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Hinter den Kulissen eines Cloud-ERP

[fa icon="calendar"] 20.06.18 08:30 / von David Lauchenauer

David Lauchenauer

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Die Wolke ist ein gängiges Bild für das Internet. Frei und flexibel schwebt sie über der IT-Landschaft. Doch was verbirgt sich eigentlich hinter der Wolke, der so genannten Cloud? Wer sorgt dafür, dass sie sich nicht eines schönen Tages in Luft auflöst? Lässt sie sich beeinflussen oder sogar steuern? Am Beispiel eines Cloud-ERP wollen wir einen Blick hinter die Kulissen werfen. Dabei zeigt sich, dass es hier nicht nur um Infrastruktur und Software geht.

Infrastruktur als Grundlage

Wer sich für einen Cloud-Dienst entscheidet, muss sich in Sachen IT-Infrastruktur um (fast) nichts mehr kümmern. Diese Aufgaben werden ausgelagert und von spezialisierten Anbietern, den Providern, wahrgenommen. Mit leistungsfähigen, professionell gewarteten Systemen bilden sie quasi das Rückgrat internetbasierter Services. Entsprechend hoch sind die Anforderungen, welche an solche Rechenzentren gestellt werden. Regelmässige Zertifizierungsaudits sorgen dafür, dass die Qualität jederzeit sichergestellt ist. Es gelten strenge Sicherheits-Richtlinien hinsichtlich Ausfallrisiken aller Art, Zutrittsschutz, Bedrohungen durch Cyber-Attacken, aber auch im Fall eines Brandes, bei Überschwemmungen, Erdbeben und vielem mehr. Die Liste ist beeindruckend lang und zeigt, welche Risiken ein Unternehmen beim On-Premise-Betrieb eines ERP in Kauf nimmt. Dies gilt ganz besonders, wenn es um ein geschäftskritisches System wie ein ERP geht. Wer hier auf Nummer sicher gehen will, setzt mit Vorteil auf eine cloudbasierte Lösung und die Gewissheit, dass sich Profis rund um die Uhr um einen sicheren Betrieb kümmern.
 

Software als Dienstleistung

Bei einem Cloud-ERP steht der Servicegedanke im Vordergrund. Die Software inklusive Datenbank wird in einem Rechenzentrum installiert. Softwarehersteller bzw. -anbieter und Infrastruktur-Provider sprechen sich gegenseitig über Speicherbedarf, Rechnerleistung und Service-Level ab. Der ERP-Anbieter wird damit zum Auftraggeber des Providers. Im Sinne der eigenen Kunden wird der Softwarehersteller ein Rechenzentrum auswählen, welches einen möglichst hohen Qualitätsstandard garantiert. Bereits hier kommt der Servicegedanke des Cloud-ERP-Anbieters zum Tragen. Datenhaltung, System-Performance usw. werden aus Sicht des Kunden möglichst optimal definiert. So wird ein Schweizer Cloud-ERP mit grösster Wahrscheinlichkeit auch ein Schweizer Rechenzentrum als Partner wählen, da die Softwareanwender ihre Unternehmensdaten normalerweise im Inland gehostet haben möchten. Der Servicegedanke spielt aber auch beim Leistungsumfang und der Laufzeit der Abonnements, bei der Bereitstellung der Software (Public Cloud oder Private-Cloud), bei der Planung und Durchführung von Updates usw. eine zentrale Rolle. Übrigens, wir sprechen hier von «echten» Cloudlösungen, für deren Betrieb keine Hilfsprogramme oder virtuelle Clients benötigt werden. Nur der einfache Webzugang über einen Browser garantiert, dass ein ERP auch rasch, einfach und ohne Zusatzkosten/-lizenzen genutzt werden kann.

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Erbringung von Zusatzleistungen

Nicht bei allen Cloud-Services werden auch Zusatzleistungen angeboten. Da sind webbasierte ERP-Systeme vielleicht eine Ausnahme. Trotz Cloud-Technologie müssen diese nämlich die gleichen Anforderungen bei der Implementierung meistern wie ihre lokal betriebenen Pendants. Sprich, es braucht eine sorgfältige Analyse und Dokumentation von Ist- und Soll-Prozessen, ein Einführungskonzept, allenfalls Datenmigrationen und individuelle Anpassungen, Benutzerschulung und Support usw. Damit ein ERP-Projekt aus der Cloud reibungslos über die Bühne geht, bieten Hersteller oft Zusatzleistungen an. Diese werden von den Mitarbeitenden erbracht, welche quasi im Schatten der Cloud wertvolle Unterstützung bieten. Nebst Infrastruktur und Software sind die Menschen hinter der Cloud der dritte wesentliche Faktor, welcher für die Wahl eines passenden Cloud-ERP eine zentrale Rolle spielt. Geht es um die Beurteilung vergleichbarer Systeme, können Zusatzleistungen, Kompetenz und Verfügbarkeit von Ressourcen matchentscheidend sein.

 

Fazit: Cloud ist nicht gleich Cloud

Als Kunde eines Cloud-ERP kann Ihnen die Welt hinter der Cloud im Prinzip egal sein. Wichtig ist für Sie, dass Sie die gewünschten Services in der richtigen Qualität und im definierten Umfang erhalten. Doch wer genauer hinsieht, merkt, dass Cloud nicht gleich Cloud ist. Die Unterschiede sind manchmal subtil, können in Summe aber den Nutzen für Ihr Unternehmen massgebend beeinflussen. Daher lohnt es sich, jedes Cloud-Angebot (und den Anbieter) genauer unter die Lupe zu nehmen.

 

Kategorien: ERP, Cloud, Cloud Computing, Allgemein

Über den Autor

David Lauchenauer

David Lauchenauer

David Lauchenauer (*1963) ist seit 1988 als Unternehmer im Bereich Business Software für KMU tätig. Seit 2008 ist er in der Schweiz Geschäftsführer und VR der myfactory Software Schweiz AG und startete 2009 mit myfactory das professionelle Cloud ERP für den Schweizer KMU-Markt, weshalb er über sehr umfassende Praxiserfahrungen mit Cloud-Computing verfügt. Seit 2016 ist David Lauchenauer auch Co-Geschäftsführer und Gesellschafter der myfactory International GmbH.

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