Lager sowie Mitarbeiter bei Dienstreisen oder aus dem Homeoffice. Der folgende Beitrag zeigt, wie ein ERP-System einen regelrechten Boost für das Mobile Business darstellen kann und worauf es hierbei wirklich ankommt. 

Homeoffice, Co-Working & Aussendienst: Viele Facetten beim Mobile Business 

Das Jahr 2020 hat die Arbeitswelt nachhaltig geprägt. Bestehende Muster wie die zwingende Erledigung von Tätigkeiten aus dem Büro heraus wurden aufgebrochen. Die Effekte sind spürbar und werden nachhaltige Veränderungen in der Arbeitswelt bewirken. Das Homeoffice ist aus Schweizer Unternehmen nicht mehr wegzudenken und wird sich zukünftig noch mehr etablieren. Dies hat zahlreiche interne und externe Veränderungen zur Folge. Allen voran gilt es neu zu definieren, welche Rolle das Büro einnehmen wird. Hybride Formen, bei denen die Arbeit z.B. aus dem Homeoffice, einem Co-Working-Space oder einem Café aus erledigt wird und das Büro vor allem der Kommunikation und Kollaboration dient, sind ebenso denkbar wie grösstenteils dezentrale Betriebe. Bei dezentralen Unternehmen würde das Mobile Business in diesem Zuge das Fundament für alle Geschäftstätigkeiten darstellen; es wird zur neuen Norm. Büroräume haben bei solchen New-Work-Konzepten nur noch repräsentative Pflichten zu erfüllen. Der Aussendienst lebt seit jeher das Mobile Business. Ob es der technische Vertrieb bei Industrieunternehmen oder der mobile Kundendienst ist: Aussendienstler sind seit jeher immer unterwegs und durch ihre Funktion stets direkt am Kunden. Es gilt bei diesen Terminen nicht nur durch Kompetenz und mit passenden Lösungen zu überzeugen, sondern auch einen Mehrwert in Form von optimalen Prozessen zu liefern. In dieser Funktion dient der Aussendienstler als Botschafter des Unternehmens und kann mit einer guten Kundenerfahrung zusätzlich punkten.  

Mobile First für das Mobile Business 

Die Studie "ERP in der Praxis" durch die Analyse-Firma Trovarit zeigte in der diesjährigen Ausgabe erneut, dass für Anwender der mobile Einsatz von Business Software und insbesondere ERP besonders im Fokus steht. Direkt nach Trends wie Daten- und Informationssicherheit, Compliance und Usability gaben 43% der befragten Betriebe an, dass der mobile Einsatz besonders relevant ist. Waren zu Beginn der Digitalisierung vor allem noch grosse Laptops die mobilen Endgeräte der Wahl, spielen diese inzwischen vor allem beim Co-Working und Homeoffice noch eine Rolle. Im wirklich mobilen Einsatz sind es inzwischen vor allem Tablets und Smartphones, mit denen komfortabel (siehe Punkt Usability bei der Trovarit-Studie) auf Business Software zugegriffen werden sollte – und zwar jederzeit, einfach über das Internet. Benötigt werden dafür native Apps und eine adaptive Web-Oberfläche, die auch auf mobilen Endgeräten eine möglichst grosse Funktions- und Nutzungstiefe ermöglichen. Cloudbasierte ERP-Anwendungen setzen sich aus diesem Grunde immer mehr in KMU durch, da sie mehrere Aspekte vereinen:  

  • Einfacher webbasierter Zugang für alle Mitarbeiter – egal ob von unterwegs oder aus dem Büro 
  • Erfüllung hoher Sicherheitsstandards durch SSL-Verschlüsselung, dediziertem Rechte- und Zugriffsmanagement sowie Hosting in spezialisierten Rechenzentren 
  • Nutzung einer Software-Plattform, die verschiedene Module wie E-Commerce, CRM oder PPS in einem System integriert 

Mit der Cloud haben die Anbieter von Business Software damit einen skalierbaren Ansatz gefunden, der sich mit den realen Anforderungen von KMU deckt. 

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Wie das ERP zum Mobile Business Booster avanciert 

Während die Cloud die notwendige Infrastruktur bietet, um Business Software optimiert für das Mobile Business zur Verfügung zu stellen, ist es vor allem Cloud ERP, welches die Ansätze des mobilen Arbeitens aktiv unterstützt. Mobile Business umfasst dabei deutlich mehr Aspekte, als in der anfänglichen Definition genannt wurden. Die Zielsetzung des mobilen Arbeitens deckt sich damit überraschend gut mit den Anforderungen von Anwendern an ERP-Software: Prozesse sollen vereinfacht, automatisiert und Zeit sowie Ressourcen eingespart werden, bei möglichst grösster Flexibilität für alle Mitarbeiter. Während die meisten Mobile-Business-Definitionen bei mobilen Datenzugriffen enden, sind es aber vor allem die Prozess-Optimierungen, auf die es wirklich ankommt, um das Optimum herauszuholen. Beispielsweise reicht es nicht aus, wenn der Aussendienst beim Kunden vor Ort Bestellungen einsehen oder eintragen kann. Stattdessen sollten möglichst automatisierte Prozesse definiert sein, die solche Bestellungen schnellstmöglich in die Produktion überführen, um einen wirklichen Zeitgewinn zu erzielen. Kann der Vertriebler dann dem Kunden vor Ort direkt verlässliche Informationen zum Lieferzeitpunkt nennen, ist der Auftrag zur vollsten Kundenzufriedenheit abgegeben worden – was wiederum den Umsatz ankurbelt. 

Abschliessend lässt sich festhalten, dass es eine dedizierte Strategie für das Mobile Business benötigt. Es gilt nicht nur eine sinnvolle Integration des mobilen Arbeitens für die Mitarbeiter zu finden, ebenso gilt es, dass Prozesse sinnvoll um mobile Ansätze erweitert und durchgedacht werden. In der Folge haben Mitarbeiter klare Regeln, mit denen sie sich identifizieren können und die Geschäftsleitung kann überprüfen, ob gesteckte Ziele erreicht werden – trotz oder gerade wegen Mobile Business. 

 

Kategorien: Administration, Cloud, ERP, KMU, Formulardesign, myfactory, Digitalisierung, Mobile Business, digitale Transformation

Über den Autor

David Lauchenauer

David Lauchenauer

David Lauchenauer (*1963) ist seit 1988 als Unternehmer im Bereich Business Software für KMU tätig. Seit 2008 ist er in der Schweiz Geschäftsführer und VR der myfactory Software Schweiz AG und startete 2009 mit myfactory das professionelle Cloud ERP für den Schweizer KMU-Markt, weshalb er über sehr umfassende Praxiserfahrungen mit Cloud-Computing verfügt. Seit 2016 ist David Lauchenauer auch Co-Geschäftsführer und Gesellschafter der myfactory International GmbH.

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