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Chancen und Möglichkeiten von e-Shop und Portal

06.10.15 18:41 / von David Lauchenauer

David Lauchenauer

Chancen und Möglichkeiten von e-Shop und Portal

Seit Jahren steigen die Umsätze im e-Commerce unaufhaltsam auf Kosten des stationären Handels. In der Nahversorgung mit Lebensmitteln und Artikeln des täglichen Bedarfs ist noch eine stabile Entwicklung der lokalen Umsätze zu verzeichnen und auch grossvolumige Investitionsgüter bekommen geringe Konkurrenz über das Internet. Dazwischen gibt es allerdings kaum eine Branche, in der sich die Verkäufe nicht in Richtung Online-Handel bewegen. Daher ist es für fast jedes KMU nicht nur ein Zwang, sondern auch eine grosse Chance, eigene Handelsaktivitäten im Internet aufzunehmen. In diesem Artikel erfahren Sie, welche Online-Vertriebswege existieren und welche Unternehmen von welcher Vorgehensweise am meisten profitieren. 

Der Einstieg: Verkauf über Online-Plattformen

Keine Investitionen, kalkulierbare Kosten und geringe Einstiegshürden: Gerade für kleine Unternehmen, die sich zum ersten Mal im Online-Handel ausprobieren möchten, sind Plattformen wie eBay, Amazon oder zahlreiche Branchenportale ein attraktiver Ausgangspunkt. Für einfache Postenartikel, bei denen die Marge die Provisionen deutlich übersteigt, kann diese Lösung sogar längerfristig sinnvoll sein. In der Regel stellen sich nach dem ersten Erfolg aber auch die Probleme ein: Hoher händischer Aufwand zur Verwaltung der wachsenden Umsätze sowie Angebotspalette und hohe Provisionen führen früher oder später zu der berechtigten Frage: „Können wir das nicht besser selber machen?“.

Eigenes Portal oder Webshop

Ab einem gewissen Umsatzvolumen und wenn das Ziel der Online-Aktivität über den Verkauf hinaus auch neue Kunden für eine längerfristige Zusammenarbeit binden soll, werden ein eigener Onlineshop oder eigene Portale sinnvoll. Mit Zusatzangeboten wie Foren und eigenen Newslettern können Anbieter eine eigene Kunden-Community aufbauen und selbst zum Zentrum der Kommunikation werden. Ein eigener Newsletter-Verteiler und regelmässig wiederkehrende Stammkunden sind wertvolle Assets eines Online-Anbieters, die sich nur mit eigenen Webpräsenzen erreichen lassen.

Vorsicht, Preis!

Eine Grundgefahr von Onlineshops ist darin zu sehen, dass Preise unter Druck geraten. Gerade in Vergleichsportalen und Onlineplattformen werden ähnliche Produkte nach einem einzigen Kriterium verglichen: dem Preis. Selbst wenn ein Produkt erklärungsbedürftig ist und sinnvollerweise zusammen mit weiteren Dienstleistungen erbracht wird: Die Handelsmarge des Artikels selbst gerät in Gefahr.

Um diesen Druck zu mindern, sind eigene Kundenportale eine gute Möglichkeit. So erhalten Kunden Zugriff auf Informationsangebote und Artikel des Anbieters – mit individuellen Preisen und Konditionen sowie gezielten Aktionen und Nachrichten. Auch hier kann es sinnvoll sein, die Käufer zunächst über grosse Plattformen zu gewinnen – im Anschluss müssen sie allerdings durch exzellenten Service und hervorragende Qualität von den eigenen Leistungen überzeugt und zum eigenen Portal umgelenkt werden.

Einfach und umfassend verwalten

Eine zentrale Rolle bei der strategischen Planung eines Online-Shops oder Portals spielt die Skalierbarkeit: Wie stark steigen die Verwaltungskosten, wenn die Umsätze explodieren? Händische Arbeiten führen zu hohen Grenzkosten und damit schnell zu einer geringen Wettbewerbsfähigkeit: Import und Export von Daten, manuelle Rechnungserstellung, E-Mails und das Management von Lager und Versand fallen zu Beginn nicht so stark ins Gewicht – bei steigenden Verkäufen allerdings schon.

Daher werden Onlineshops und Portale am besten direkt aus einem System zum Enterprise Resource Planning (ERP) heraus betrieben. So lassen sich Preise, Bestände und Lieferzeiten in Echtzeit anzeigen, Rechnungen und Nachrichten automatisch erstellen, individuelle Konditionen zuordnen und Lagerhaltung, Webseiten und Foren aus einer zentralen Konsole heraus verwalten. Der Schweizer Anbieter Disco Möbel AG hat sein Portal discomoebel.ch vollständig auf Basis der ERP-Lösung myfactory erstellt. So kann er sein gesamtes, umfangreiches Sortiment direkt aus der Unternehmenssoftware heraus abbilden. Durch die unmittelbare Anbindung werden neue Produkte automatisch übernommen und die Abwicklung von Verkäufen erfolgt weitestgehend automatisiert. Das weitere Wachstum erfordert kaum zusätzliche Kosten und versetzt den Anbieter in die Lage, mit wettbewerbsfähigen Preisen gute Gewinne zu erzielen.

Erfolgsfaktor ERP & E-Shop - 12 Tipps vom Experten: mit E-Commerce zum Erfolg

Kategorien: myfactory Software Schweiz AG, Allgemein, ERP

Über den Autor

David Lauchenauer

David Lauchenauer

David Lauchenauer (*1963) ist seit 1988 als Unternehmer im Bereich Business Software für KMU tätig. Seit 2008 ist er in der Schweiz Geschäftsführer und VR der myfactory Software Schweiz AG und startete 2009 mit myfactory das professionelle Cloud ERP für den Schweizer KMU-Markt, weshalb er über sehr umfassende Praxiserfahrungen mit Cloud-Computing verfügt. Seit 2016 ist David Lauchenauer auch Co-Geschäftsführer und Gesellschafter der myfactory International GmbH.

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