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5 Tipps: Mit E-Commerce in 2021 richtig durchstarten

06.01.21 08:00 / von David Lauchenauer

David Lauchenauer

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Das Jahr 2020 stand ganz im Sinne des E-Commerce. Der Kauf und Verkauf von Waren und Dienstleistungen über elektronische Kanäle boomt. Dieser Trend wird auch im Jahre 2021 weiter anhalten. Grund genug, um sich als Unternehmen aktiv mit dem E-Commerce auseinanderzusetzen und die bestehenden Massnahmen noch mal hinsichtlich ihrer Effektivität zu überprüfen. Beim Thema E-Commerce kommt es schliesslich auf das Zusammenspiel von digitalem Marketing, Verkauf, Verpackung, Versand und Service an. Wie Sie mit dem E-Commerce in 2021 so richtig durchstarten, zeigt der folgende Beitrag. 

1. Tipp: Ganzheitlicher E-Commerce-Ansatz als Teil des Geschäftsmodellsverstehen 

E-Commerce ist keine Insellösung, die stiefmütterlich im Unternehmen behandelt werden sollte. Ein Onlineshop aufzusetzen, der dann von einem kleinen, losgelösten Team betreut wird, ist selten ein erfolgreicher Bestandteil im Unternehmen. Erfahrungsgemäss wird diese Massnahme regelmässig auf dem Prüfstand gestellt und ist aufgrund von mangelnden Ressourcen dann nur selten erfolgreich. Denn ein Onlineshop ist nicht einfach ein Selbstläufer. Damit der elektronische Verkaufsplatz erfolgreich sein kann, benötigt es eigene Massnahmen zum Marketing, zum Verkaufen und für die Erfüllung von Anforderungen der emanzipierten Käufer. Damit die E-Commerce-Massnahme erfolgreich wird, gilt es diese ganzheitlich im Geschäftsmodell einzubauen und als elementaren Bestandteil desselbigen zu verstehen.  

 

2. Tipp: Digitale Kundenakquise, Up- & Cross-Selling nutzen

Ein digitales Produkt bzw. Geschäftsmodell benötigt auch digitale Kunden. Zwar können auch auf analogen Messen oder via Postwurfsendungen Kunden akquiriert werden, es gilt dann aber jeweils analoge Interessenten auf die digitale Plattform zu bekommen. QR-Codes und andere Möglichkeiten finden zwar noch Anwendungen, die Massnahmen gelten aber als ziemlich ineffizient und nicht nachvollziehbar. Stattdessen gilt es im Zusammenspiel zwischen Marketing und Vertrieb mit digitalen Massnahmen wie Inbound-Marketing, Suchmaschinenoptimierung, Social-Media-Marketing oder bezahlten Anzeigen auf digitalem Wege Leads zu generieren, die mit steigender Anzahl an Touchpoints auch eher zu Kunden konvertieren. Digitale Massnahmen sind von der Erstanbahnung bis zum Kauf trackbar und können somit direkt aufzeigen, ob ein positiver Return on Investment (ROI) existiert. Darüber hinaus findet kein Medienbruch statt, da die Kontakte mit den Interessenten und Ihrer Marke bereits im Digitalen stattfinden 

Das bedeutet jedoch keinesfalls, das vorhandene Kontakte nicht weiterhin genutzt oder ausgebaut werden sollten. Das CRM-System unterstützt nicht nur bei der Akquise, sondern kann auch für das Up- & Cross-Selling wertvolle Insights liefern. So lassen sich beispielsweise anhand von letzter Aktivität und gekauften Produkten Zielgruppen bilden, die via Marketing adressiert werden. Regelmässige Newsletter weisen auf Aktionen oder Neuheiten hin. Die Reaktivierung von ehemaligen Kunden, die bereits Kontaktpunkte mit Ihrem Unternehmen hatten, gilt als deutlich günstiger als die Neukundenakquise und sollte daher im Vordergrund stehen. 

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3. Tipp: E-Commerce-Integration für mehr Effizienz 

So wie E-Commerce-Massnahmen nicht alleinstehen sollten, so sollten E-Commerce-Projekte auch technisch nicht losgelöst von der bestehenden IT-Infrastruktur aufgebaut werdenDamit die Anforderungen von digitalen Käufern erfüllt werden, benötigt es einer vollständigen Integration in die IT-Infrastruktur des Unternehmens. So werden im Onlineshop bereits die korrekten Lagerbestände, Preise, Produktspezifikationen und Lieferzeiten angezeigt. Rechnungen können automatisiert erstellt und versandt werden. Zahlungen, die über typische Payment-Provider wie PayPal abgewickelt werden, können in der Buchhaltung ebenso erfasst werden wie Zahlungen über QR-Rechnung oder Kreditkarten. Muss einmal beim Händler nachgefragt werden, sieht der Kundenberater direkt auf einen Blick die Bestellung und kann Feedback zum aktuellen Lieferstatus oder bei technischen Fragestellungen geben. Eine wirklich effiziente Nutzung von E-Commerce tritt also erst auf, wenn Systeme wie ERP, CRM oder FiBu mit dem E-Commerce-Projekt integriert sind. Cloudbasierte ganzheitliche ERPs bieten hierfür eine technisch erprobte Grundlage. Hierbei ist der E-Commerce kein Fremdprodukt, sondern fügt sich modular in die bestehende IT-Infrastruktur ein. Da nur eine gemeinsame Datenbasis existiertsind alle Verkäufe aus dem E-Commerce-Shop direkt im System ersichtlich und können ausgeliefert werden. Umgekehrt greift der Onlineshop auf dieselbe Datenlage zu und kann beispielsweise Echtzeit-Lagerbestände oder Lieferzeiten angeben. 

 

4. Tipp: Intelligente Verpackung & Logistik nutzen 

Das Thema Verpackungen nimmt einen nicht unwesentlichen Stellenwert im Gesamtprozess ein. Es gilt auf der einen Seite den Schutz von Waren sicherzustellen; auf der anderen Seite erwarten die Kunden ein ansprechendes Erlebnis beim Auspacken. Im E-Commerce werden Produkte in unterschiedlichen Gebinden angeboten. Auch die Losgrösse 1 ist bei vielen Produkten keine Seltenheit. In der Folge benötigt es passgenaue Verpackungslösungen, die so effizient und sicher wie möglich die unterschiedlichen Bestellungen zusammenfassen. Auf einen Beleg landen hierbei oftmals die unterschiedlichsten Produkte. In der Folge muss das ERP-System unterschiedliche Verpackungsgrössen verwalten, um die Artikel eines Beleges in eine oder mehrere Verpackungen legen zu können. Dies spielt besonders auch bei Retouren eine relevante Rolle, die es ebenfalls professionell zu managen gilt. Zuletzt muss sichergestellt werden, dass die Aufträge an Logistiker möglichst effizient übergeben werden. Hierfür sollte es eine Schnittstelle zwischen Warenwirtschaft und Logistikunternehmen geben. 

5. Tipp: Der Service darf beim E-Commerce nicht zu kurz kommen 

Beim Thema Retouren wurde der Service bereits kurz angesprochen. Darüber hinaus gibt es aber noch zahlreiche weitere Fälle, wo der Kunde einen optimalen Kundenservice erwartet. Dies kann beispielsweise Unterstützung bei der Bestellung oder einfach Rückfragen zu bestimmten Produkten sein. Darüber hinaus können es aber auch Fragen zur Nutzung oder Entsorgung von Produkten darstellen. Was auch immer für eine Anfrage kommt: Stellen Sie sicher, dass Ihre Service-Mitarbeiter Ihre Aufgabe erst nehmen und stets versuchen, jede Anfrage zur vollsten Zufriedenheit des Kunden zu erledigen. Denn es sind primär die enttäuschten Kunden, die Bewertungen im Internet hinterlassen. Und es ist deutlich schwieriger schlechte Bewertungen auszubügeln als gute Bewertungen zu erzielen.  

Kategorien: myfactory Software Schweiz AG, Cloud, ERP, KMU, myfactory, Mobile Business, digitale Transformation, Geschäftsprozesse

Über den Autor

David Lauchenauer

David Lauchenauer

David Lauchenauer (*1963) ist seit 1988 als Unternehmer im Bereich Business Software für KMU tätig. Seit 2008 ist er in der Schweiz Geschäftsführer und VR der myfactory Software Schweiz AG und startete 2009 mit myfactory das professionelle Cloud ERP für den Schweizer KMU-Markt, weshalb er über sehr umfassende Praxiserfahrungen mit Cloud-Computing verfügt. Seit 2016 ist David Lauchenauer auch Co-Geschäftsführer und Gesellschafter der myfactory International GmbH.

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