Cloud ERP im Mittelstand: Ein Wachstumstreiber für Unternehmen

von David Lauchenauer am 12.10.2022, 3 min Lesezeit
Die Anzahl der Unternehmen, die das Cloud-Computing zu ihrem Vorteil nutzen, ist im Zuge der digitalen Transformation enorm angestiegen. Laut einer Studie von Bitkom nutzen mittlerweile rund 76 Prozent der deutschen Unternehmen Cloud-Computing. Damit zeichnet sich ein deutlicher Trend ab, der bereits seit einigen Jahren an Aufschwung gewinnt. Rund dreiviertel der Nutzer sind überzeugt davon, dass die Cloud einen entscheidenden Beitrag zur Digitalisierung leistet. Ebenfalls lassen sich die internen Prozesse mithilfe cloudbasierter Systeme einfacher transformieren. Das Cloud-Computing scheint ein Kernelement der Digitalisierung zu sein. Dennoch zögern einige Unternehmen, Cloud-Anwendungen in ihre IT-Systemlandschaft zu integrieren. Welche Mythen Unternehmen davon abhalten, zu einem Cloud ERP zu wechseln und warum diese meist lediglich auf Halbwissen basieren, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Mythen über Cloud ERP im Mittelstand 

Insbesondere KMU zögern in seltenen Fällen noch, sich auf die aktuellen Entwicklungen hin zum Cloud-Computing einzustellen. Häufig basiert die Weigerung, flexibel auf die derzeitigen Veränderungen zu reagieren, auf Fehlannahmen. Doch grade in Umbruchzeiten kann das starre Verbleiben in veralteten Strukturen zu langfristigen Verlusten führen und Unternehmen ihren Erfolg kosten. Folgende Mythen halten sich in Bezug auf das Cloud ERP im Mittelstand hartnäckig und verhindern, dass Unternehmen die wesentlichen Vorteile der cloudbasierten ERP-Systeme aus dem Blick verlieren: 

 

  • Cloud-ERP-Systeme sind teurer als On-Premise-Lösungen 

Dieser Mythos lässt sich schnell entkräften: Während On-Premise-Lösungen aufgrund der Anschaffung von Hard- und Software und jährlichen Software-Lizenzgebühren häufig mit enormen Anschaffungskosten verbunden sind, handelt es sich bei cloudbasierten Systemen um eine deutlich kostengünstigere Alternative. Der modulare Aufbau ermöglicht darüber hinaus die Skalierung des Systems entsprechend den individuellen Anforderungen, wodurch nur für die Anwendungen Kosten entstehen, die wirklich gebraucht werden. Monatliche Mietpreise pro Nutzer und variable Vertragslaufzeiten sorgen für grösstmögliche Flexibilität und planbare Kosten. Bei On-Premise-Lösungen hingegen entstehen neben den Anschaffungskosten auch hohe Total Costs of Ownership (TCO). Diese Gesamtbetriebskosten beziehen sich auf Strom, Brandschutztechnik, Klimatechnik und Back-ups, die während einer mehrjährigen Nutzung anfallen. 

 

  • Die Unternehmensdaten sind in der Cloud nicht sicher 

Auch Bedenken bezüglich der Sicherheit der Unternehmensdaten sind häufig ein Grund für Zweifel an cloudbasierten Systemen. Zurecht legen Unternehmen grossen Wert auf diesen Aspekt. Doch die räumliche Nähe der Daten ist nicht gleichzusetzen mit einer höheren Sicherheit. Auch die ERP-Anbieter setzen sich umfangreich mit dieser Thematik auseinander. Daher verfügen die Rechenzentren über umfangreiche Schutzmassnahmen, wie beispielsweise Zugangsüberwachung, Sicherheitsdienst und Zwei-Faktor-Autorisierung mithilfe biometrischer Daten. Diese und weitere Vorkehrungen sorgen dafür, dass höchste Sicherheitsstandards eingehalten werden und die Daten fast immer sicherer als im Eigenhosting sind. Für kleine und mittelständische Unternehmen sind derartige Sicherheitsvorkehrungen meist mit einem zu grossen Kostenaufwand verbunden. 

 

  • Der Datenschutz kommt im Cloud ERP zu kurz 

Der Datenschutz ist neben der Datensicherheit ebenfalls ein Aspekt, dem grosse Bedeutung zugemessen wird. Entsprechend der DSGVO sind die personenbezogenen Daten so abzusichern, dass unbefugte Dritte keinen Zugriff erhalten. Anbieter von Cloud-ERP-Systemen haben daher Anpassungen entsprechend der DSGVO vorgenommen, damit sie ihren Kunden eine vertrauenswürdige und sichere Infrastruktur anbieten können, die sich im Rahmen des geltenden EU-Rechts bewegt. 

 

  • Die Implementierung von Cloud-Lösungen ist zeitaufwendig 

Auch die Dauer der Implementierung eines Cloud-ERP-Systems für den Mittelstand macht einigen Unternehmen Sorgen. Beeinträchtigungen im Tagesgeschäft und ein hoher Aufwand an Ressourcen schrecken viele Unternehmer ab. Doch die Implementierungszeiten von Cloud ERPs sind deutlich kürzer als die von On-Premise-Lösungen. Ausschlaggebend für eine schnelle Implementierung sind insbesondere die strukturierte Vorgehensweise und die standardisierten Projektphasen der Cloud-ERP-Anbieter. Besonders vorteilhaft bei der Implementierung ist es, dass es nicht notwendig ist, eine eigene IT-Infrastruktur aufzubauen, da eine vorinstallierte Lösung bereits zur Verfügung steht. Mit überschaubarem Aufwand lässt sich das System konfigurieren. Auch die bessere Skalierbarkeit und die einfache Automatisierung von Prozessen spricht für die cloudbasierte Lösung. Regelmässige Wartungen, Datensicherungen, das Einspielen von Releases, Updates und Patches übernimmt der Anbieter. 

 

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On-Premise ERP hat keine Vorteile mehr zu bieten 

Während die Mythen hinsichtlich Cloud-ERP-Systemen für den Mittelstand sich schnell als Fehlannahmen identifizieren lassen, scheinen On-Premise-Lösungen keine echten Vorteile mehr für Nutzer bereitzuhalten. Cloudbasierte Lösungen sparen Zeit, Geld, erleichtern eine schnelle Implementierung und ermöglichen grösstmögliche Flexibilität. Gleichzeitig sind On-Premise-Lösungen mit einem enormen Betriebs- und Implementierungsaufwand verbunden. Insbesondere hinsichtlich der Flexibilität sind diesen Systemen Grenzen gesetzt. Besonders Cloud ERP im Mittelstand hingegen nutzt die sich permanent weiterentwickelnden Technologien, um Unternehmen zu grösserem und schnellerem Fortschritt zu verhelfen. Automatisierungen unterstützen dabei, Ungenauigkeiten auszuräumen und KI sorgt für effiziente Analysen, Prognosen und Optimierungen. Die zeitgemässen Prozesse, flexiblen Kosten und die nahtlose mobile Integration sprechen deutlich für die Investition in ein cloudbasiertes System. 

 

Cloud ERP: Vorbehalte und Unsicherheiten adressieren und aus der Welt schaffen 

Obwohl die Vorteile der Cloud enorm sind und immer mehr Unternehmen überzeugen, gibt es einige Vorbehalte, die Unternehmen davon abhalten, zu einer cloudbasierten Lösung zu wechseln. Die grössten Hemmnisse, die sich aktuell noch ergeben, sind neben dem fehlenden Know-how ausserdem unsichere Budgets und ein Gefühl des Ausgeliefertseins, das sich bei einigen Entscheidungsträgern einstellt. Doch mit zunehmendem Verständnis über die Funktionsweise von Cloud ERPs für den Mittelstand und Transparenz der Anbieter in Bezug auf die Abomodelle können die sich hartnäckig haltenden Fehlannahmen ausgeräumt werden. Das wird es Unternehmen künftig ermöglichen, die Vorteile der cloudbasierten Systeme in vollem Umfang zu verstehen und diese zu nutzen, um wettbewerbsfähig zu bleiben, Prozesse zu beschleunigen und Arbeitszeit durch die Nutzung der Cloud einzusparen. Genau das ist es, was ein cloudbasiertes ERP-System für den Mittelstand ermöglicht: effektiveres und effizienteres Arbeiten. 

 

Die Zukunft von Cloud ERP im Mittelstand: Unser Fazit 

Die Cloud-Technologie setzt sich weltweit durch und für den deutschen Mittelstand ist es Zeit für einen Wechsel, um im Zuge der digitalen Transformation nicht abgehängt zu werden. Obwohl bei einigen Unternehmen noch Zweifel herrschen, entwickeln sich die Cloud-ERP-Systeme stetig weiter und erzielen jährliche Steigerungsraten von 25 bis 30 Prozent. Daher ist es höchste Zeit, dem Trend zu folgen und auf die zeitgemässe, besonders flexible und effiziente ERP-Lösung zu setzen. In kostenlosen Demo-Versionen haben Sie die Möglichkeit, sich eingehend mit den cloudbasierten Systemen auseinanderzusetzen und alle Vorteile selbst zu erkunden, damit Ihr Unternehmen in Zukunft vom Wachstumstreiber Cloud ERP im Mittelstand profitieren kann. 

 

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David Lauchenauer
Über den Autor:
David Lauchenauer
David Lauchenauer (*1963) ist seit 1988 als Unternehmer im Bereich Business Software für KMU tätig. Seit 2008 ist er in der Schweiz Geschäftsführer und VR der myfactory Software Schweiz AG und startete 2009 mit myfactory das professionelle Cloud ERP für den Schweizer KMU-Markt, weshalb er über sehr umfassende Praxiserfahrungen mit Cloud-Computing verfügt. Seit 2016 ist David Lauchenauer auch Geschäftsführer und Gesellschafter der myfactory Gruppe. 2021 leitete er erfolgreich den Verkauf von myfactory an Forterro.