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Das Geheimnis erfolgreicher Digitalisierungs-Projekte

[fa icon="calendar"] 01.08.18 08:00 / von David Lauchenauer

David Lauchenauer

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Zwar befinden sich «Computer» seit rund 40 Jahren in vielen Unternehmen auf dem Vormarsch, trotzdem sprechen wir heute von einem neuen Zeitalter des digitalen Wandels. Gründe dafür sind leistungsfähige Internetverbindungen, mobile Geräte und neue Lösungen und Technologien, welche Arbeitswelt, Wirtschaft, Organisationen und Verwaltungen bis hin zum Privatleben stark verändern. Wer als KMU diese Transformation nicht nur überleben, sondern davon auch profitieren will, muss lernen, auf der Digitalisierungswelle zu reiten, statt sich von ihr wegspülen zu lassen. Wie man solche Projekte am besten anpackt, verrät der heutige Beitrag.

Auf vorhandene Stärken konzentrieren

Rund um die Digitalisierung wird viel Wirbel gemacht. Stichworte wie Smart Working, Industrie 4.0, Künstliche Intelligenz, Virtual Reality und vieles mehr tönen beeindruckend. Gleichzeitig tragen sie aber auch zu einer allgemeinen Konfusion bei. Gerade kleine und mittlere Unternehmen lassen sich von diesen Buzzwords abschrecken und warten lieber mal ab. Schade, denn gerade der KMU-Sektor profitiert von den Möglichkeiten, welche sich durch neue Technologien ergeben. Ressourcen können besser genutzt und Prozesse effizienter gestaltet werden. Dies gelingt am besten, wenn man auf der bestehenden Ausgangslage aufsetzt und sich auf die vorhandenen Stärken konzentriert anstatt sich neu zu erfinden. Voraussetzung ist natürlich, dass man diese Grundlagen kennt und sich deren bewusst ist.
 

Strategisches Vorgehen statt Aktivismus

Die schöne neue Welt tönt verlockend: Das Angebot an Apps, Services und Devices ist verführerisch, viele davon sind sogar gratis oder für wenig Geld zu haben. Vorsicht! Wer planlos zugreift, verdirbt sich rasch den Magen bzw. die Freude an der Digitalisierung. Im installierten Dschungel geht die Übersicht verloren, Ressourcen werden blockiert, zudem geht das ganze Chaos im Endeffekt dann doch richtig ins Geld. Es empfiehlt sich daher, den Pfad der Digitalisierung in Etappen zu beschreiten. Dazu braucht es – wie bei jeder Reise – klare Ziele, vorhandene Ressourcen, ein Budget und einen Zeitplan, die richtige Ausrüstung und einen versierten Guide, oder zumindest eine aktuelle Routenplanung. Bitte nicht einfach losmarschieren, sondern sorgfältig planen!

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Auch kleine Schritte führen ans Ziel

Es gibt bemerkenswerte Leuchtturmprojekte mit grosser Medienwirkung wie intelligente Roboter, selbstfahrende Autos, vernetzte Städte usw. Das mag beeindrucken, sollte aber nicht die Messlatte für ein KMU sein. Hier gilt es zuerst einmal, die einzelnen Arbeitsabläufe auf ihre digitale Eignung zu prüfen bzw. das ERP-System für die Digitalisierung zu nutzen. Als erstes sollten Bereiche identifiziert werden, wo schon mit geringem Aufwand eine Verbesserung erzielbar ist. Das kann zum Beispiel im E-Commerce sein, beim Kundenmanagement, bei der Dokumentenverwaltung usw. Dabei geht es nicht um den Big Bang, sondern um Kontinuität, d.h. um ständige digitale Optimierung in kleinen Schritten.

 

Nicht in Perfektionismus verlieren

Gerade Schweizer Unternehmen laufen oft Gefahr, sich im Perfektionismus zu verlieren. Diese zwar löbliche Eigenschaft kann allerdings bei der Digitalisierung zum Bremsklotz werden. Diese verlangt eine gewisse Risiko- und Fehlerbereitschaft (natürlich immer in überschaubarem Mass), um das Potenzial an digitalen Möglichkeiten auszuloten. Wer seiner Unternehmens- bzw. Digitalisierungsstrategie treu bleibt, darf ruhig auch mal etwas wagen. Schliesslich ist eine detaillierte Prozessanalyse noch lange keine Garantie, dass dies im «Neuland» der Digitalisierung auch wirklich funktioniert. Perfektionismus in Ehren, doch sollte er nicht den Zugang zu wertvollem Optimierungspotenzial verschliessen.

 

Kreativität kommt vor Technologie

Dass es nach wie vor IT-Technologie in Form von Hardware und Software braucht, um die Digitalisierung zu ermöglichen, ist unumstritten. Moderne Tools und Geräte fokussieren jedoch immer mehr auf den Benutzer bzw. integrierte Intelligenz. Was hinter den «Kulissen» systemtechnisch stattfindet, bleibt meistens verborgen. Und das ist gut so. Auf diese Weise können sich Anwender nämlich vermehrt auf die eigentlichen Anwendungsmöglichkeiten, sprich das Business, konzentrieren. Der Schwerpunkt beim Einsatz von IT verlagert sich von der Technologie zur Kreativität. Der digitale Werkzeugkasten wächst laufend. Sich die entsprechenden Kenntnisse anzueignen sowie ein positives, kreatives Verständnis für IT aufzubauen und die Möglichkeiten konsequent zu nutzen – das ist das eigentliche Geheimnis hinter erfolgreichen Digitalisierungs-Projekten.

 

Kategorien: Cloud, Digitalisierung, Cloud Computing

Über den Autor

David Lauchenauer

David Lauchenauer

David Lauchenauer (*1963) ist seit 1988 als Unternehmer im Bereich Business Software für KMU tätig. Seit 2008 ist er in der Schweiz Geschäftsführer und VR der myfactory Software Schweiz AG und startete 2009 mit myfactory das professionelle Cloud ERP für den Schweizer KMU-Markt, weshalb er über sehr umfassende Praxiserfahrungen mit Cloud-Computing verfügt. Seit 2016 ist David Lauchenauer auch Co-Geschäftsführer und Gesellschafter der myfactory International GmbH.

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