Datenvisualisierung: Alle Daten auf einen Blick

von Sandra Bültermann, Autorin am 24.08.2022, 3 min Lesezeit

Zu den Aufgaben der Geschäftsführung gehört es, den Ist-Zustand des Unternehmens zu analysieren, Ziele für die nahe sowie langfristige Zukunft zu definieren und Pläne zu verfassen, wie diese Ziele erreicht werden können. Eine der Hauptaufgaben ist es also, den langfristigen Unternehmenserfolg zu sichern. Damit das gelingt, müssen Entscheider jederzeit Zugriff auf die aktuellen Zahlen aller Abteilungen haben. Und je besser sie die Zahlen verstehen, desto effektiver und effizienter können sie ihren Job machen. ERP-Systeme bereiten die wichtigsten Kennzahlen visuell auf und helfen damit zu einem schnelleren, besseren Verständnis.


Daten besser verstehen

Natürlich kann die Geschäftsleitung die entscheidungsrelevanten Zahlen regelmäßig aus den einzelnen Abteilungen anfordern. Doch das geht in der Regel einher mit viel Aufwand und Zeitverzögerungen. Wesentlich effizienter ist es, die gewünschten Kennzahlen festzulegen und deren tagesaktuelle Berechnung zu automatisieren. Diesen Prozess unterstützen moderne ERP-Systeme, die nicht nur alle Unternehmensdaten an einem zentralen Ort zusammentragen und die Erstellung von Analyseberichten, Reports, Prognosen sowie weiterer Berichte auf Wunsch automatisieren. Sie unterstützen zudem die Visualisierung von Daten, die ein wesentlich besseres Verständnis sowie eine bessere Durchdringung der Analyseergebnisse sicherstellt.

 

Dashboards – die wichtigsten Kennzahlen immer im Blick

Moderne ERP-Lösungen bringen interaktive Dashboards mit, die sich an die individuellen Anforderungen des jeweiligen Users anpassen lassen und automatisierte KPI-Anfragen unterstützen. Die Darstellung der Auswertungen erfolgt in grafischer Form, in der Regel als Charts, Diagramme und Statistiken. Datenvisualisierungen haben den Vorteil, dass sich Zahlen schneller und zuverlässiger interpretieren und Extremwerte besser erkennen lassen. Zudem bieten interaktive Dashboards die Möglichkeit, einzelne oder mehrere Kennzahlen im Zeitverlauf zu betrachten, mehrere Jahre miteinander zu vergleichen, bestimmte Faktoren zu isolieren oder Leistungskennzahlen auf Abteilungsebene herunterzubrechen. Dashboards liefern die relevanten Informationen auf einen Blick – inklusive Kontext. Das hilft Entscheidern dabei, Trends wirksamer einzuordnen und datengetriebene Entscheidungen zu treffen.

 

Vorteile der Datenvisualisierung

Das Potenzial der riesigen Datenmengen bleibt in vielen Unternehmen ungenutzt. Dabei tragen clevere Datenanalysen maßgeblich dazu bei, unnötige Kosten zu identifizieren, interne Abläufe zu optimieren und präzise Aufnahmen des Ist-Zustands sowie Zukunftsprognosen zu erstellen. Ohne digitale Tools ist die Erfassung, Auswertung und Darstellung von Informationen allerdings nahezu unmöglich. Der Einsatz einer modernen, integrierten ERP-Lösung verhilft Unternehmen zu einer gehaltvollen Basis, auf der sich fundierte Entscheidungen treffen lassen.

Wichtige Erkenntnisse

Visuell aufbereitete Unternehmenskennzahlen vereinfachen den Prozess der Datenanalyse erheblich. Schließlich ist nicht jeder Finanz- oder Controlling-Experte. Diagramme und Grafiken haben deutlich mehr Aussagekraft als reine Texte oder Zahlenwerte. Die Veranschaulichung komplexer Datensätze deckt Muster und Trends sowie Beziehungen zwischen einzelnen Parametern auf, die sonst oftmals im Verborgenen bleiben. Auch Abweichungen beziehungsweise Sonderfälle lassen sich einfacher identifizieren. Gezielt aufbereitet offenbaren die aktuellen Zahlen beispielweise, wo rasche Erfolge zu erwarten sind, wo sich eventuell neue Märkte abzeichnen oder welche Kunden Potenzial bieten. Datenvisualisierungen verhelfen außerdem Mitarbeitern mit geringerem fachlichem oder technischem Know-how dazu, Aussagen und Zusammenhänge besser nachvollziehen zu können.

Schnellere, datengetriebene Entscheidungen

Im richtigen Moment die richtige Entscheidung zu treffen, ist häufig ausschlaggebend für den Unternehmenserfolg. Oftmals bleibt keine Zeit für lange Datenauswertungen. Erfolgt die Visualisierung anhand von Echtzeit-Daten, ist eine sichere Entscheidungsgrundlage gegeben, um betriebliche Abläufe zu optimieren und letztlich die Wirtschaftlichkeit zu steigern. Die Datenvisualisierung verhilft Unternehmen zu einem echten Wettbewerbsvorteil: Wer seine Daten schneller versteht, kann schneller auf Marktveränderungen reagieren, Chancen erkennen und dementsprechend handeln.

Mehr Erfolg bei der Überzeugungsarbeit

Unser Gehirn ist nicht dafür gemacht, große Datenmengen zu verarbeiten. Füttern Sie die Gehirne Ihrer Zuhörer hingegen mit Farben und Mustern, verarbeiten sie die Informationen wesentlich schneller. Nutzen Sie das, um die Ergebnisse komplexer Analysen zusammenzufassen und Ihr Gegenüber von einem Projekt oder Produkt schneller zu überzeugen.

 

Visualisierungsmethoden im ERP-System

Für gewöhnlich erfolgt die Datenvisualisierung im ERP-System in Form von Diagrammen und Grafiken, die die Analyseergebnisse verschiedener Datenquellen bildlich und im Zusammenhang darstellen. Doch nicht jeder Diagrammtyp eignet sich für jeden Zweck. Diagramme leisten nur gute Arbeit, wenn sie richtig eingesetzt werden.

Säulendiagramme werden primär dazu verwendet, verschiedene Faktoren zu vergleichen. Sie eignen sich gut, um Veränderungen beziehungsweise Schwankungen innerhalb eines Zeitraums abzubilden, wie zum Beispiel die Einnahmen verschiedener Absatzkanäle pro Jahr.

Beim Balkendiagramm handelt es sich um ein gedrehtes Säulendiagramm. Es wird in der Regel verwendet, um Unübersichtlichkeit zu vermieden und ist ideal für Rankings – auf den waagerechten Säulen lassen sich gut lange Beschriftungen unterbringen.

Additive Diagramme stellen einzelne Anteile eines zusammengesetzten Ganzen dar. Damit lässt sich gut die Zusammensetzung von Kostenanteilen visualisieren.

Kreis- und Ringdiagramme stellen ebenfalls Teile eines Ganzen dar – in Form von Tortenstücken. Sie eigenen sich hervorragend für die Darstellung relativer Anteile; zeitliche Abläufe hingegen lassen sich nicht abbilden.

Kurvendiagramme, wie man sie von Aktienkursen kennt, helfen bei der Darstellung und dem Vergleich zeitlicher Abläufe. Entwicklungen und Trends sind hier gut erkennbar.

Portfoliodiagramme zeichnen sich durch ihre drei oder mehr Dimensionen aus. Sie helfen etwa bei der Analyse und Bewertung von Produkten, Märkten oder des Wettbewerbs.

 

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Sandra Bültermann (*1975) ist seit 1999 als Technische Redakteurin tätig. Als langjährige Mitarbeiterin bei Fachzeitschriften, Agenturen und Softwareunternehmen verfügt sie über umfassende Kenntnisse in den Bereichen IT, Kommunikation und Contentmanagement. Ihre Kernkompetenz liegt darin, komplexe, technische Themen verständlich und zielgruppenorientiert aufzubereiten.