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Die Cloud für Einsteiger

[fa icon="calendar"] 06.06.18 11:33 / von David Lauchenauer

David Lauchenauer

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Cloud Computing ist in aller Munde. Das Speichern von Daten in externen Rechenzentren ist inzwischen genauso salonfähig wie die Nutzung von Software-Services über das Internet. Webbasierte Applikationen und Services sind nicht nur enorm praktisch, sondern bieten ein fast unerschöpfliches Potenzial an Möglichkeiten. Was Einsteiger darüber wissen sollten, erläutert dieser Beitrag.

Service, Infrastruktur oder Plattform

Die Cloud bietet für jedes Bedürfnis das passende Angebot. Grundsätzlich lassen sich diese in drei Kategorien einteilen:

  • Software-as-a-Service (SaaS): Anwendungen wie z.B. ERP- oder CRM-Systeme werden über das Internet bereitgestellt. Der Anbieter kümmert sich nicht nur um die Software-Entwicklung, sondern auch um den Betrieb, die Updates und Backups.
  • Infrastructure-as-a-Service (IaaS): Bei diesem Modell können Anwender auf eine virtualisierte System-Umgebung zugreifen. Dazu gehören Rechenleistung von Servern, Speicherplatz, Netzwerke usw. Kunden können sich mit diesen (virtualisierten) Komponenten eine eigene Plattform aufbauen.
  • Platform-as-a-Service (PaaS): Wer eigene Webanwendungen entwickeln will, ist bei einem Plattform-Anbieter am richtigen Ort. Hier finden sich Runtime- und Entwicklungs-Umgebungen für alle Ansprüche. Genau wie die anderen Modelle lassen sich auch PaaS-Angebote beliebig skalieren.
 

Private oder Public

Zusätzlich zu den unterschiedlichen Modellen wird zwischen öffentlichen (Public) und privaten (Private) Clouds unterschieden. Bei der Public-Variante teilen sich mehrere Kunden eine gemeinsame Cloud-Infrastruktur. Das hat den Vorteil, dass der Aufwand auf mehrere Anwenderfirmen verteilt werden kann. Dies führt in der Regel zu tieferen Kosten für die einzelnen Kunden. Bei der Private-Cloud steht einem Unternehmen ein eigener Bereich zur Verfügung. Der Kunde bestimmt dabei die Qualität (und damit indirekt auch das Budget) der gewünschten Leistungen. Wenn die Ansprüche bzw. Anforderungen hinsichtlich Performance, Verfügbarkeit oder Sicherheit die Möglichkeiten der Public Cloud übersteigen, kann sich bei den meisten Cloudservice-Anbietern ein individuelles Leistungspaket zusammenstellen lassen.

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Nutzen für Unternehmen

Der ständige Kosten- und Wettbewerbsdruck, dem die meisten KMU ausgesetzt sind, erfordert eine laufende Optimierung von Prozessen und Strukturen. Mit konventionellen Möglichkeiten ist der Spielraum praktisch ausgeschöpft. Gefragt sind neue Ansätze und Modelle, basierend auf mobilen, integrierten und flexiblen IT-Anwendungen. Hier kommen Cloud-Systeme ins Spiel. Sie bietet nicht nur moderne IT zu erschwinglichen Konditionen, sondern öffnet die Tür zu neuen Geschäftsmodellen. Speziell die Vernetzungs- und Automatisierungsmöglichkeiten, aber auch die mobile Verfügbarkeit und die daraus resultierende Unabhängigkeit von Ort und Zeit, sind entscheidende Faktoren. Sie erhöhen die Schlagkraft in allen Unternehmensbereichen, vom Aussendienst über mobile Fertigungs- und Logistikanwendungen bis zur dezentralen Serviceorganisation.

 

Die Frage nach der Sicherheit

Intuitiv werden Cloud-Einsteiger (vollkommen zu Recht) die Frage nach Datenschutz und -sicherheit stellen. Ein Thema, welches über die letzten Jahre klar zu Gunsten von Cloud-Anwendungen ausfällt. Dazu beigetragen haben nicht nur hohe Sicherheitsstandards, sondern auch zuverlässige Zertifizierungsverfahren nach anerkannten und überprüfbaren Richtlinien. Moderne Cloud-Services werden in professionellen Rechenzentren bieten, welche hinsichtlich Sicherheitsanforderungen keine Wünsche offenlassen – im Gegensatz zu den meisten lokal installierten Anwendungen. Dank regelmässiger und kontrollierter Backups, geschütztem Zutritt, Absicherung gegen Feuer, Wasser, Hitze, Vandalismus, Schutz vor Cyber-Angriffen, qualifizierten Mitarbeitenden und vielen weiteren Eigenschaften hat die Cloud in Sachen Sicherheit die Nase vorn.

 

Einsteiger-Tipp: Strategisch planen

Wie erwähnt, bietet die Cloud sehr viele Möglichkeiten, Services in Form von Applikationen, Plattformen oder Infrastruktur zu nutzen. Speicherdienste wie Dropbox, Google Drive, Onedrive usw. sowie Tools wie Evernote, OneNote und vieles mehr wollen sorgsam geplant und eingesetzt werden. Ansonsten droht bereits mit wenigen Anwendern ein unüberschaubares Chaos – insbesondere, wenn noch verschiedene mobile Geräte im Spiel sind. Deshalb ein dringender Rat an alle Cloud-Einsteiger: Gehen Sie die Cloud strategisch an. Dazu gehören mindestens folgende Punkte:  

  • Analyse der Anwendungsbereiche  
  • Evaluation vertrauenswürdiger und leistungsfähiger Cloud-Services   
  • Definition der Anforderungen (funktional, technisch, organisatorisch, wirtschaftlich)  
  • Festlegung von Compliance- und Governance-Richtlinien, Sicherheitskonzept  
  • Sicherstellen von internen Skills und Ressourcen  
  • Roadmap bestimmen und überwachen (Ziele, Zeit, Budget, Ressourcen)

Sie werden sehen, der Ein- oder Umstieg in die Cloud lohnt sich. Nebst den finanziellen Vorteilen ist es vor allem die Effizienzsteigerung, welche Unternehmen hilft, sich fit für den Wettbewerb zu machen.

 

Kategorien: Cloud, Cloud Computing

Über den Autor

David Lauchenauer

David Lauchenauer

David Lauchenauer (*1963) ist seit 1988 als Unternehmer im Bereich Business Software für KMU tätig. Seit 2008 ist er in der Schweiz Geschäftsführer und VR der myfactory Software Schweiz AG und startete 2009 mit myfactory das professionelle Cloud ERP für den Schweizer KMU-Markt, weshalb er über sehr umfassende Praxiserfahrungen mit Cloud-Computing verfügt. Seit 2016 ist David Lauchenauer auch Co-Geschäftsführer und Gesellschafter der myfactory International GmbH.

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