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Darum geht es bei agilen Arbeitsformen

16.09.20 08:00 / von David Lauchenauer

David Lauchenauer

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Von agilem Denken über agile Unternehmen bis zu agilen Arbeitsformen – Agilität scheint das Gebot der Stunde zu seinDoch um was geht es dabei eigentlich? Sind agile Methoden nicht etwas, mit denen sich Softwareentwickler herumschlagen? Erfahren Sie in diesem Beitrag, was Sie eigentlich schon lange über agiles Arbeiten wissen wollten. 

Ein Kind der digitalen Transformation 

Geht man auf die Ursprünge von agilem Arbeiten zurück, stösst man unweigerlich auf das «Agile Manifest» aus dem Jahr 2001. Mit der zunehmenden Dynamik der Digitalisierung stand die Softwareentwicklung vor dem Problem, mit der raschen Veränderung Schritt halten zu können. In diesem Zusammenhang wurde eine Methodik entwickelt, welche als «Agiles Manifest» bekannt wurde und von vier Leitsätzen geprägt ist: 

Wir erschließen bessere Wege, Software zu entwickeln, indem wir es selbst tun und anderen dabei helfen. Durch diese Tätigkeit haben wir diese Werte zu schätzen gelernt:

1.Individuen und Interaktionen schätzen wir mehr als Prozesse und Werkzeuge.

2. Funktionierende Software schätzen wir mehr als umfassende Dokumentation.

3. Zusammenarbeit mit dem Kunden schätzen wir mehr als Vertragsverhandlung.

4. Reagieren auf Veränderung schätzen wir mehr als das Befolgen eines Plans.

Das heißt, obwohl wir die Werte auf der rechten Seite wichtig finden, schätzen wir die Werte auf der linken Seite höher ein.

Rasch wurden diese Leitsätze auch auf andere Organisations- und Arbeitsformen adaptiert. Heute sind agile Prozesse aus modernen Unternehmen nicht mehr wegzudenken, liefern sie doch entscheidende Wettbewerbsvorteile. Dabei sind vor allem die nachfolgenden Faktoren erfolgsrelevant. 

 

Teamarbeit ist angesagt 

Arbeiten im stillen Kämmerlein ist passé. Agile Teams setzen auf eine enge Interaktion. Mobile Unternehmenslösungen und eine entsprechende Infrastruktur, wie z.B. Cloudlösungen oder mobile Geräte, erlauben ein dezentrales Arbeiten, ohne dass die Verbindung zwischen den Teammitgliedern abreisst. Im Vordergrund steht der Austausch mit Individuen und die Interaktion, welche mit Hilfe von Prozessen und Werkzeugen ermöglicht wird. 

 

A propos Werkzeuge… 

Begriffe wie Scrum oder Kanban sind geläufig. Beide Methoden setzen auf agile Frameworks statt auf starre ProzesseGerade das Kanban-Prinzip gewinnt immer mehr Anhänger. Es lässt sich nämlich nicht nur im Unternehmen anwenden, sondern auch im persönlichen Leben. Auf dem Markt gibt es dafür ausgezeichnete Tools. Wer sich jedoch nicht verzetteln will, sollte die Menge der Tools möglichst bescheiden halten. 

 

Eigenverantwortliches Handeln 

Innerhalb des vorgegebenen Auftrags erhalten agile Teams weitgehende Eigenverantwortung, was das Handeln betrifft. Im Gegensatz zu früher wird dabei jedoch nicht gewartet, bis irgendwann am Tag X ein Resultat vorliegt, sondern in kurzen Zeitabschnitten, sogenannten «Sprints», die Zwischenergebnisse laufend analysiert und gegebenenfalls angepasst 

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Regelmässige Kommunikation 

Kommunikation ist das A und O von agilen Organisationen. Nicht nur innerhalb von internen Projektteams, sondern auch mit allen relevanten Beteiligten (z.B. Kunden, Lieferanten, Mitarbeitern, Partnern) wird ein regelmässiger Austausch gepflegt. Dadurch können frühzeitig wichtige Informationen in das Projekt einfliessen oder bei Bedarf Korrekturen vorgenommen werden.  

 

Je persönlicher, desto besser 

Aus eigener Erfahrung wissen wir, dass die Übermittlung von Informationen mit dem Abstraktionsgrad des Mediums erschwert wird (wer kennt nicht die Verwirrungen, welche z.B. in WhatsApp-Chats entstehen…). Aus diesem Grund betont das «Manifest» auch: «Die effizienteste und effektivste Methode, Informationen an und innerhalb eines (Entwicklungs-)Teams zu übermitteln,  ist im Gespräch von Angesicht zu Angesicht.» Dank Web-Conferencing ist diese Notwendigkeit heute einfacher denn je. 

 

Teilprojekte sind einfacher zu stemmen 

Den Arbeitsfortschritt im Griff zu behalten, ist deutlich einfacher, wenn das Gesamtpaket in einzelne Teilprojekte zerlegt wird. Agilität bedeutet nicht zuletzt das Aufbrechen von komplexen Projekten und die Zerlegung in überschaubare, machbare AufträgeDas erhöht nicht nur die Erfolgschancen, sondern erlaubt gleichzeitig ein flexibles Reagieren auf Veränderungen.  

 

Kontinuierliche Weiterentwicklung 

Agile Arbeitsformen erfordern eine permanente Selbstreflexion, wie noch effektiver gearbeitet werden kann. Dementsprechend soll das Verhalten angepasst werden. Regelmässigkeit, Disziplin und kontinuierliche Weiterentwicklung sind denn auch Grundsätze, welche unbedingt eingehalten werden müssen. Übrigens, es lohnt sichdie Prinzipien des Manifests etwas näher anzuschauen. Keine Sorge, es sind nur wenige Zeilen 

Kategorien: Cloud, ERP, KMU, myfactory, Geschäftsprozesse

Über den Autor

David Lauchenauer

David Lauchenauer

David Lauchenauer (*1963) ist seit 1988 als Unternehmer im Bereich Business Software für KMU tätig. Seit 2008 ist er in der Schweiz Geschäftsführer und VR der myfactory Software Schweiz AG und startete 2009 mit myfactory das professionelle Cloud ERP für den Schweizer KMU-Markt, weshalb er über sehr umfassende Praxiserfahrungen mit Cloud-Computing verfügt. Seit 2016 ist David Lauchenauer auch Co-Geschäftsführer und Gesellschafter der myfactory International GmbH.

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