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Veränderungen als Chance – so motivieren Sie Cloud-Anwender

[fa icon="calendar"] 04.07.18 08:30 / von David Lauchenauer

David Lauchenauer

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Zu den grössten Herausforderungen beim Umstieg auf Cloud-Angebote zählt erstaunlicherweise nicht die Technologie, sondern die Veränderungsbereitschaft der Mitarbeitenden. Zu diesem Schluss kommt der Cloud-Monitor 2018 der Beratungs- und Marktforschungsunternehmen KPMG und Bitkom Research GmbH. Vor allem auf der Anwenderebene herrscht oft Skepsis. Angst vor Veränderungen? Dieser Beitrag zeigt, wie man damit umgeht und die Vorbehalte in Begeisterung verwandelt.

Motivierte Führung, skeptische Basis

Wir Menschen stehen Veränderungen grundsätzlich skeptisch gegenüber. Einerseits drohen dadurch unbekannte Risiken, andererseits zwingen sie zum Verlassen der gewohnten Komfortzone. Warum sollte man sich solchen Unannehmlichkeiten aussetzen? Auch Cloud-Anwendungen sind von diesem Verhaltensmuster nicht gefeit. In Unternehmen sind besonders die mittleren und unteren Hierarchiestufen zurückhaltend, was den Cloud-Einsatz angeht. Während auf GL-Ebene und in IT-Abteilungen die Veränderungsbereitschaft gross ist, hält sich gemäss Cloud-Monitor 2018 die Motivation bei den Anwendern in Grenzen. Zwei von drei Benutzern zeigen lediglich eine mittlere bis sehr geringe Begeisterung für die Neuerungen aus der Cloud. Es lohnt sich zu überlegen, wie sich Fehler bei der Einführung vermeiden lassen.
 

Bedenken der Anwender ernstnehmen

Die Bedenken der Mitarbeitenden gründen vor allem in den Befürchtungen, dass sie den Umgang mit der neuen Technologie nicht beherrschen und den damit verbundenen Auswirkungen auf das Arbeitsumfeld. Diesen Argwohn gilt es unbedingt ernst zu nehmen. Erstens ist er nicht ganz unbegründet, zweitens braucht es zwingend das Vertrauen der Benutzer, wenn Cloud-Anwendungen erfolgreich eingesetzt werden sollen. Der Cloud-Einführung sollte idealerweise eine Aufklärungskampagne vorausgehen. Erklären Sie den Mitarbeitenden die Funktionsweise der Cloud, schulen Sie die Anwender im Umgang mit mobilen Geräten und der Internetnutzung. Vielleicht braucht es auch mal ein persönliches Gespräch und ein Schulterklopfen – nicht alle Mitarbeitenden sind sich den Umgang mit dem Computer bzw. der Cloud gewohnt. Ängste nehmen, Vertrauen aufbauen und Freude wecken sind wichtige Führungsaufgaben bei der Einführung von Cloud-Anwendungen.

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Potenzial für das Unternehmen aufzeigen

Ein weiterer wichtiger Punkt ist es, den konkreten Nutzen für das Unternehmen durch die Cloud aufzuzeigen. Allein dadurch, dass das ERP-System jetzt jederzeit unterwegs zur Verfügung steht, ist dabei nicht sonderlich motivierend. Mit konkreten Beispielen aus der Praxis (und einer Prise Humor) lässt sich zeigen, welche Gründe für die Cloud sprechen. Arbeit kann schneller erledigt werden, es gibt weniger Reibereien wegen Fehlern und der Umgang mit den Kunden wird noch professioneller. Es ist sicherlich von Vorteil, wenn sich die Projektverantwortlichen mit den gängigen Techniken des Change-Managements vertraut machen. Dazu gehört auch das Einführen von Anlaufstellen und Benutzergruppen vor, während und nach der Implementierung. Übrigens zeigt die Erfahrung, dass der rege Austausch nicht nur die Motivation der Anwender steigert, sondern auch grossartige Ideen und hilfreiche Inputs zu Tage fördert.

 

Neue Möglichkeiten – vom Change zur Chance

Ist das Vertrauen der Anwender einmal gewonnen und der Umgang mit der Cloud etabliert, folgt die eigentliche Krönung: Die Erschliessung der neuen Möglichkeiten, welche die Cloud bietet. Oder anders formuliert: Bringen Sie Ihre Mitarbeitenden dahin, dass sie die Veränderung als Chance wahrnehmen. Das geht am besten dadurch, dass Sie ihnen das damit verbundene Potenzial aufzeigen, Tätigkeiten und Prozesse kreativ zu gestalten. Könnten wir nicht Webshop-Bestellungen mit automatisierten Workflows an den richtigen Sachbearbeiter weiterleiten? Was wäre, wenn der Aussendienst Aufträge direkt vor Ort gemeinsam mit seinen Kunden erfassen könnte? Und der Geschäftsführer sich schon auf dem Arbeitsweg über die aktuellen Umsätze informieren könnte? Das Potenzial ist verführerisch gross. Wichtig ist, dass man nicht zu viel aufs Mal will. Es hat sich bewährt, die Ziele Schritt für Schritt umzusetzen. Ansonsten kann die Motivation aufgrund von Überforderung schnell zur Frustration werden. Change-Management heisst nicht nur, die Mitarbeitenden auf dem Weg in die Zukunft mitzunehmen, sondern die Reise dorthin so verträglich wie möglich zu gestalten. Dazu gehören auch Pausen – und nicht zuletzt auch das Feiern von erreichten Etappenzielen. Fortschritt zu spüren und am Erfolg beteiligt zu sein, sind wesentliche Motivationsfaktoren.

 

Kategorien: Cloud, Cloud Computing, Allgemein

Über den Autor

David Lauchenauer

David Lauchenauer

David Lauchenauer (*1963) ist seit 1988 als Unternehmer im Bereich Business Software für KMU tätig. Seit 2008 ist er in der Schweiz Geschäftsführer und VR der myfactory Software Schweiz AG und startete 2009 mit myfactory das professionelle Cloud ERP für den Schweizer KMU-Markt, weshalb er über sehr umfassende Praxiserfahrungen mit Cloud-Computing verfügt. Seit 2016 ist David Lauchenauer auch Co-Geschäftsführer und Gesellschafter der myfactory International GmbH.

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