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ERP-System Vergleich - Cloud vs. On-Premise

[fa icon="calendar"] 22.05.15 14:46 / von David Lauchenauer

David Lauchenauer

ERP Cloud Server Strukturen

KMU betreiben für den Unternehmens-Erfolg in der Regel eine ganze Reihe an zielgerichteten IT-Systemen, wovon insbesondere die ERP-Software einen signifikanten Faktor ausmacht. Die leistungsstarken ERP-Systeme werden dabei seit Jahrzehnten über kostenintensive Kauflizenzen auf wartungsintensiven, unternehmenseigenen Servern betrieben (klassische On-Premise bzw. inhouse ERP-Lösung). Mit dem Siegeszug des Cloud Computing werden nun jedoch immer mehr ERP-Applikationen in externe Rechenzentren verlagert, auf die der Anwender im Unternehmen unkompliziert zugreifen kann - ERP aus der Cloud. Viele Unternehmen stellen sich daher bei der Modernisierung der bestehenden oder der Aktualisierung auf eine neue, moderne Software die Frage, ob eine Auslagerung in die Cloud für sie sinnvoll ist und was genau die Vor- und Nachteile der beiden Hostingmodelle sind. In diesem Beitrag werden daher als Hilfestellung die wesentlichen Merkmale einer ERP-Lösung aus der Cloud mit dem Betrieb im eigenen Unternehmen verglichen.    

Externes Rechenzentrum versus unternehmenseigener Serverraum

Die Grundfrage vieler Unternehmer lautet im Zusammenhang mit Cloud Computing: „Sind meine IT-Systeme und vor allem die sensiblen Daten in einem externen Rechenzentrum überhaupt sicher?“. In Zeiten von Datendiebstählen und systematischen Angriffen auf grosse Konzerne sowie vermehrt auch KMU, ist dies natürlich eine äusserst relevante Thematik. Die eindeutige Experten-Antwort lautet hier: Ja, wenn einige Punkte bei der Anbieterwahl berücksichtigt werden. Sehr häufig kann dann bei korrekter Anbieterauswahl sogar ein höherer Sicherheitsstandard erreicht werden als bei den meisten On-Premise Lösungen im eigenen Serverraum.

Professionelle Rechenzentren sind deswegen spezialisiert auf die Aufgabenstellung hochverfügbare, sichere Infrastrukturen bereitzustellen. Für dieses Ziel bieten diese Dienstleister Möglichkeiten, die sich in kaum einem KMU in vergleichbarer Qualität zu vertretbaren Kosten realisieren lassen: Zugangskontrolle, Brandschutz, Videoüberwachung, konstante Klimaregelungen, redundante Strom- und Datenleitungen sowie unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) sind hierbei nur einige Beispiele. Neben diesen Aspekten ist bei der Anbieterwahl auch unbedingt darauf zu achten, dass die Daten in der Schweiz gehosted bleiben und die wichtigsten Zertifizierungen vorhanden sind. Die ISO-Normen 27001 und 14001 sind hier nur eine Grundvoraussetzung; wünschenswert ist zusätzlich die Konformität zur Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht FINMA. Selbstverständlich sind auch Überlegungen zur Oekologie und nachhaltiger IT von immer grösserer Bedeutung – auch in KMU.

Mobilität, Flexibilität und Funktionsumfang

Eine wichtige Anforderung an moderne ERP-Systeme ist weiterhin ein modularer und leicht skalierbarer Aufbau. So können Unternehmen sicherstellen, dass sie nur die Leistungen erwerben, die sie in der aktuellen Entwicklungsphase auch tatsächlich für die Erreichung des Unternehmens-Ziels benötigen. Zwar bieten auch klassische On-Premise Systeme häufig die Kernsoftware mit weiteren Modulen an, jedoch müssen diese in der Regel kostenintensiv erworben werden und können nicht nach Bedarf hinzu- oder abbestellt werden, wie es bei cloudbasierter ERP-Software üblich ist.

Ähnlich verhält es sich mit Nutzerlizenzen: Hier ist die Software as a Service (SaaS) ganz klar im Vorteil, da häufig Staffelpreise - je nach Anzahl der Nutzer und spezifischem Funktionsumfang - dem Unternehmen angeboten werden. Dabei ist es innerhalb kurzer Zeiträume möglich, mehr oder weniger Nutzungslizenzen in Anspruch zu nehmen. Als Beispiel werden daher während der ERP-Einführungsphase häufig erst nur Lizenzen für die Key-User gelöst, bevor nach dem Live-Start die restlichen Nutzer folgen.

Durch die Auslagerung einer ERP-Anwendung ins Rechenzentrum ergeben sich darüber hinaus weitere Vorteile: Die Anbieter sind Spezialisten in der Herstellung sicherer und verschlüsselter Verbindungen. Ist diese Anbindung des Unternehmens an ein Rechenzentrum einmal aufgebaut, kann auch von jedem Ort der Welt aus sicher auf die Daten zugegriffen werden. Das ERP wird so mobil nutzbar und bietet in vielen Fällen einen vollen Zugriff, der auf Smartphones und Tablets optimiert ist. Auch die Sicherung der Daten verbessert sich erheblich, da die meisten Rechenzentren vollkommen redundant aufgebaut sind. Über leistungsfähige Datenleitungen werden Backups an verschiedenen Orten angelegt und kritische Systeme im laufenden Betrieb gespiegelt. So lässt sich im Ernstfall ohne Unterbrechung weiterarbeiten.

Wartung und Aktualisierung des ERP-Systems

Die Bereitstellung von Infrastrukturen und Anwendungen selbst stellt für viele KMU bereits eine grosse Herausforderung dar. Der Fachkräftemangel im IT-Bereich gestaltet die Suche nach geeigneten Administratoren zusätzlich langwierig und aufwendig. Verlässt ein IT-Mitarbeiter dann das Unternehmen, so ist der Verlust von wertvollen fachlichen Kompetenzen häufig die direkte Folge. Dies kann darüber hinaus das Unternehmen vor Probleme beim weiteren Betrieb der oftmals nur unzureichend dokumentierten IT-Systeme stellen.

In einem externen Rechenzentrum übernimmt hingegen der Anbieter die Bereitstellung der Infrastruktur sowie den regelmässigen Betrieb der Applikationen. Im Falle eines SaaS-ERP stellt der Hersteller sogar die Verfügbarkeit der gesamten Software zu vertraglich definierten Konditionen sicher. Das Risiko eines Systemausfalls wird so aus dem Unternehmen vollständig ausgelagert und an den ERP-Anbieter weitergereicht. Damit entfallen neben den Kosten für die hausinterne IT auch die Schulungen von Mitarbeitern für den Betrieb der ERP-Software.

Die Anbieter von Cloud-Lösungen bedienen sich stets neuester Technologien, um hochverfügbare Systeme zu betreiben. Es werden jederzeit die aktuellsten Hardware-Komponenten genutzt und professionell mit einer IT-Monitoring Software überwacht. Updates der ERP-Software und Betriebssysteme werden umgehend automatisch eingespielt, sodass kostenintensive und aufwendige Aktualisierungen im eigenen Unternehmen völlig entfallen. So stehen nicht nur aktuelle und sichere ERP-Systeme zur Verfügung, durch die Zentralisierung wird sogar die Klimabelastung deutlich reduziert, genau wie die Gesamtkosten der KMU.  

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Kategorien: SaaS, Allgemein, Administration, Cloud, ERP

David Lauchenauer

Autor: David Lauchenauer

David Lauchenauer (*1963) ist seit 1988 als Unternehmer im Bereich Business Software für KMU tätig. Seit 2008 ist er in der Schweiz Geschäftsführer und VR der myfactory Software Schweiz AG und startete 2009 mit myfactory das professionelle Cloud ERP für den Schweizer KMU-Markt, weshalb er über sehr umfassende Praxiserfahrungen mit Cloud-Computing verfügt. Seit 2016 ist David Lauchenauer auch Co-Geschäftsführer und Gesellschafter der myfactory International GmbH.

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