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Wie die Cloud zur nachhaltigen IT beiträgt

[fa icon="calendar"] 11.10.17 10:42 / von David Lauchenauer

David Lauchenauer

Wie die Cloud zur nachhaltigen IT beiträgt ERP Blog

Ob KMU oder Grosskonzern: Ohne eine funktionierende IT-Infrastruktur kann heutzutage kaum ein Unternehmen bestehen. Betriebe setzen hierbei auf einen Mix aus klassischen Desktop-Computern und mobilen Endgeräten, das Internet ist allgegenwärtig. Für die Erledigung der verschiedenen Unternehmensprozesse kommt dabei Business Software wie ERP, CRM, PPS oder BI zum Einsatz. Auch zahlreiche Spezialsoftware zur Programmierung von produzierenden Maschinen oder für bestimmte Wertschöpfungsprozesse sind weit verbreitet. Für all diese Prozesse sind Daten notwendig, die erfasst, verarbeitet und gespeichert werden müssen. Im Ergebnis ist so eine umfassende IT-Infrastruktur notwendig, die nicht nur Business Software ausführt, sondern auch Daten speichert. Ist dies in der Vergangenheit vor allem unternehmensintern in Serverräumen passiert, so bietet die Cloud heutzutage eine moderne, sichere Alternative, die noch dazu zur nachhaltigen IT beiträgt.

Unternehmensinterne IT-Infrastruktur

Noch vor einem Jahrzehnt gabt es für die meisten Unternehmen, die Business Software einsetzen wollten, fast ausschließlich die Möglichkeit eine eigene IT-Infrastruktur zu schaffen, auf die die Anwendungen dann betrieben wurden. Dafür benötigte es in einem ersten Schritt einen geeigneten Raum im Unternehmen, welcher dann mit Servern, Netzwerktechnik, USV und Klimageräten ausgestattet wurde. Zusätzlich war Backup-Technik vonnöten, damit keine Daten verlorengingen.  Oftmals wurde auch Ersatz-Hardware vorgehalten, um bei Defekten die Ausfallzeiten zu minimieren. Neben der Hardware wurden auch Betriebssysteme, Virtualisierung sowie Backup-Software benötigt. Betrieben wurde die Infrastruktur in der Regel von der IT-Abteilung, die darüber hinaus auch für die Aktualisierung und die Verfügbarkeit der Unternehmenssoftware zuständig waren.

Um Business Software zu betreiben, mussten Unternehmen also viel Kapital und Ressourcen binden. Dazu kamen die Aufwände für Strom und Wartung, die durch die Server-, Netzwerk-, Backup-, Storage- und Klimatechnik ebenfalls nicht unerheblich ausfielen. Ökonomisch und ökologisch betrachtet, sind dies Verschwendungen, da oftmals die ganze Infrastruktur für einige wenige Server aufgebaut und betrieben wurde. An genau diesem Punkt setzen moderne Rechenzentren an.

Die Cloud setzt auf spezialisierte, sichere Rechenzentren

Unsere Rechenzentren sind die modernen Fabriken des 21. Jahrhunderts. Durch stetige Optimierung der Bauweise und immer effizientere Architekturen können hier eine Vielzahl an Server unter optimalen Bedingungen gleichzeitig betrieben werden. Dabei wird der Grundgedanke der Virtualisierung konsequent über die Unternehmensgrenzen hinweg weiter zusammengefasst, sodass sich auch KMU über virtuelle Server dieselbe Hardware teilen können – natürlich mit strenger Trennung aller Daten. Vergleichbar arbeiten auch viele Software-as-a-Service Angebote, die mehrmandantenfähig aufgebaut sind: Die Software wird zentral auf einigen Servern ausgeführt, alle Kunden setzen dieselbe Anwendung ein und werden nur als weitere Mandanten aufgeschaltet. Auch hier erfolgt natürlich eine klare Trennung der Daten zwischen den einzelnen Kundenkonten. Auch Cloud-Storage-Dienste nutzen die vorhandenen Ressourcen optimal aus, um den Kunden ein sicheres Speichern aller Daten zu attraktiven Konditionen anzubieten.

Nachhaltige IT durch Cloud-Betrieb

Durch die Bündelung von zentraler Rechen- und Speicherkapazität trägt die Cloud zur nachhaltigen IT maßgeblich bei. Unternehmen haben heutzutage die Möglichkeit Unternehmenssoftware, Infrastruktur und Speicher als Dienstleistung aus dem Internet zu beziehen, ohne dafür eine eigene IT betreiben zu müssen. Dabei profitieren KMU nicht nur von verbesserter Sicherheit und höherer Verfügbarkeit der Systeme, sondern auch von klaren Kosteneinsparungen, da in Rechenzentren optimal gewirtschaftet wird. So werden die Kosten für Strom, Wartung, Klimatechnik, Brandschutz, Redundanzen, Internetleitungen sowie Wachschutz und Zutrittstechnik auf alle Kunden umgelegt. Ökologisch betrachtet, werden so auch eine Vielzahl an Ressourcen (z.B. seltene Erden, Energie usw.) eingespart, was zur nachhaltigen IT beiträgt.

Nachhaltigkeit in Rechenzentren

Die Datenmenge in der Schweiz wird durch die Digitalisierung kontinuierlich zunehmen. So ist es nicht verwunderlich, dass auch der Energiebedarf der Rechenzentren stetig steigt. Umso wichtiger ist es, dass die Power Usage Effectiveness (PUE), eine gebräuchliche Messzahl für die Energieeffizienz von Rechenzentren, kontinuierlich gesenkt wird, um möglichst nahe am theoretischen Optimum zu arbeiten und Energie bestmöglich einzusetzen. Eine Studie aus dem Jahre 2015 zeigt, dass hier für die Rechenzentren in der Schweiz noch Luft nach oben besteht. Umso erfreulicher ist es, dass Unternehmen wie die Swisscom dies bereits aktiv umsetzen und beispielsweise mit dem Rechenzentrum in Wankdorf einen PUE-Wert von 1.2 erzielen. Dies bedeutet, dass immerhin 84% der eingesetzten Energie (europäischer Durchschnitt: 51%) für die Rechenleistung aufgebracht wird. Darüber hinaus bezieht die Anlage 100% des benötigten Stroms aus heimischen erneuerbaren Energiequellen und kann auch durch spezielle Kühl- und Abwärmetechnik punkten. Abwärme wird hier beispielsweise in das Fernheiz-Netz der Stadt Bern geleitet und für die Heizung von Anwohnern genutzt.

Green-IT ist mehr als nur ein Trendthema, die Nachhaltigkeit von Ressourcen nimmt einen immer wichtigeren Stellenwert ein. Auf dem Weg zur nachhaltigen IT führt daher kaum ein Weg um die Cloud herum, wenn diese in energieeffizienten Rechenzentren betrieben wird. Durch Zentralisierung lassen sich so nicht nur die Kosten reduzieren, sondern auch die IT nachhaltiger gestalten.

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Kategorien: SaaS, Allgemein, Cloud, ERP, KMU, Kalkulation, Digitalisierung

David Lauchenauer

Autor: David Lauchenauer

David Lauchenauer (*1963) ist seit 1988 als Unternehmer im Bereich Business Software für KMU tätig. Seit 2008 ist er in der Schweiz Geschäftsführer und VR der myfactory Software Schweiz AG und startete 2009 mit myfactory das professionelle Cloud ERP für den Schweizer KMU-Markt, weshalb er über sehr umfassende Praxiserfahrungen mit Cloud-Computing verfügt. Seit 2016 ist David Lauchenauer auch Co-Geschäftsführer und Gesellschafter der myfactory International GmbH.

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