Cloud oder On-Premise? Für Ihr ERP nur das Beste

von David Lauchenauer am 01.09.2021, 2 min Lesezeit

Die IT nimmt gerade in der Digitalisierung in allen Unternehmen eine immer wichtigere Stellung ein. Dabei werden verschiedene zielgerichtete IT-Systeme meist um das Herz der IT gruppiert: Das ERP-System. Dieses stellt Dreh- und Angelpunkt dar und ist auch entsprechend wichtig. Doch was eignet sich besser für ein modernes ERP, eine On-Premise-Lösung mit eigenen Servern oder eine Cloud-Lösung? Wir beleuchten in diesem Beitrag beide Möglichkeiten und zeigen Vor- und Nachteile auf. 

Die Zeiten haben sich geändert 

Wer kennt sie nicht, die Serverräume mit den vielen summenden und brummenden Geräten, welche die IT am Laufen hielten. Systemtechniker kümmerten sich um den Betrieb, tauschten defekte Komponenten aus und nervten sich über unvorsichtige Anwender. Mit der zunehmenden Datenmenge wuchsen auch die Ansprüche ans IT-Management, so dass immer neue und leistungsfähigere Geräte beschafft werden mussten. Auch die Lizenzen mussten auf Vorrat beschafft und entsprechend bezahlt werden. Mit der Cloud ist eine echte Alternative entstanden, welche nicht nur die Schwächen alter Systeme beseitigt, sondern neue Vorteile bietet. 

Vorteile von Cloud-Lösungen 

Cloud-Lösungen ermöglichen es Unternehmen, nicht nur Daten, sondern die komplette IT an externe Dienstleister auszulagern. Waren es anfangs nur Teilapplikationen, wurden rasch auch wichtigere Komponenten und schliesslich das Herz der Unternehmens-IT, das ERP-System, über die Cloud betrieben. Die Vorteile von Cloud-Lösungen liegen auf der Hand: Keine teuren Server verbrauchen Unmengen Strom, der knappe Raum kann besser genutzt werden und die Verantwortung für die Sicherheit wird von professionellen Anbietern übernommen. Kurz: Das IT-Management wird einfacher. Dazu kommt, dass nur genau die Leistung eingekauft wird, die der Betrieb effektiv benötigt.  

Mit Sicherheit der bessere Weg 

Das Thema Sicherheit wurde anfänglich von den Verfechtern von On-Premise-Systemen im Kampf gegen Cloud-Lösungen ins Feld geführt. Bis man merkte, dass die Cloud deutlich mehr Sicherheit im KMU bietet als konventionelle Anwendungen. Die Daten sind auf den Servern der Cloud-Anbieter besser gesichert als im eigenen Unternehmen. Moderne Rechenzentren verfügen über kontrollierte Temperatur und Luftfeuchtigkeit, Zugangskontrollen, eine eigene Notstromversorgung und vieles mehr. Der Schutz vor Elementarschäden ist ebenso gewährleistet wie die automatische Datensicherung oder die Abwehr von Cyberangriffen. Redundante Daten- und Stromleitungen sorgen für eine hohe Verfügbarkeit, die bei vielen Anbietern nahe bei 100 % liegt. Während Sie im eigenen Serverraum selbst für die Datensicherung verantwortlich sind, können Sie das IT-Management an den Dienstleister abgeben.  

Hohe Performance, flexible Auslegung 

Eigene Server müssen stets auf die höchste Last ausgelegt werden, auch wenn diese Leistung nur für kurze Zeit im Jahr genutzt wird. Das ist eine unnötige Investition, wenn man das mit den Möglichkeiten einer Cloud-Lösung vergleicht. Generell können Sie sowohl beim Speicherplatz als auch bei der ERP-Software im SaaS-Modell (Software as a Service) modular vorgehen und je nach Bedarf den benötigten Speicherplatz oder die Anzahl der Benutzer jederzeit nach oben oder unten anpassen. Wenn Sie Systeme wie ERP-Software aus der Cloud beziehen, können Sie sich auch die Informatiker für das IT-Management sparen, denn die ständige Verfügbarkeit der Software wird vom Anbieter sichergestellt. Dieser übernimmt auf Wunsch auch die Schulung der Mitarbeitenden sowie das Troubleshooting, die (automatisierten) Updates und die Datensicherung. 

Dezentrales Arbeiten auf mobilen Geräten 

Jederzeit und überall sicher und bequem auf das ERP und die gesamten Unternehmensdaten zugreifen zu können, ist nicht nur bequem, sondern angesichts von Homeoffice und New Work heutzutage schon fast ein Muss. Und zwar unabhängig davon, welches Endgeräte verwendet wird. Nur echte Cloudlösungen funktionieren 100 % ohne Zusatzinstallation über das Internet. Ein Webbrowser und ein Internet-Zugang genügen. Und natürlich das entsprechende Cloud-ERP-System. IT-Management in der Cloud ist inzwischen derart beliebt, dass immer mehr Lösungsanbieter auf Teufel komm raus ihre Anwendungen cloud-fähig machen wollen. Das Ergebnis ist dabei in den seltensten Fällen wirklich befriedigend.  

Fazit: Wenn Sie genug haben von digitalen Altlasten und Einschränkungen, sollten Sie sich unbedingt mit der Cloud anfreunden. Es kann gut sein, dass daraus mehr wird als ein Flirt.  

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David Lauchenauer
Über die Autorin:
David Lauchenauer
David Lauchenauer (*1963) ist seit 1988 als Unternehmer im Bereich Business Software für KMU tätig. Seit 2008 ist er in der Schweiz Geschäftsführer und VR der myfactory Software Schweiz AG und startete 2009 mit myfactory das professionelle Cloud ERP für den Schweizer KMU-Markt, weshalb er über sehr umfassende Praxiserfahrungen mit Cloud-Computing verfügt. Seit 2016 ist David Lauchenauer auch Geschäftsführer und Gesellschafter der myfactory Gruppe.