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Das ERP als Geldschleuder? Nicht mit der Cloud!

26.06.19, 07:45 / von David Lauchenauer

David Lauchenauer

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Moderne ERP-Systeme können den Unterschied zwischen einem guten und einem erfolgreichen Unternehmen ausmachen. Sei es als Grundlage für effiziente Prozesse oder als Türöffner für innovative Geschäftsmodelle. Der Haken: Die Beschaffung und der Unterhalt von professioneller ERP-Software können ganz schön ins Geld laufen. Nicht so, wenn es sich dabei um eine Cloud-Lösung handelt. Kosteneinsparungen sind dabei nur ein Teilaspekt. 

Software nutzen statt besitzen 

Das dynamische KMU-Umfeld einerseits und die Kurzlebigkeit von IT-Technologien andererseits machen den Besitz von Software zum Verlustgeschäft. Rechnet man den Aufwand für die benötigte Infrastruktur und die laufenden Unterhaltskosten hinzu, kann man viele Unternehmen verstehen, welche das Kosten-Nutzen-Verhältnis von ERP-Systemen in Frage stellen. Wer eine entsprechende Lösung nutzen wollte, musste bis vor einigen Jahren wohl oder übel eine Anzahl Lizenzen erwerben und zusätzlich jedes Jahr Wartungsgebühren berappen. Dieses Paradigma hat sich mit der Cloud schlagartig geändert. Heute verzichten immer mehr Firmen darauf, ein eigenes ERP zu betreiben. Die Nutzung von cloudbasierten Softwareservices ist nicht nur einfacher, sondern im Endeffekt auch günstiger, sicherer und transparenter. Kein Wunder setzen immer mehr Unternehmen auf ERP-Software aus der Cloud. Das Motto lautet heute: Software nutzen statt besitzen. 

 

Verschont vor bösen Überraschungen 

Der Ausfall des zentralen ERP-Datenbank-Servers im eigenen Unternehmen kann schnell ins Geld gehen (ganz abgesehen von der unproduktiven Stillstandszeit). Fehleranalyse, Ersatzteile, Reparatur oder Austausch usw. dauern und verursachen Kosten. Auch wer über redundante Systeme und Komponenten verfügt, bleibt vor bösen Überraschungen nicht verschont. Bevor das ERP wieder hochfährt, muss die Software neu installiert und Daten zurückgespielt werden. Die Stunde der Wahrheit für jedes Backup-Storage! Das für den Betrieb nötige Know-how wird in der Regel von eigenen Fachpersonen sichergestellt. Verlässt der IT-Spezialist das Unternehmen, muss das Wissen entweder intern wieder aufgebaut oder über externe Profis beschafft werden. Auch wenn die lokal installierte ERP-Software über hervorragende Eigenschaften verfügt, kann einem das komplexe Systemumfeld jederzeit einen (kostspieligen) Streich spielen. 

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Flexibilität muss nicht teuer sein 

Unternehmen sind keine statischen Gebilde. Agilität und Effizienz lautet das Gebot der Stunde. Entsprechend flexibel muss auch die Ausgestaltung der ERP-Umgebung sein. Nicht nur funktional, sondern auch ressourcenmässig muss sich eine Lösung jederzeit an neue Gegebenheiten anpassen können. Und das kann sehr schnell gehen, wenn z. B. das Marketing-Team ausgebaut wird, neue Kundendienstmitarbeitende eintreten oder der Produktionsbereich erweitert wird. Oder aber wenn neue Filialen eröffnet werden, ein temporärer Pop-up-Store benötigt wird und vieles mehr. Natürlich muss das auch in die «andere» Richtung funktionieren. Also wenn zum Beispiel Niederlassungen geschlossen werden, der Betrieb reduziert wird oder Entlassungen bevorstehen. Mit Cloud-Abos ist die Anpassung an den aktuellen Bedarf kein Problem. Ungünstig, wenn man Lizenzen erworben hat, welche man dann nicht mehr braucht. Die Kündigungsfristen sind unter Umständen lang und die Wartungsgebühren bereits bezahlt. 

 

Backup und Updates inklusive 

Das gute Gefühl der Sicherheit ist unbezahlbar. Wer ruhig schlafen will, sollte seine Unternehmensdaten Profis anvertrauen, welche rund um die Uhr für einen zuverlässigen Systemunterhalt sorgen. Zur Cloud gehört auch der Betrieb von redundanten Systemen, welche eine unterbruchsfreie Softwarenutzung ermöglichen. Dazu zählt auch eine laufende Sicherung von Daten. Gibt wirklich einmal ein System den Geist auf, müssen Daten sofort wieder zur Verfügung stehen. Oft stellen Firmen fest, dass ihre eigene Datensicherung nicht lesbar sind. Das Backup wurde zwar durchgeführt, jedoch keine Daten gespeichert. Diese Sorge wird ihnen beim Cloud-ERP genauso abgenommen wie die Durchführung von Software-Updates. Während sich der Cloud-Anbieter darum kümmert, dass das System jederzeit auf dem neusten Stand ist, müssen On-Premise-Nutzer für Updates häufig tief in die Tasche greifen. Nicht selten sind lokale Updates mit weiteren Aufwänden wie Stillstandszeiten und Dienstleistungskosten verbunden.

Fazit: Wer ein modernes ERP nutzen und trotzdem das Geld nicht zum Fenster hinauswerfen will, ist mit der Cloud bestens bedient. 

Kategorien: Cloud, ERP, Digitalisierung, digitale Transformation

Über den Autor

David Lauchenauer

David Lauchenauer

David Lauchenauer (*1963) ist seit 1988 als Unternehmer im Bereich Business Software für KMU tätig. Seit 2008 ist er in der Schweiz Geschäftsführer und VR der myfactory Software Schweiz AG und startete 2009 mit myfactory das professionelle Cloud ERP für den Schweizer KMU-Markt, weshalb er über sehr umfassende Praxiserfahrungen mit Cloud-Computing verfügt. Seit 2016 ist David Lauchenauer auch Co-Geschäftsführer und Gesellschafter der myfactory International GmbH.

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