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Das ERP-Duell: Cloud vs. On-Premise

[fa icon="calendar"] 23.05.18 08:30 / von David Lauchenauer

David Lauchenauer

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«Ohne Computer läuft gar nichts.» Diese Aussage können die meisten Schweizer KMU wohl sofort unterschreiben. IT-Anwendungen übernehmen in vielen Unternehmen eine zentrale Rolle oder sind sogar Grundvoraussetzungen für Geschäftsmodelle. Insbesondere ERP-Systemen kommt dabei eine hohe Bedeutung zu. Der Leistungshunger solcher Gesamtlösungen ist aufgrund ihrer Komplexität, Beanspruchung und Bedeutung sehr gross. Entsprechend anspruchsvoll ist die dafür benötige Infrastruktur. Noch bis vor Kurzem mussten Firmen dafür viel Aufwand für den lokalen Betrieb sogenannter On-Premise-Lösungen in Kauf nehmen. Heute gibt es dank der Cloud die Möglichkeit, ebenbürtige Alternativen als Services zu beziehen. Wir stellen beide Betriebsmodelle – Cloud und On-Premise – für einmal auf den Prüfstand. Dabei werden die wesentlichen Merkmale einer ERP-Lösung aus der Cloud mit dem Betrieb im eigenen Unternehmen verglichen.

IT-Service – make or buy?

Bei der Modernisierung ihrer IT-Landschaft stellt sich für viele Unternehmen immer öfters die Frage, ob eine Auslagerung in die Cloud nicht sinnvoller wäre. Der Betrieb einer eigenen Infrastruktur ist nicht nur komplex und kostenintensiv, sondern erfordert auch entsprechendes Fachwissen. Die Nutzung von Cloud-Services erfordert hingegen lediglich ein Webzugang. Dadurch entfallen nicht nur die Investitionen in Hard- und Software, sondern auch der Bedarf an geschulten IT-Spezialisten. Gerade bei ERP-Anwendungen ist der Aufwand für den Betrieb von webbasierten Lösungen signifikant tiefer. Lizenzkosten, Hardware, Updates, Releasewechsel, Datensicherung usw. entfallen komplett.
 

Die Frage nach der Sicherheit

Es ist durchaus ein Unterschied, ob man seine Daten bei sich auf dem Server (oft im Keller) oder in einem externen Rechenzentrum liegen hat. Doch was ist sicherer? Nehmen wir das Beispiel eines On-Premise betriebenen ERP-Systems mit einer lokal installierten Datenbank. Da es sich dabei um eine geschäftskritische Applikation handelt, muss der Betrieb jederzeit sichergestellt sein. Dementsprechend intensiv sind die dafür benötigten Vorkehrungen. Reaktionszeiten (inhouse oder über einen IT-Partner mit Wartungsvertrag), regelmässig kontrollierte Backups, Ersatzkomponenten (USV, Festplatten, Netzwerkkarten etc.) sind zwingend erforderlich. Hinzukommen Risiken wie Feuer- und Wasserschäden, Hitze (Ausfall Klimaanlage), Einbruch, Diebstahl, Sachbeschädigungen usw. Sicherheit hat ihren Preis, und der ist gerade für kleine und mittlere Unternehmen oft zu hoch. Professionelle Rechenzentren hingegen sind spezialisiert darauf, hochverfügbare und sichere Infrastrukturen bereitzustellen.

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Ein Blick auf die Kosten

Ein Cloud-ERP weist gegenüber einer On-Premise-Variante einen klaren Kostenvorteil auf, da nur das bezahlt, was auch tatsächlich genutzt wird. Lizenzen werden nur gemietet und nicht gekauft, es entstehen keine weiteren zusätzlichen Kosten für die Errichtung von Servern oder anderer Hardware und es ist kein eigener Serverraum oder ein Rechenzentrum erforderlich. Kosten für Schulungen des für die Betreuung der Server-Infrastruktur erforderlichen IT-Personals entfallen bei einer webbasierten Unternehmenslösung komplett. Es gibt keinen zusätzlichen Aufwand für Aufbau, Betrieb und Wartung des ERP Systems, da diese der ERP Anbieter übernimmt. Die monatlichen Kosten eines Cloud-ERP sind von vorneherein vertraglich festgelegt und daher gut planbar – alle zuvor genannten Kosten sind mit einem monatlichen Abopreis abgedeckt.

 

Flexibilität und Mobilität

Eine wichtige Anforderung an moderne ERP-Systeme sind eine flexible Architektur sowie ein agiler Funktionsumfang. Hintergrund sind dynamische Veränderungen der Unternehmensausrichtung bzw. des Marktumfeldes. Klassische On-Premise-Systeme bieten zwar häufig eine Kernsoftware mit erweiterbaren Modulen, diese müssen jedoch in der Regel kostenintensiv erworben werden und lassen sich nicht auf die Schnelle hinzufügen oder abbestellen. Anders bei cloudbasierten ERP-Anwendungen. Deren «Services» können auf die jeweiligen Bedürfnisse eines Unternehmens abonniert und bei Bedarf kurzfristig wieder zurückgefahren werden. Gleichzeitig lässt sich das ERP auch mobil nutzen, inklusive vollen Zugriff auf Smartphones und Tablets.

 

Fazit: Bessere Karten für ERP aus der Cloud

Die Bereitstellung von Infrastrukturen und Anwendungen selbst stellt für viele KMU bereits eine grosse Herausforderung dar. Die Anbieter von Cloud-Lösungen bedienen sich stets neuester Technologien, um hochverfügbare Systeme zu betreiben. Es werden jederzeit die aktuellsten Hardware-Komponenten genutzt und professionell mit einer IT-Monitoring Software überwacht. Updates der ERP-Software und Betriebssysteme werden umgehend automatisch eingespielt, sodass kostenintensive und aufwendige Aktualisierungen im eigenen Unternehmen völlig entfallen.

 

Kategorien: Allgemein, Cloud, ERP, Cloud Computing

Über den Autor

David Lauchenauer

David Lauchenauer

David Lauchenauer (*1963) ist seit 1988 als Unternehmer im Bereich Business Software für KMU tätig. Seit 2008 ist er in der Schweiz Geschäftsführer und VR der myfactory Software Schweiz AG und startete 2009 mit myfactory das professionelle Cloud ERP für den Schweizer KMU-Markt, weshalb er über sehr umfassende Praxiserfahrungen mit Cloud-Computing verfügt. Seit 2016 ist David Lauchenauer auch Co-Geschäftsführer und Gesellschafter der myfactory International GmbH.

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