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Bitte hier drehen: 7 Stellschrauben für digitale Reorganisationen

02.10.19 08:00 / von David Lauchenauer

David Lauchenauer

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Wer bestehende Strukturen und Prozesse digitalisiert, ohne die Chance zur Reorganisation zu nutzen, giesst lediglich alten Wein in neue Schläuche. Die Digitalisierungswelle ist der ideale Zeitpunkt, um Arbeitsabläufe und Organisationsmodelle fit für die Zukunft zu machen. An welchen Stellschrauben Sie dabei drehen sollten, erfahren Sie in diesem Beitrag.


Unternehmensstruktur 

Die Aufbau- und Ablauforganisation eines Unternehmens hängt direkt mit den angebotenen Leistungen und Produkten zusammen. Dank entsprechenden Strukturen wird sichergestellt, dass der Informationsfluss gewährleistet ist und die Geschäftsprozesse reibungslos funktionieren. Das war bis vor wenigen Jahren nur in einem räumlich und zeitlich beschränkten Rahmen möglich. Meistens konzentrierte sich das Geschehen auf die Bürozeiten innerhalb des Unternehmens. Die Digitalisierung bietet viele Möglichkeiten, dieses Korsett zu sprengen. Steigen Sie zum Beispiel um in die Cloud und nutzen Sie ein webbasiertes ERP. Schon schütteln Sie die Fesseln von Zeit und Ort ab. 

 

Arbeitsformen 

Derzeit befinden sich 4 Generationen im Arbeitsmarkt, welche sich deutlich unterscheiden. Von den Babyboomern, über die Generation X, Y und Z hinterlässt die Digitalisierung deutliche Spuren. Herkömmliche Arbeitsformen lösen sich zunehmend auf. Es entstehen neue, flexible Modelle, welche den heutigen Bedürfnissen aller Generationen besser entsprechen. Wer bewährte Fachkräfte behalten und neue Talente ergattern will, muss sich langsam vom klassischen «Working 9 to 5» verabschieden. Um Smart Working zu ermöglichen, braucht es digitale Tools, welche auch unterwegs oder im Homeoffice die nötigen Unternehmensdaten verfügbar machen.  

 

Geschäftsprozesse 

«Das haben wir schon immer so gemacht.» Kennen Sie das auch? Alarmstufe Rot! Im dynamischen Umfeld ist heute kein Platz mehr für Bremser und Ewig-Gestrige. Die Digitalisierung ist DIE Chance, alte Zöpfe abzuschneiden und frischen Wind in die Geschäftsprozesse zu bringen. Viele Arbeitsabläufe lassen sich mittels Workflows automatisieren. Moderne Maschinen und Geräte sind in der Lage, mittels Sensoren selbstständig Betriebsdaten an ein Steuermodul zu senden. Der digitale Werkzeugkasten ist umfangreich. Damit können ganze Prozessabschnitte vereinfacht werden. Das spart nicht nur Zeit und Geld, sondern setzt auch wertvolle personelle Ressourcen frei für anspruchsvollere Aufgaben.  

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Geschäftsmodelle 

Kundennähe und Serviceorientierung werden immer wichtiger für erfolgreiche Geschäftsmodelle. Mobile Unternehmenslösungen unterstützen Mitarbeitende in Vertrieb und Service bei ihren Aussendiensteinsätzen. Dezentrale StützpunkteNiederlassungen und Vertriebskanäle (z.B. Pop-up Stores) profitieren von der Digitalisierung genauso wie innerbetriebliche Prozesse. Logistikbereiche können in Geschäftsmodelle integriert werden und bieten zusätzlichen Kundennutzen (Pickup-Standorte, Kombination von Online-Einkauf und Abholung im stationären Geschäft usw.).  

 

Kooperationen 

Durch den Internetzugang werden externe Kunden und Lieferanten Teil des gesamten Unternehmens. Interoperable Prozesse bilden eine Einheit mit den innerbetrieblichen Abläufen. So kann das Unternehmen seine Kapazitäten erweitern, ohne teure Investitionen tätigen zu müssen. Die Digitalisierung unterstützt verschiedene Kooperationsformen, welche unter anderem in den Bereichen Logistik und E-Commerce von zentraler Bedeutung sind. Auch das eigene Unternehmen kann seinen Beitrag in anderen Netzwerken leisten, wie etwa die Bestandsführung von Fremdlagern, Dropshipping für Online-Händler, Serviceleistungen für Dritte usw. 

 

Projekte und Services 

Transparente und aktuelle Daten waren schon seit jeher das A und O erfolgreicher Projekt- und Serviceorganisationen. Dank der Cloud stehen diese jetzt auch überall zur Verfügung. Das erleichtert die Disposition von Ressourcen und die Kapazitätsplanung, erhöht den Handlungsspielraum und vereinfacht gleichzeitig die operativen Tätigkeiten wie Leistungserfassung, Kommunikation, Dokumentenverwaltung, Abrechnung oder Terminplanung. Gleichzeitig werden Prozesse wie Projektcontrolling, Kundenbetreuung oder Angebotserstellung beschleunigt.  

 

Infrastruktur 

Dass IT inzwischen eine Grundlagentechnologie ist, ohne welche ein Unternehmen kaum noch funktionieren kann, ist längst klar. Doch der Aufwand für die Bereitstellung und den Betrieb einer professionellen Infrastruktur brachte manches KMU bisher an seine Grenzen. Mit der Digitalisierung geht auch eine Demokratisierung professioneller IT einher. Insbesondere die Cloud erlaubt es heute auch kleinen Betrieben, eine moderne Infrastruktur zu nutzen. Die Organisation dieses Bereiches vereinfacht sich dadurch deutlich. Darüber hinaus entsteht durch die Verfügbarkeit einer mobilen IT-Infrastruktur ein indirekter Nebeneffekt. Da immer weniger Mitarbeitende zwingend vor Ort anwesend sein müssen, kann der Bedarf an BüroflächenParkplätzen, Mobiliar usw. reduziert werden. 

Kategorien: Cloud, ERP, Agile Geschäftsmodelle, digitale Transformation, Geschäftsprozesse

Über den Autor

David Lauchenauer

David Lauchenauer

David Lauchenauer (*1963) ist seit 1988 als Unternehmer im Bereich Business Software für KMU tätig. Seit 2008 ist er in der Schweiz Geschäftsführer und VR der myfactory Software Schweiz AG und startete 2009 mit myfactory das professionelle Cloud ERP für den Schweizer KMU-Markt, weshalb er über sehr umfassende Praxiserfahrungen mit Cloud-Computing verfügt. Seit 2016 ist David Lauchenauer auch Co-Geschäftsführer und Gesellschafter der myfactory International GmbH.

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