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Business First oder warum Technologie Nebensache ist

04.12.19 08:00 / von David Lauchenauer

David Lauchenauer

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Denken Sie beim Thema Digitalisierung auch als Erstes an neue Technologien? Dann geht es Ihnen wie vielen Unternehmern. Doch wäre es nicht das eigentliche Ziel, seine Wettbewerbschancen zu steigern und die Wirtschaftlichkeit zu erhöhen? Business First müsste die Devise lauten. Dann klappt es auch mit der Digitalisierung. Der folgende Beitrag zeigt, warum Sie die Technologie ruhig zur Nebensache erklären dürfen. 

Beeindruckender Fortschritt, aber… 

Unbestritten, der technologische Wandel ist nicht nur rasant, sondern auch beeindruckend. Die Medien überbieten sich täglich mit Nachrichten über bahnbrechende Erfindungen. Schlagzeilen über Künstliche Intelligenz, virtuelle Realität und smarte Fabriken gaukeln uns eine fantastische Welt vor. Das Problem: In dieser Form existiert diese noch nicht. Es entstehen zwar laufend neue digitale Innovationen, doch kommen diese nur zögerlich in der Praxis zur Anwendung. Das hat nur bedingt mit dem viel zitierten Generationenwechsel zu tun. Das grösste Hindernis ist und bleibt die unternehmerische Realität, also die «Ist-Situation» mit bestehenden Organisationsformen, vorhandener Infrastruktur und beschränkten Möglichkeiten.  

 

Konzentration aufs Kerngeschäft 

Unabhängig davon, ob man ein alteingesessenes KMU leitet oder als Startup auf der grünen Wiese beginnt – es geht immer ums Business. Angetrieben von einer Geschäftsidee, werden Ressourcen aufgebaut, um Märkte zu bearbeitenSelbstverständlich spielt digitale Technologie dabei eine essenzielle Rolle. Und zwar als Unterstützung bei der Erreichung von GeschäftszielenWas trivial tönt, gerät angesichts der dominierenden Medienpräsenz digitaler Errungenschaften leicht aus dem Fokus. Es ist wichtig, sich immer wieder aufs eigentliche Kerngeschäft zu besinnen und sich nicht vom technologischen Fortschritt verwirren lassen.  

 

Sinnvolles mit Machbarem verbinden 

Wer schon einmal einen Blick in eine smarte (Modell-)Fabrik geworfen hat, würde in seinem Betrieb am liebsten alles über den Haufen werfen. Statt intelligenter Flurförderzeuge rumpelt da ein Stapler durchs Lager und die vollautomatische Produktion bleibt vorerst Wunschdenken. Das muss keineswegs von Nachteil sein, basiert doch der jetzige Unternehmenserfolg auf diesen Voraussetzungen. Sie widerspiegeln quasi das derzeitige Geschäftsmodell. Allerdings weiss jedeUnternehmer auch, dass nur der ständige Wandel die Zukunft sichert. Es gilt, das Business im Auge zu behalten und gleichzeitig den Blick nach vorne zu richten. Die Kunst dabei ist es, das Sinnvolle mit dem Machbaren zu verbinden. 

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Digitalisierung erfordert Kulturwandel  

Der digitale Fortschritt lässt sich nicht aufhalten. Auch Ihr Unternehmen wird früher oder später daran teilhaben. Grossen Einfluss hat das wirtschaftliche und gesellschaftliche Umfeld. Ihre Kunden, Lieferanten und Mitarbeitenden, aber auch die regulatorischen Rahmenbedingungen bewegen sich. Sie werden mitziehen müssen, ob Sie wollen oder nicht. Anpassungsfähigkeit und Offenheit sind wesentliche Eigenschaften, um diesen Weg erfolgreich zu gehen. Der erste Schritt ist für die meisten KMU daher nicht die digitale Innovationskraft, sondern der Wandel in der Unternehmenskultur. Wem es gelingt, das businessorientierte Denken des digitalen Zeitalters in den Köpfen zu verankern, schafft die eigentlichen Grundlagen für moderne Technologien. 

 

Kreativer Umgang mit Technologie 

Dieses digitale Denken ist Kreativität in Reinkultur. Es verlangt, bestehende Geschäftsprozesse und Organisationsstrukturen auf den Prüfstand zu stellen. Es regt an, sich Gedanken über innovative Angebote und Produkte zu machen. Und es bedeutet, neue Ideen gemeinsam im Team zu diskutieren und zu entwickeln. Digitale Technologien können spannende Impulse liefern, sofern man sich dabei stets fragt: Welchen Nutzen lässt sich damit mit meinem Business verbinden? Wie tragen diese dazu bei, mich zu verbessern? Welches Geschäftspotenzial schlummert konkret darin? 

 

Digitales Potenzial oft ungenutzt 

Machen Sie sich keine Sorgen, dass es bei der Realisierung Ihren Visionen an der notwendigen Technologie mangeln könnte. Vielmehr ist es so, dass die heute verfügbaren Möglichkeiten der Digitalisierung noch weitgehend ungenutzt bleiben. Sie dürfen sich also getrost ins Abenteuer Zukunft stürzen. Doch belassen Sie es nicht bei digitalen Tagträumen! Die Chancen sind vielversprechend und die Ziele erreichbar, denn die digitalen Technologien sind bereits vorhanden. 

Kategorien: Cloud, ERP, myfactory, Agile Geschäftsmodelle, Geschäftsprozesse

Über den Autor

David Lauchenauer

David Lauchenauer

David Lauchenauer (*1963) ist seit 1988 als Unternehmer im Bereich Business Software für KMU tätig. Seit 2008 ist er in der Schweiz Geschäftsführer und VR der myfactory Software Schweiz AG und startete 2009 mit myfactory das professionelle Cloud ERP für den Schweizer KMU-Markt, weshalb er über sehr umfassende Praxiserfahrungen mit Cloud-Computing verfügt. Seit 2016 ist David Lauchenauer auch Co-Geschäftsführer und Gesellschafter der myfactory International GmbH.

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